Glauben Christen außer an ein Leben nach dem Tod auch an eines davor?

Link: http://www.gutefrage.net/frage/warum-glauben-die-christen-nicht-an-ein-leben-vor-dem-tod

Christen glauben, dass Gott alle Menschen liebt und schon immer geliebt hat, auch als sie noch nicht erschaffen und geboren waren. Das Geliebtsein ist nach diesem Glauben also das menschliche Sein von Ewigkeit her.

Christen glauben übrigens insofern nicht an ein Leben vor dem Tod, als Christus den Tod überwunden und damit allen Menschen die Perspektive der Ewigkeit (zurück-)gegeben hat, die ihnen durch den (Erb-)Sündenfall genommen war. Demnach gibt es im christlichen Glauben kein Leben im Angesicht des Todes mehr, sondern nur noch eines im Angesicht Gottes.

 

21 Kommentare

Kommentar von: Jochen Ebmeier [Mitglied] E-Mail · http://www.jochen-ebmeier.de
Ich war bislang der Ansicht, bei der Philosophie gehe es darum, was ein Mensch wissen kann. Um das, was er glauben kann - soll - muss, geht es in den Religionen. Dafür wäre ein Theologieblog eher angezeigt.
28.11.09 @ 17:33
Kommentar von: Leo Allmann [Mitglied] E-Mail
Eine andere Ansicht, worum es in der Philosophie gehe, sind die eigentümliche Verschränkung von menschlichem Wissen und Nichtwissen und die Möglichkeiten, die sich aus dieser Verlegenheit ergeben, zum Beispiel die Möglichkeit eines philosophischen Denkens aus Glaubensinhalten. Womöglich sind religiöse oder weltanschauliche Präferenzen beim Philosophieren gar nicht auszuschließen, bestenfalls zu kaschieren - wirklich besten Falls?
28.11.09 @ 21:29
Kommentar von: Jochen Ebmeier [Mitglied] E-Mail · http://www.jochen-ebmeier.de
Hierzu kann ich Ihnen folgenden Link ans Herz legen:

http://philosophieblog.de/ebmeier/philosophie-ist-kritisch
29.11.09 @ 12:14
Kommentar von: Jochen Ebmeier [Mitglied] E-Mail · http://www.jochen-ebmeier.de
Nachtrag: Das Wissen vom Nichtwissen ist ein Wissen. Soll es nur Glauben sein, ist es Obskurantismus.
29.11.09 @ 12:16
Kommentar von: Leo Allmann [Mitglied] E-Mail
Der Nachtrag müsste vollständig lauten: Das Wissen vom Nichtwissen ist ein Wissen vom Nichtwissen. Will es nur Wissen sein, ist es Selbstverleugnung.

So weit eine kritische Randnotiz. Nicht zuletzt, um zu zeigen, dass auch ein Glaubensdenker von kritischem Philosophieren einiges hält.
29.11.09 @ 14:11
Kommentar von: Jochen Ebmeier [Mitglied] E-Mail · http://www.jochen-ebmeier.de
Je nun, das Wissen vom Nichtwissen - von dem ja eben die Rede war - ist ein Wissen.

Da Sie meinem Link-Wink sicherlich gefolgt sind, haben Sie auch gelesen, was ich unter Kritik verstehe: nämlich das Prüfen der Gründe. Was auf geprüften und - immer nur jusqu'à nouvel ordre - als haltbar befunden Gründen beruht, ist Wissen; wozu eben auch das Wissen von der Vorläufigkeit einer jeden Prüfung gehört.

So zum Beispiel WEIß ich, dass ich vom 'Wesen des Seins' aka 'Ding an sich' nichts wissen kann. Nicht weil sein Schöpfer mir den Blick verschleiert hätte, sondern weil es da schlechterdings nichts zu wissen GIBT. Die Gründe für diese Behauptung haben viele andere vor mir überprüft, aber ich habe ihnen nicht einfach geglaubt, sondern habe deren Prüfungen meiner unmaßgeblichen eigenen Nachprüfung unterzogen.

So gehen Sie in Ihrem Argumentieren hier im Forum aber nicht vor. Sie gehen - positiv, nicht kritisch im Sinne von Prüfung der Gründe - von gewissen (oder ungewissen) Glaubenssätzen aus, und aus denen entwickeln Sie Folgerungen, die Sie uns hier vortragen. Nicht, dass das unstatthaft wäre. Aber es ist Predigt. Die gehört in die Kirche und nicht hierher.
29.11.09 @ 21:46
Kommentar von: Leo Allmann [Mitglied] E-Mail
Da bin ich als philosophierender Christ aber froh, hier weiterhin bloggen zu können, weil Ihre "eigenen Nachprüfungen" auch an dieser Stelle "unmaßgeblich" sind. Je nun.

