Wer ist online?

  • Gäste: 18

Suche

hardbloggin scientists

Die Naturgeschichte des Kausalitätsprinzips.

Der Entschluss, Naturwissenschaft zu betreiben, und der Entschluss, alles, was erscheint, als Einzelfall eines Gesetzes anzusehen, sind ein und dasselbe. Denn durch diesen Entschluss Galileo Galileis wurden die Naturwissenschaften begründet.

Die Grundform des Naturgesetzes ist das Kausalprinzip. Es bedeutet, alles, was ist, als ein Ereignis aufzufassen, das mit Notwendigkeit aus einem vorangegangenen Ereignis folgt. Dieses Prinzip ist nicht aus der Forschung gewonnen, sondern liegt ihm zu Grunde. Es ist eine heuristische, „regulative“ Annahme, durch die Forschung erst möglich wird. Dass sie sich im Verlauf der Forschung bewährt, macht den Erfolg der Forschung überhaupt erst aus: Es ist eine Petitio principii. Wenn etwa die Hirnphysiologie findet, dass ein freier Wille nicht statt hat, holt sie aus ihrer Forschung nur heraus, was sie vorab hineingetan hat. Solange sie es dabei bewenden lässt, ist alles in Ordnung. Wenn sie aber aus einem regulativen Prinzip ein konstitutives Prinzip macht, betreibt sie Metaphysik und verlässt den Boden der Naturwissenschaft.

Das Kausalprinzip ist kein Fund der Wissenschaft, sondern ein Selektionsprodukt der Lebenswelt. Es beruht auf der im Laufe einer millionenjährigen Gattungsgeschichte angehäuften Erfahrung, dass ich, wenn ich einen noch nicht vorhandenen Zustand wünsche, zu dem vorhandenen Zustand etwas hinzufügen muss, nämlich einen Akt. Ich muss wirken.

Die Urform des Kausalprinzips ist der Animismus. Nämlich die Annahme, dass alle Dinge, die mir begegnen, so sind (und selbst, dass sie sind), weil sie es wollen. Sie wirken, weil sie so wirken wollen. Eine Unterscheidung zwischen ‚zufälligen’ und ‚notwendigen’ Ereignissen ist noch gar nicht möglich, denn zu jedem unerwarteten Ereignis kann ein noch unbekanntes beseeltes Subjekt hinzugedacht werden.

Doch die Erfahrung lehrt, dass viele Ereignisse sich vorhersehen lassen, und einige eben nicht. Der Mythos löst diesen Widerspruch, indem er an die Stelle der ganz individuellen immer allgemeinere Subjekte setzt. Gottheiten und Dämonen sorgen für Regelmäßigkeiten, von denen sie willkürlich abweichen können. Nicht mehr die Dinge selber wirken, sondern werden bewirkt. Und so der Mensch.

Die Form des Mythos ist die (positive) Erzählung, nicht die (fragende) Untersuchung. Man muss ihn glauben, fürs Wissen ist er ungeeignet. Die Fragen fernzuhalten ist sein eigentlicher Zweck. Die mythische Epoche ging unter mit dem Aufkommen der griechischen Philosophie. Ist das, was erscheint, so wie es ist, oder ist es in Wahrheit etwas anderes? Es beginnt das Zweifeln.

Es gibt nichts als Schein, meint Heraklit von Ephesos, und Parmenides von Elea entgegnet: Nur was erscheint, ist Schein; das Wahre ist nicht sichtbar, sondern nur dem Denken zugänglich. Ist oder ist nicht; Werden ist Täuschung. Der eine verneinte die Notwendigkeit, der Andere den Zufall. Hier griff Platos ‚Ideen’-Lehre ein. Die Ideen lagen nunmehr jeweils einer ganzen Klasse von Ereignissen zugrunde, sie waren 'vor' den Göttern auf dem Olymp. Sie waren das eigentlich Sein. Das Werden, das wir auf der Erde beobachten, ist uneigentlich, es ist das Wirken des Wahren in der Erscheinung. Zufall ist nur Schein, und doch die Erscheinungsweise des Notwendigen. Wissen – im Unterscheid zu bloßem Meinen – ist: im Zufälligen das Notwendige ergründen.

