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ausdehnungslos

Die Welt
der Eigenschaften
ist ausdehnungslos.

Nur die
begriffene Welt
kennt Zeit und Raum.

immer schon

damit etwas begriffen werden kann,
muß es geschehen sein

damit etwas geschehen kann,
muß es begriffen sein

begreifen ist immer schon geschehen
geschehen ist immer schon begriffen

begriff und eigenschaft

Wahrnehmung besteht aus Eigenschaften.

Sie sind die Bausteine der Welt.

Keine Eigenschaft gleicht der anderen.

Erst der Begriff hat Gleiches erdacht
und damit die Abzählbarkeit erfunden.

Doch selbst Zahlen lassen sich nicht abzählen,
denn jede heißt anders.

Nur durch den anmaßenden Begriff
vom meßbaren Universum
konnte die Wahrnehmungswelt
der prinzipiell nicht meßbaren Eigenschaften
zum Problem werden.

Doch die Welt der Eigenschaften
ist das Erste und das Letzte.
An ihr muß sich jeder Begriff
messen lassen.

begriff und bewußtsein

nichts,
was ist,
erscheint
in einem bewußtsein

der begriff
erscheint
als bewußtsein

der begriff
lä0t erscheinen,
was ist

ohne begriff
erscheint
nichts

ich und welt

welt ist nur
als begriffsgefüge
denkbar

denken
bezieht begriff
auf begriff

ich und welt
als reine
begriffsbeziehung

anders I

Die natürlichen Zahlen
sind allein schon
deshalb nicht abzählbar,
weil jede von ihnen
anders heißt.

anders II

Es ist
völlig belanglos,
wie oder was
über die Welt
gedacht wird,
es verhält sich
ohnehin anders.

wer bin ich?

niemand
ist
jemand

das ist
nur ein
gedanke

von niemandem

anders III

wenn es anders
sein sollte

wäre es
anders

so ist
es

begriffen

alles ist immer schon begriffen
und damit vergangen

eine sogenannte gegenwart
kann es folglich nicht geben

also auch niemanden
der gegenwärtig handelt

beisichselbstsein

denken glaubt,
das leben selbst zu sein

leben aber,
zu sich selbst gekommen
ist pures sein

und denken
ganz allein

alles

das anwesende
ist alles,
was ist

das abwesende
ist nur ein
gedanke

und damit
anwesend

Der Mensch als Durchgangsstation materieller und geistiger Entwicklung

Der Philosophieblog ist dabei, sein Leben auszuhauchen, seitdem philohof nicht mehr schreibt und die akademische Arbeit von Dan Sisermann keinen Kommentar gefunden hat. Dabei ist es schade, dass das von Robert Dürhager  mit vorstellbar großem Aufwand eingerichtete Forum nicht mehr von philosophisch Bewanderten und Interessierten für Diskussionen genutzt wird. Ich möchte deshalb einen Versuch unternehmen, hier etwas originäre Philosophie beizutragen in der verwegenen Hoffnung, vielleicht doch ein kommentierendes Echo zu finden.
Betrachten wir nun die Entwicklung der Welt, wie sie die Naturwissenschaften uns darstellen. Am Anfang unseres Universums gab es nur Wasserstoff, Helium und energetische Felder. Daraus sind in einer  physikalisch-chemisch-biologischen Entwicklung die Sterne, die schwereren chemischen Elemente (zum Beispiel das Gold!), die Planeten, die Pflanzen, die Tiere und schließlich der Mensch entstanden. Dabei ist jeder Entwicklungsschritt, jeder neue Zustand der Dinge, aus einem früheren Zustand hervorgegangen, der diesen Schritt ermöglicht hat. Alles befindet sich im Fluss. Auch Sterne sterben, Berge werden abgetragen, Pflanzen, Tiere und Menschen sterben. Die Materie aber, aus der sie aufgebaut sind, bleibt erhalten und es entstehen aus ihr neue Gebilde. Der Körper jedes einzelnen Menschen ist so als lebender Organismus nur eine Durchgangsstation, eine momentane Sitation, dieser umfassenden materiellen Entwicklung. Auch seine Knochen, die möglicherweise länger überdauern, verschwinden spätestens, wenn die Sonne zum Roten Riesen wird und die Erde verschluckt.
Überlegt man nun, wie es um die geistigen Dinge  steht, die in unserer Welt entstanden sind, und um die geistigen Vorgänge, die in ihr ablaufen, dann erkennt man, dass jeder neue geistige Zustand - ebenso wie das bei der materiellen Entwicklung der Welt der Fall ist - durch einen vorangehenden Zustand ermöglicht worden ist  und sich letzlich alles aus einem geistigen Urgrund heraus entwickelt. Dass die geistigen jeweils zusammen mit materiellen Vorgängen einheitliche Vorgänge bilden, sei nur am Rande erwähnt. Im Rahmen der globalen geistigen Entwicklung ist das geistige (geistig-seelische) Werden und Verlöschen des einzelnen Menschen nur eine Durchgangsstation oder -phase. Das gibt uns Veranlassung, uns als Menschen ganz klein zu fühlen, dafür aber die geistig-materielle Entwicklung des Kosmos und unserer Lebenswelt aus einem elementaren Urgrund heraus umso mehr zu bewundern. Vielleicht stirbt man dann leichter.

Ich bin mir darüber im Klaren, dass die vorstehenden Ausführungen sehr komprimiert sind. Ich könnte auch noch viel dazu sagen. Wenn ich aber keine Kommentare bekomme, dann spare ich mir das.

Permalink 24.06.11    17 Kommentare »

gedanken

urknall ist gedanke
universum ist gedanke
evolution ist gedanke
mensch ist gedanke
gott ist gedanke
ich ist gedanke
niemand denkt

körperdenken

welt
ist
körperdenken

körper
denken

denken
körpert

glaube

An Wahrnehmung im Sinne
einer Subjekt-Objekt-Beziehung
glaubt nur, wer an Trennung glaubt.

Ganzheit kennt keine Wahrnehmung.

Da ist nur
das Einssein
dessen, was ist.

was ist

das,
was ist,
kann nicht
verstanden werden

nicht-verstehen
ist bereits
das

fünfzig

Fünfzig
wird eigentlich
nur meine Geburtsurkunde.

Nicht einmal
meine Falten
sind so alt.

tony parsons - alles und nichts

Es wird weder wahrgenommen noch gewusst.
Das ist das Mysterium, das Paradox,
das absolute Wunder dessen,
wonach wir uns sehnen.

Wäre die Ganzheit wahrnehmbar,
müsste es etwas davon Getrenntes,
einen Wahrnehmer geben,
der sie wahrnehmen könnte.

Diesen Anderen gibt es nicht.
Da ist nur alles und nichts.

alles spricht

sprechen will
wollen spricht

spechen denkt
denken spricht

sprechen fühlt
fühlen spricht

sprechen sieht
sehen spricht

sprechen hört
hören spricht

sprechen spürt
spüren spricht

alles spricht
zu niemandem

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