Und ich muss mir auch keinen Kopf daraus machen, dass Sie meine Begründungen erst gar nicht bemerken.
29.11.09 @ 22:53
Kommentar von: Jochen Ebmeier [Mitglied] E-Mail · http://www.jochen-ebmeier.de
Was denn, Sie haben IOhren Glauben "begründet"? Er ist Ihnen nicht aus der Offenbarung zugefallen?

Sie sind nicht nur kein Philosoph, Sie sind auch kein Christ.

Ich fürchte, Ihre Predigt wäre auch in einer Kirche nicht am Platz.
30.11.09 @ 09:10
Kommentar von: Leo Allmann [Mitglied] E-Mail
Jetzt sind Sie aber schwer kritisch geworden. Nur leider, wie Sie ja von sich selber sagen, ganz unmaßgeblich. Was macht es da für einen Unterschied, ob man Christ oder kein Christ, Philosoph oder kein Philosoph, Kritiker oder kein Kritiker ist. Wer zum Beispiel von uns beiden will eigentlich der Unmaßgeblichere sein?

Vielleicht erscheint demnächst einmal - unter uns Unmaßgeblichen gesagt - ein Posting zum Thema "Der starke Grund namens Offenbarung". Danke für die Anregung dazu, Sie kritischer Bruder im unmaßgeblichen Geiste!
30.11.09 @ 21:14
Kommentar von: Jochen Ebmeier [Mitglied] E-Mail · http://www.jochen-ebmeier.de
Dass Sie aufs Kalauern ausweichen, lässt nichts Gutes ahnen.
01.12.09 @ 00:32
Kommentar von: Leo Allmann [Mitglied] E-Mail
Dass Sie das (nur) so verstehen (wollen?), ist jetzt bereits ungut.
01.12.09 @ 13:01
Kommentar von: Jochen Ebmeier [Mitglied] E-Mail · http://www.jochen-ebmeier.de
Ein Grund, der nicht geprüft wurde, ist keiner, und wenn Sie die Offenbarung prüfen, sind Sie kein Christ.
02.12.09 @ 08:51
Kommentar von: Leo Allmann [Mitglied] E-Mail
Es dürfte kaum in Ihre Zuständigkeit fallen, zu bestimmen, wer Christ ist und wer nicht. Ihr Argument mag bei einem Fideismus verfangen, aber das Christsein hat viel mehr Facetten als diese.
02.12.09 @ 13:37
Kommentar von: Jochen Ebmeier [Mitglied] E-Mail · http://www.jochen-ebmeier.de
Das ist für einen Philosophieblog uninteressant. Ich habe Ihnen ja nicht in einem theologischen Blog empfohlen, das Terrain zu wechseln.
02.12.09 @ 22:10
Kommentar von: Leo Allmann [Mitglied] E-Mail
Nochmals Danke für Ihre Empfehlung, der ich unter anderem deswegen nicht nachkomme, weil ich Ihr Philosophieverständnis für zu eng halte. Von meinem Philosophieverständnis handelt der nächste Blogeintrag.
03.12.09 @ 13:27
Kommentar von: Jochen Ebmeier [Mitglied] E-Mail · http://www.jochen-ebmeier.de
Zu Ihrem Philosophieverständnis gehört das Klopfen frommer Sprüche. Aber sobald sich einer zu Ihnen auf dieses Terrain begibt, sprechen Sie ihm die Zuständigkeit ab. So sind sie, die Bigotten - spielen sich stes auf, als ob sie auf der Kanzel stünden.

Von meinem Philosophieverständnis hat bereits der erwähnte Blogeintrag gehandelt:

http://philosophieblog.de/ebmeier/philosophie-ist-kritisch

Da das nicht reicht, kommt gleich der nächste Post.
03.12.09 @ 19:18
Kommentar von: Leo Allmann [Mitglied] E-Mail
Das mit der Zuständigkeit (und sicher nicht nur das) haben Sie missverstanden. So weit jemandes christliche Identität nicht formell definiert ist (getaufter Katholik, Protestant etc.), ist überhaupt keiner für das Christ- oder Nichtchristsein anderer zuständig. Das mögen Sie jetzt bloß für meine Ansicht halten, aber jedenfalls habe ich Sie dadurch so wenig ausgegrenzt, wie ich Sie vereinnahmen will. Es gibt also hier keinen Grund für Sie, argwöhnisch zu sein.
03.12.09 @ 22:32
Kommentar von: Jochen Ebmeier [Mitglied] E-Mail · http://www.jochen-ebmeier.de
Den Unterschied zwischen einem Christen und einem Bigotten kennt man selbst in partibus indidelium.
04.12.09 @ 08:46
Kommentar von: Leo Allmann [Mitglied] E-Mail
Und was ist dafür das Kenn-Zeichen aus der Sicht von diesem "man"?
04.12.09 @ 09:01
Kommentar von: Jochen Ebmeier [Mitglied] E-Mail · http://www.jochen-ebmeier.de
Man riecht es.
04.12.09 @ 11:32
Kommentar von: Leo Allmann [Mitglied] E-Mail
Ah ja
04.12.09 @ 16:58

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