Aristoteles’ Gedanke der Entelechien, deren jede ihr Entwicklungsgesetz ganz allein in sich trägt, war demgegenüber ein Rückgriff auf animistische Vorstellungen. Er behinderte die Ausbildung einer systematischen Forschung so lange, bis Galileo Platos Ideenlehre umformte in die Lehre von allgemeinen Naturgesetzen. Seither ist eine Kausalbetrachtung möglich und experimentell bewährte Wissenschaft.

Ein Gesetz muss gesetzt worden sein. Die Vorstellung von einem Schöpfergott wird nötig – ein unbegründeter Grund, causa sui, ein unbewegter Beweger. Kein Problem für die Theologie, aber unbefriedigend für den Forscher. Wenn Gott die Naturgesetze erlassen hat – ist er ihnen dann selber unterworfen? Dann wäre er nicht länger Gott. Er hätte am Anfang lediglich einen Fingerschnipp, une chiquenaude getan, um die Maschine in Bewegung zu setzen, dann setzte er sich zur Ruhe. So spöttelte Blaise Pascal über das ‚System’ des Descartes.[*]

Spinoza hat es radikal gelöst: Gott ist selber Naturgesetz, deus sive natura. Das ist im Wesentlichen noch Stand der Wissenschaft. Die Annahme, die Naturgesetze seien im Urknall erst entstandenen, macht lediglich den Urknall selber zur causa sui. Alles bleibt im Rahmen des Gesetzes von Ursache und Wirkung, und auf dem Boden der Wissenschaft. Denn das Kausalprinzip reicht immer nur bis ganz dicht an den Urknall heran und nicht in ihn hinein und schon gar nicht hinter ihn zurück. Die Frage, was vor dem Urknall war, entzieht sich der Kausalbetrachtung und gehört nicht zur Naturwissenschaft. Man mag sie spekulativ und experimentell in mythischen Bildern behandeln, die man nach ihrer Plausibilität bewertet. Aber positiv erforschen lässt sich da nichts.

Und jedem Wissenschaftler steht es frei, den Urknall selbst für den Sitz des Schöpfergottes zu halten – solange er das privat für sich tut und nicht die Öffentlichkeit damit behelligt.

*

Bleibt eines hinzu zu fügen. Niemand ist gehalten, die ganze Welt naturwissenschaftlich zu betrachten. Das tut auch der Naturwissenschaftler nicht, denn damit würde er nicht einen Tag im wirklichen Leben überstehen. Naturwissenschaftlich denkt er im Labor, nur da ist es am Platz.



[*]...das Malebranche daher um die Zutat ergänzte, dass Gott die Freiheit bleibt‚’bei Gelegenheit’ immer wieder mal steuernd einzugreifen – womit aller Wissenschaft der Garaus gemacht ist.

Permalink 01.03.10   

Denkverbote beim Philosophieren vor dem Hintergrund des bürgerlichen Weltbilds

Liebe philosophischen BloggerInnen und BlogleserInnen,
heute möchte ich folgenden Gedanken mit Euch teilen:

Ich habe heute (28. Nov. 2009) die 13. Internationale Konferenz der Europäischen Akademie für Lebensforschung, Integration und Zivilgesellschaft (EALIZ) mit dem Titel "Der Wert des menschlichen Lebens im 21. Jahrhundert oder Zu den Grenzen der menschlichen Verfügungsmacht" besucht. In der ersten Referaterunde sprachen Dr. Wendy Drozenova (Prag) über die Wesenszüge des Menschen, Dr. Thomas Schauer (Direktor des Club of Rome Support Centre, Österreich)über Nachhaltigkeit, Dr. Alexander Andreev (Bonn) über die bulgarische Staatssicherheit und Prof. Nina Degele (Freiburg) über Zwänge zur körperlichen Schönheit.
Die Erfahrung, die mich dabei irritierte, war, dass Dr. Thomas Schauer in seinem Referat ausführte, wie wir im Begriff sind, unseren Planeten Erde auf direktem Wege gegen die Wand zu fahren, die an die Referate anschließende Diskussion sich aber hauptsächlich mit dem Beitrag von Frau Prof. Degele über soziale Zwänge zur körperlichen Schönheit befasste. (Die übrigen beiden Beiträge - obwohl sie auch interessant waren - wurden bei der Diskussion relativ wenig beachtet.)
Jetzt könnte man freilich sagen: "Das ist doch verständlich. Der eigene Körper ist dem Menschen eben näher als so etwas Abstraktes wie der Planet, auf dem wir leben." Und das hat schon seine Berechtigung: Schließlich schaffen die meisten Menschen in Europa es nicht einmal, in europäischen Dimensionen zu denken und sich als Bürger Europas zu sehen, geschweige denn (wie Kant) als Weltbürger.
Das scheint auch eine konkrete Untersuchung zu belegen, die Dr. Schauer vorbrachte: Gerade jene Menschen, die von sich selbst behaupten, ein Bewusstsein davon zu haben, dass der Klimawandel eine ernste Gefahr ist (eher junge Menschen, eher gebildete und im Beruf stehende Menschen) fahren dennoch am häufigsten mit dem Auto oder fliegen mit dem Flugzeug in den Urlaub. Das Problembewusstsein führt also zu keiner Verhaltensänderung. Auch hier könnte man sagen: Die Leute wüssten offenbar im Prinzip, welche die richtige Handlungsweise wäre, aber vielleicht sind sie nicht imstande, die globale Tragweite ihres Handelns zu sehen?
Ich habe da aber auch noch eine andere "Erklärung" für dieses Phänomen - bzw. vielmehr ist das eine Frage und ein Lebensproblem von mir: Ich hege die Vermutung, dass Herr Schauer die Leute nicht "mitbekommt", wenn er einen Diskurs führt vor dem Hintergrund, dass die auf unserer Erde laufenden Prozesse so dermaßen aus dem Ruder gelaufen sind, dass unserem Planeten der Kollaps droht. Ich hege den Verdacht, dass die Leute nicht einsteigen wollen in einen Diskurs, der den Hintergrund "Alles ist NICHT in Ordnung" hat. Hingegen vermute ich, dass ein Diskurs die Gestalt haben muss: "Alle ist in Ordnung, nur dieses eine, begrenzte Problem ist etwas, das nicht in Ordnung ist - und darüber will ich jetzt reden." Und diese grundsätzliche Einstellung einer jeden diskutierenswerten Frage gegenüber halte ich für verbunden mit dem, was ich das "bürgerliche Weltbild" nennen möchte (wobei ich hier an die Kleinbürger sogar noch mehr denke als an die Großbürger). Denn das "bürgerliche Weltbild" ist ja immer eines, dass davon ausgeht, dass die "Welt" und vor allem die Sozialwelt, also die Gesellschaft, "in Ordnung" ist. Es gibt zwar einzelne Probleme - und über die kann man diskutieren - aber wer ALLES, also die gesamte Ordnung für nicht in Ordnung hält, dass muss ein Umstürzler oder Revolutionär sein und den wollen wir nicht, weil er unsere Ordnung, die wir für unabdingbar halten für das soziale Leben, in Gefahr und durcheinanderbringt.
Ich kann nun versichern, dass Herr Dr. Schauer in keiner Weise aussah wie ein Revolutionär, ganz im Gegenteil, eher wie ein ganz besonders braver Bürgerssohn. Aber ich fand die Reaktion des Publikums auf die Vorträge eben doch bezeichnend und in keiner Relation zur Sache stehend: Da hatte uns gerade ein Mann darauf aufmerksam gemacht, wie es um unseren Planeten wirklich steht, und wir reagierten anstatt dessen auf Frau Prof. Degeles provokativer Forderung von mehr Lässigkeit und ihre Frage, warum wir nicht in Pyjama oder Bademantel zur Tagung gekommen seien. Da stimmt doch was nicht! Da ist doch irgendein Missverhältnis! Und ich glaube eben, das Missverhältnis wurde dadurch verursacht, dass Frau Prof. Degele uns Gelegenheit gab, die Welt als eine zu sehen, die grundsätzlich in Ordnung ist, während nur eine Sache in ihr (der Körperkult) aus dem Ruder gelaufen sei, während Dr. Schauer uns überhaupt keine Möglichkeit gab, von irgendeinem Rahmen auszugehen, in welchem die Welt in Ordnung ist oder zu sein scheint.
Und meine persönliche Erkenntnis aus dieser heutigen Erfahrung war, dass die menschliche Gesellschaft, wenn sie diese "bürgerliche Weltsicht" als Grundmuster für die Reaktion auf Probleme und auf Diskussionsanstöße beibehält, auf Warner vor dem Weltuntergang gar nicht reagieren kann und dass sie die in den Warnungen enthaltene reale Gefahr gar nicht zu sehen imstande ist! Sollte also der Weltuntergang oder der Kollaps des Planeten in absehbarer Zeit kommen, so werden wir in ihn hineingehen, während wir über körperliche Schönheit, über Mode, Sport, lokale Wirtschaftspolitik oder sonst ein Thema weit nachgeordneten Rangs diskutieren, weil wir uns durch das "bürgerliche Weltbild" die Möglichkeit, ein wirklich großes, alles umfassendes Problem zu sehen, selber genommen haben.
Über etwaige Denkanregungen und Kommentare zu dieser Frage würde ich mich freuen!
Mit bestem Gruß
philohof

