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fragen über fragen

Zeit als Vergehendes.
Was vergeht?

Raum als Ausgedehntes.
Was dehnt sich aus?

Stoff als Bestehendes.
Was besteht?

Ich als Körperbewußtsein.
Was weiß?

Wahrnehmung als Abbildung.
Wo ist das Bild?

Bedeutung als Begriff.
Was begreift?

Sprache als Erzählung.
Was erzählt?

nur das

weder raum
noch zeit

also auch nichts,
was raum oder zeit
einnimmt

weder stoff
noch geist

nur das anwesende

die antwort

leben
ist
antworten
ohne
fragen

was gott ist

Das, was wir für unsere eigenen
Wahrnehmungen, Gedanken und Befindlichkeiten halten,
ist in Wahrheit die einzige Wirklichkeit.

Und diese einzige Wirklichkeit ist Gott.

Kurz gesagt:
Gott ist das,
was gerade geschieht.

ich

Der Ich-Gedanke
verweist auf das
allem zugrunde liegende.

Wird am Ich-Gedanken festgehalten,
erschließt sich die Gegenärtigkeit,
welche von allem unberührt ist.

Wird der Ich-Gedanke
zugunsten des Ich-bin-dies aufgegeben,
überlagert Welt die unberührte Gegenwärtigkeit.

schöpfung

Es muß anders sein.

Es muß jemand da sein,
der es ändern kann.

Es muß einen Weg geben,
es zu ändern.

Es muß Zeit und Raum geben,
um diesen Weg zu gehen.

ohnehin

Niemand kann etwas tun,

das nicht ohnehin schon

durch ihn geschieht.

alles ist begriff

Ohne Begriff
gäbe es kein Bewußtsein.

Ohne Begriff
gäbe es keine Empfindung.

Ohne Begriff
gäbe es keine Bedeutung.

Ohne Begriff
gäbe es keinen Körper.

Ohne Begriff
gäbe es keine Welt.

Ohne Begriff
gäbe es keinen Denker.

Ohne Begriff
gäbe es diesen Satz nicht.

Alles ist Begriff.

einfach

Es gibt nur
Denken,
Sehen,
Hören,
Tasten,
Schmecken,
Riechen,
Fühlen
ohne jemanden,
dem dies zukäme.

Aus diesen Empfindungen
bestehen Körper, Verstand und Welt.

Empfindungen aber
können selbst
weder Empfindungen haben,
noch Empfindungen auslösen.

Sie sind einfach.
Das ist alles,
was ist.

von alleine

Der Körper
bewegt sich
unabhängig
vom Denken.

Denken kann
Bewegungen
allenfalls
begleiten.

Bewegung und Denken
sind unwillkürlich.

Wollen ist nur ein Gefühl.
Ohne jemanden,
der es fühlt.

Wollen und Denken
bewirken nichts.
Alles passiert
von alleine.

niemandsland

Einheit
offenbart sich
im Wegfallen der Vorstellung
von Subjekt und Objekt.

Einheit
ist das, was ist
und damit nichts.

Niemand
wird also
je begreifen,
was Einheit ist.

Niemand weiß,
wer er ist.

leben

leben
ist
bewegung
in
sprache

erlöst

Die bodenlose Verzweiflung
eines nur in sich selbst
gründenden Denkens

führt nicht etwa in die Ohnmacht,
sondern in den unheilvollen Sog
der Raserei.

Einzig vor diesem Hintergrund
ist aller menschlicher Schöpfungs- und Tatendrang
überhaupt erst verständlich,
die Menschheitsgeschichte nachvollziehbar.

Würde jedoch der Mensch
tatsächlich ernst machen mit
der eigenen Nihilität,
er wäre augenblicklich erlöst.

wissen?

Der Begriff des Wissens
setzt Bewußtsein voraus,
welches einen Gedanken
als wahr bezeugt.

Dieses Bewußtsein müßte also
das Zutreffen eines Gedankens
auf einen Sachverhalt
bezeugen können.