Permalink 28.11.09    2 Kommentare »

Kausale Kraft des Geistigen

Die kausale Kraft des Geistigen

Bei physikalischen Abläufen verursachen vorausgehende Zustände die ihnen folgenden Zustände, wobei auch die Wirkung physikalischer Energie mit im Spiel ist. Man kann daher davon sprechen, dass physikalische Zustände eine kausale Kraft haben. Wie steht es nun mit der kausalen Kraft geistiger Zustände oder Dinge, wie Gedanken, Ideen, Empfindungen, Wahrnehmungen, Büchern, Kunstwerken? In der Philosophie des Geistes wird vielfach angenommen, dass diese Dinge keine eigene kausale Kraft haben, weil es hier keine Energie gibt, die die kausalen Abläufe antreiben könnte. Geistige Dinge seien daher entweder bloße Begleiterscheinungen (Epiphänomene) physischer Abläufe oder sie würden ihre kausale Kraft von den physischen Abläufen „erben“, mit denen sie verbunden sind.
Nun ist es so, dass geistige Dinge in aller Regel eine materielle Basis haben, so etwa mentale Dinge in neuronalen Hirnvorgängen, Romane in gedruckten Büchern oder sonstigen Medien, Gemälde in Leinwand und Farben, und dass sie diese Basis benötigen, um kausal wirksam zu werden. Die Identitätstheorie sieht hier geistig-materielle Einheiten mit dem Doppelaspekt des Geistigen und des Materiellen. Wenn man aber kausale Kraft nur der materiellen Ebene zuschreibt oder allein aus dieser herleitet, übergeht man die spezifische kausale Wirksamkeit der geistigen Dinge. So kann man die Wirkung von Büchern, die die Welt bewegen, nicht auf Papier und Druckerschwärze zurückführen. Gedanken und Ideen haben unter Umständen eine Wirkmächtigkeit, die es verbietet, ihnen eine eigene kausale Kraft abzusprechen.

Permalink 03.11.09    3 Kommentare »

Kommentare und Diskussion

Ich möchte an dieser Stelle monieren, was mir schon seit längerem aufstößt. Die verschiedenen Einträge der jeweiligen Autoren werden wenig bis gar nicht kommentiert, und es gibt anscheinend ebenso wenig Diskussionsbedarf. Das aber ist meines Erachtens kein günstiger Nährboden für Philosophie, die vom Konsens und Austausch lebt. Kein Autor ist unfehlbar, und jeder Autor gewinnt etwas, wenn über das, was er denkt und schreibt, nicht nur intern, also durch sich selbst, sondern auch extern reflektiert wird. Oftmals ist man derart befangen in seinem eigenen Denken, dass man nicht bemerkt, wie sich gewisse Fehler einschleichen, die man ausblendet (was ein gewöhnlicher psychologischer Effekt ist, der vor allem daher rührt, dass emotionale Filter des Unterbewusstseins dafür sorgen, dass von den gut 11 Millionen Sinneseindrücken, die pro Sekunde auf uns einströmen, nur die wirklich wichtigen bewusst von uns wahrgenommen werden – freilich mit dem Nachteil, dass auch unsere bewussten Gedanken einiger wichtiger Informationen entbehren).
Es soll kein »obligatorischer Kommentar« eingeführt werden, allein ich wünsche mir sehr, dass wir einander unsere Gedanken zu den Texten der jeweils anderen explizit mittels Kommentaren mitteilen und (auch zu mehreren) miteinander diskutieren.

Permalink 14.11.08    15 Kommentare »

ARTE bringt Philosophie-Magazin mit Raphaël Enthoven

Der Kultursender ARTE startet ab dem 19. Oktober mit einem wöchentlichen Philosophie-Magazin. Zu einer gemütlichen Zeit, jeden Sonntag um 13.00 Uhr, erwartet hier den Zuschauern der französische Philosoph Raphaël Enthoven (Wikipedia fr) zu einer kleinen Fragestunde.

Als Fernseh-Moderator tritt der Sohn in die Fußstapfen seines Vaters Jean-Paul Enthoven, der in den späten Siebzigern ebenfalls eine Fernseh-Karriere startete. In der Sendung Nouveaux Philosophes berichtete Jean-Paul Enthoven zusammen mit Bernard-Henri Lévy über den intellektuellen Mikrokosmos in Paris. Das Sende-Konzept von Sohn Raphaël liest sich jedoch etwas allgemeiner:

"Die Sendung hinterfragt Begriffe wie Macht, Verantwortung, Vermischung, Körper oder Melancholie anhand vertrauter (teils berühmter, teils dem aktuellen Zusammenhang entnommener) Bilder."

Im Vorwort zur Sendung verspricht uns Herr Enthoven dann auch "keine Schwierigkeiten zu umschiffen" und "nicht an der Oberfläche" zu bleiben.

"An die Stelle von Gewissheiten soll der Dialog treten, und erst der Zweifel ermöglicht eine Erörterung der „Sinnfrage“."

Mehr Informationen über die Sendung finden sich unter arte.tv/philosophie. Besonders begrüße ich auch die Online-Mediathek von ARTE, welche es ermöglicht die einzelnen Sendungen nach der Ausstrahlung noch per Stream unter arte.tv/plus7 anzuschauen.

PS: Dem einen oder anderen Leser wird der Name Raphaël Enthoven vielleicht auch deshalb bekannt sein, weil er der Ex-Mann von Sängerin Carla Bruni ist, welche jetzt mit dem französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy liiert ist.

Permalink 26.09.08    4 Kommentare »

Relaunch von Philosophieblog.de

Studierte und studierende Philosophinnen und Philosophen können unter Philosophieblog.de kostenlos ein eigenes Blog eröffnen. Unter einer Subdomain von Philosophieblog.de finden sich die verschiedenen werbefreien Blogs der Philosophen, deren Beiträge  aber auch auf der Hauptseite veröffentlicht werden. Dieses Konzept, dass den Autoren ein vollständig eigenes Blog und den Gemeinschaftsblog bietet, macht Philosophieblog unter den philosophischen Blogs einmalig. Gerade für Blog-Anfänger ist dieses Konzept ideal, da ihre Beiträge durch die Hauptseite von Anfang an viele Leser haben.