Dies wiederum setzt voraus,
daß Gedanke und Sachverhalt getrennt sind
und erst im Bewußtsein
auf ihre Übereinstimmung hin
abgeglichen werden können.

Wenn jedoch von vornherein klar ist,
welcher Gedanke mit welchem Sachverhalt
abgeglichen werden kann,

heißt das nichts anderes,
als daß Gedanke und Sachverhalt
niemals getrennt voneinander waren.

Für den Begriff des Wissens bedeutet dies,
daß prinzipiell nicht gewußt werden kann,
da Gedanke und Sachverhalt
eine unauflösliche Sinneinheit bilden.

Von einer Beziehung
des Zutreffens oder Übereinstimmens
im Sinne eines adäquationistischen Wahrheitsbegriffs
kann also nicht die Rede sein.

Damit aber ist Bewußtsein
als Trägermedium eines Abgleichs
von Gedanke und Sachverhalt
hinfällig.

Das sokratische Diktum müßte folglich
von 'ich weiß, daß ich nichts weiß'
in 'wo kein Wissen, da kein Bewußtsein'
umgewandelt werden.

virtualität

Für Newton
war der Raum statisch
und die Zeit permanent.

Für Einstein
war die Raumzeit
masse- und geschwindigkeitsabhängig.

Faßt man
Raum und Zeit hingegen
als zustandsabhängig auf

und definiert Zustand
als das jeweils Anwesende,

welches,
weil immer schon begriffen,
auch immer schon vergangen ist,

so folgt
aus der Virtualität des Anwesenden
auch die des Zustandes
und mit dieser
auch die von Raum und Zeit.

fragen

Was bringt und hält
Sehen, Hören,Tasten,
Riechen, Schmecken,
Fühlen, Denken
zusammen?

Woher kommen
die Gedanken?

Wer stellt
diese Fragen?

Wer sucht
die Antwort?

Wer will
wissen?

atman

Mit deinem vergangenen Atemzug
ist eine Welt verschwunden.

Mit deinem gegenwärtigen Atemzug
vergeht eine Welt.

Mit deinem zukünftigen Atemzug
entsteht eine Welt.

Eine Welt,
die es
niemals geben wird.

Eine Welt,
die es
niemals gibt.

Eine Welt,
die es
nie gegeben hat.

qed

Zeit wäre das Nacheinander von Zuständen,
die den selben Raum einnehmen.

Raum wäre das Nebeneinander von Zuständen,
die zur selben Zeit bestehen.

Ein Zustand ist das,
was anwesend ist.

Zustände der Anwesenheit sind
Vergangenes als Erinnerung,
Gegenwärtiges als Wahrnehmung,
Zukünftiges als Erwartung.

Das Anwesende aber
ist immer schon begriffen
und damit gewesen.

Ein Zustand ist folglich das,
was gewesen ist.

Er kann weder Raum einnehmen,
noch in der Zeit bestehen.

Da es demnach nichts gibt,
was Raum einnimmt bzw. in der Zeit besteht,
sind sowohl Zeit- als auch Raumbegriff gegenstandslos.

Die Frage,
warum es etwas gibt
und nicht viel mehr nichts,
läßt sich also wie folgt beantworten:

Das,
was zu sein scheint,
ist eben gerade nichts.

niemals

Das Universum der Vergangenheit
existiert nicht mehr.

Das Licht ferner Sterne
erreicht uns ausschließlich jetzt.

Es gibt keine Raum-Zeit-Wurst,
die sich von einem fiktiven Urknall
bis zu uns erstreckt.

Das Universum, wie wir es kennen,
ist stets nur das Anwesende,
und auch dies ist bereits gewesen.

Die aktuelle Wahrnehmung
ist nur Erinnerung an etwas,
das zu keiner Zeit existiert hat.

geschehen

Die vergangene Welt:
Erinnerung.

Die zukünftige Welt:
Erwartung.

Die gegenwärtige Welt:
Wahrnehmung,

ohne Ausdehnung
in Raum in Zeit,

ohne Unterscheidung
in Subjekt und Objekt,

ein untrennbares Geschehen
immer schon geschehen.

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