Philosophieblog.de

Beim ersten Relauch unseres Multi-Philosophen-Blogs stand nun die Blogverwaltung für die Autoren im Vordergrund. Verbunden mit einem Update der Designs bietet Philosophieblog.de jetzt viele "State of the Art"-Funktionen zur Anpassung der eigenen Blogs. Mit dabei:

  • Viele fertige und schöne Designs, deren Inhalte maximal anpassbar sind (auch ohne Programmier-Kenntnisse).
  • Jedes Element im Design kann mit CSS-Kenntnissen verändert werden.
  • Einfaches Anlegen eigener Unterseiten (z.B. für eine Publikationsliste, eine About-Seite oder einer Vita)
  • Einfach zu verwaltende Link-Listen (für die Sidebar)
  • Mehrere Autoren pro Blog oder mehrere Blogs pro Autor
  • Bloggen in verschiedenen Sprachen
  • Ein übersichtlicher Admin-Bereich (ebenfalls in vielen Sprachen)
  • Anpassung der eigenen RSS-Feeds
  • Automatisches Veröffentlichen von Beiträgen (z.B. während man im Urlaub ist)
  • Übersichtliche Blog-spezifische Zugriff-Statistiken
  • Unbegrenzter Speicherplatz

Nicht zu unterschätzen ist übrigens das kleine Team von Philosophieblog. Hier spricht man noch mit dem Administrator selbst, wenn es Probleme geben sollte. Und diese Nähe zum Betreiber bringt ganz viele Freiheiten und Vorteile mit sich:

  • Schreib-Rechte auf dem Blog "Blog News", der gemeinsam für Verantaltungshinweise und philosophische Nachrichten genutzt wird.
  • Auf Wunsch eine eigene E-Mail-Adresse (wunschname@philosophieblog.de)
  • Die Möglichkeit ein komplett eigenes Design zu benutzen
  • Ein gepflegtes Support-Wiki mit netten Tutorials
  • Hilfe vom Administrator über E-Mail, Skype oder Telefon (auch zur CSS-Programmierung)
  • Die Möglichkeit auf dem eigenen Blog eigene Werbung einzubauen
  • Die Möglichkeit eine eigene Domain für das eigene Blog zu nutzen
  • Und ganz viel Mitsprache-Recht bei der Gestaltung und Weiterentwicklung von Philsophieblog.de
Als gemeinsame Aktion ist in nächster Zukunft erstmal eine Vorstellung der einzelnen Philosophen und ihrer Blogs geplant. Wenn Sie, geehrte Leser, Fragen an uns haben, dann zögern Sie nicht diese in einem Kommentar auf diesen Beitrag zu stellen. Wir werden uns bemühen auf die Fragen in der Vorstellungs-Runde einzugehen.
 
Permalink 24.09.08    1 Kommentar »

Philosophischer Essay-Wettbewerb der GAP

Die Gesellschaft für Analytische Philosophie will den wissenschaftlichen Nachwuchs fördern. Bei diesem Essay-Wettbewerb mitmachen dürfen alle Studierenden der Philosophie, Wissenschaftstheorie und Ethik, welche mindestens 4 Semester studiert und höchstens vor einem Jahr ihr Studium beendet haben.

Thema: Könnten wir vollständig determiniert und doch für unsere Handlungen verantwortlich sein?

Preise: 1. Preis: 300 EUR, 2.Preis: 200 EUR, 3. Preis: 100 EUR. Außerdem werden die mit einem Preis ausgezeichneten Essays in den Grazer Philosophischen Studien veröffentlicht.

Einsendeschluss: 30. September 2007

Link: http://www.gap-im-netz.de/organisation/essaypreis.html

Podiumsdiskussion: Wissen für alle!

Untertitel: "Popularisierung der Wissenschaften zwischen Belehrung, Manipulation und Aufklärung."

Beschreibung: "Berichte und Bilder aus der Wissenschaft sind heute medial allgegenwärtig. Kein Fernsehkanal, keine Zeitung kommt ohne sie aus. Ratgeber und Sachbücher dominieren den Buchmarkt. Die Popularisierung vor allem naturwissenschaftlicher Erkenntnissen und Entdeckungen prägt das Gesicht der sogenannten Wissensgesellschaft. Staatlicher Bildungsauftrag, wissenschaftliches Legitimationsbedürfnis und der Wunsch nach Teilhabe am Wissen von Seiten der Öffentlichkeit treffen hier aufeinander.
Das Phänomen ist jedoch nicht neu, sondern hat eine bereits 150jährige Geschichte, in der die Frage nach der Macht des Wissens und der Wissenschaft immer wieder neu gestellt wurde.
Das Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte lädt ein zu einem Gesprächsabend, der die Popularisierung der Wissenschaften in ihrer Geschichte und gegenwärtigen Praxis befragt.
Welche Interessen oder Hoffnungen verbinden sich mit dem Unternehmen, wissenschaftliche Ergebnisse einer breiten Öffentlichkeit zu vermitteln? Wer übernimmt diese Aufgabe?
Welches Bild von Wissenschaftlichkeit entsteht auf diesem Weg und welche Rolle kommt dabei den Geisteswissenschaften zu?

Es diskutieren:
Prof. Dr. Andreas W. Daum, Historiker an der University at Buffalo (SUNY)
Jürgen Kaube, Redakteur für Wissenschaft und Bildung im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Prof. Dr. Jürgen Renn, Direktor am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte

Ort: Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, Boltzmannstr. 22, 14195 Berlin
Zeit: 06.06.2007, 19:00 Uhr

Festival-Camp "9to5. Wir nennen es Arbeit" von 23.-26.08 in Berlin

Vom 23. bis 26. August wird in Berlin das Café St. Oberholz am Rosenthaler Platz wohl geschlossen sein. Warum? Die "Digitale Bohème“ (Wikipedia-Eintrag), welche sich normalerweise im St. Oberholz die Klinke in die Hand drückt, wird an diesen Tagen im Berliner Radialsystem V sein. Dort an der Spree findet nämlich das Festival-Camp “9to5.Wir nennen es Arbeit ” statt.
Ich möchte hier gerade die (bloggenden) Philosophen dazu aufrufen, an diesem Festival teilzunehmen. Das Buch „Wir nennen es Arbeit“ (Amazon-Link) der Organisatoren weist nämlich gerade in den philosophischen, gesellschaftlichen und politischen Auswirkungen des digitalen Arbeits- und Lebensmodells noch große Lücken auf, welche dringend mal genauer betrachtet werden sollten. Außerdem bietet das Programm genügend Freiraum, um spontan mit anderen Teilnehmern des Festivals ein Gehirnstürmen zu den neuesten und ältesten Problemen der Menschheit zu veranstalten. Im einzelnen sehen die „Arbeitszeiten“ dann so aus:
12 bis 21 Uhr: offenes „Großraumbüro“, Meetingpoint, Sonnendeck und eigene Insel auf der Spree
21 bis 0 Uhr: „inhaltliche Formate“
0 bis 5 Uhr: „Aktionsformate“
Ab 5 Uhr: After Work Club
Zum Programm gehören Lesungen, Showcases, Bands, Panels, Shows, Beratung, Theater, Performance, Filme, DJs, Workshops, Live-Arbeit, Spree-Schiffe, Sonnendeck, Hörspiele, Austausch, Vernetzung und mehr.
Ich würde mich sehr freuen, wenn wir Philosophen uns auf der Veranstaltung etwas organisieren könnten, damit es dann auch wirklich zu einem erfolgreichen Arbeiten kommt. 3-Tages-„Katze-im-Sack“-Tickets kosten bis zum 21 Juni übrigens noch 40 Euro. Wer Tipps für Übernachtungsmöglichkeiten braucht, der/die kann sich in den Kommentaren melden.

Flyer als PDF (0,4MB)
Festival-Website: http://9to5.wirnennenesarbeit.de/
Website vom Radialsystem V: http://www.radialsystem.de/

Flyer Festival-Camp "9to5 Wir nennen es Arbeit"

1 2 >>