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Kommentare und Diskussion

Ich möchte an dieser Stelle monieren, was mir schon seit längerem aufstößt. Die verschiedenen Einträge der jeweiligen Autoren werden wenig bis gar nicht kommentiert, und es gibt anscheinend ebenso wenig Diskussionsbedarf. Das aber ist meines Erachtens kein günstiger Nährboden für Philosophie, die vom Konsens und Austausch lebt. Kein Autor ist unfehlbar, und jeder Autor gewinnt etwas, wenn über das, was er denkt und schreibt, nicht nur intern, also durch sich selbst, sondern auch extern reflektiert wird. Oftmals ist man derart befangen in seinem eigenen Denken, dass man nicht bemerkt, wie sich gewisse Fehler einschleichen, die man ausblendet (was ein gewöhnlicher psychologischer Effekt ist, der vor allem daher rührt, dass emotionale Filter des Unterbewusstseins dafür sorgen, dass von den gut 11 Millionen Sinneseindrücken, die pro Sekunde auf uns einströmen, nur die wirklich wichtigen bewusst von uns wahrgenommen werden – freilich mit dem Nachteil, dass auch unsere bewussten Gedanken einiger wichtiger Informationen entbehren).
Es soll kein »obligatorischer Kommentar« eingeführt werden, allein ich wünsche mir sehr, dass wir einander unsere Gedanken zu den Texten der jeweils anderen explizit mittels Kommentaren mitteilen und (auch zu mehreren) miteinander diskutieren.

Permalink 14.11.08    15 Kommentare »

15 Kommentare

Kommentar von: werner [Besucher] E-Mail · http://oxnzeam.de
vielleicht gibt es ja mehr reaktionen auf die hiesigen beiträge als ersichtlich - eine themenbezogene verlinkung/ pingback in anderen blogs ist ja auch ne art kommentar. wird hier aber nicht angezeigt, wie z.b. mein letzter quellverweis auf dürhagers hinweis zur arte-philosophie-sendung unter
http://oxnzeam.de/2008/11/13/artes-philosophie-to-go/
ansonsten stimm ich dir natürlich zu, dass gerade in der minisparte der philosophisch interessierten der diskurs wichtig ist

gruß werner
14.11.08 @ 18:38
Kommentar von: Martin Pöttner [Besucher] E-Mail · http://alltagundphilosophie.de
Philosophie lebt sicher vom Austausch, aber kaum vom Konsens. Und Schweigen könnte ja ein hoffnungsvolles Zeichen von Dissens sein.

mfg mp
14.11.08 @ 20:20
Kommentar von: ms [Besucher] · http://phainomena.de
Ich denke, dass Du ein generelles Problem angesprochen hast, was Blogs, zumal in Deutschland betrifft. Dazu 2 Punkte:

1. Die Akzeptanz von Blogs ist im Allgemeinen nicht besonders gut. Man sollte sich nicht von Besucher-Statistiken verleiten lassen: Die Anzahl der Besucher, die tatsächlich LESEN, dürfte, nach meinem Eindruck, bei den meisten Blogs verschwindend gering sein. (Was ich Eurem Blog freilich weder unterstellen möchte noch wünsche.)

2. Es ist eine kulturelle Eigenart der Deutschen, nicht besonders diskussionsfreudig zu sein. Erschiene Euer Blog im angelsächsischen Raum, hättet Ihr eine deutlich größere Resonanz.
14.11.08 @ 21:16
Kommentar von: drbuffo [Besucher]
Eventuell mal eine Funktionalität beifügen, die die letzten Kommentare finden hilft.
14.11.08 @ 21:24
Kommentar von: Robert Duerhager [Mitglied] E-Mail · http://duerhager.philosophieblog.de
Ich gelobe Besserung.

Was die Funktion "letzte Kommentare" angeht, wäre dessen Umsetzung ein Leichtes. Ich habe aber darauf verzichtet, um die Seite nicht zu überladen.
Vielleicht könnte man stattdessen die Kommentarfunktion etwas hervorheben.
14.11.08 @ 21:56
Kommentar von: Markus Schroer [Mitglied] E-Mail
Um auf irgendeine Weise konstruktiv arbeiten zu können, muss man auch darauf zielen, einen Konsens zu bewirken. Es wird freilich niemals eine völlige Übereinstimmung geben - und falls doch, wäre die Philosophie, die ja bekanntlich nicht der Besitz, sondern das Streben nach Weisheit ist, endgültig tot. So einen Konsens gibt es freilich nirgends, und das ist auch nicht, was ich meine.

Worauf ich mich in allererster Linie bezog, ist die Diskussion innerhalb des Kreises der hier publizierenden Philosophen beziehungsweise derer, die es noch werden wollen. Wenigstens von diesen darf ich doch voraussetzen, dass sie philosophisch interessiert sind. Anscheinend ist jedoch jeder fixiert darauf, salopp gesprochen »sein eigenes Ding zu machen«.
Selbstredend kann man nicht jeden Text sinnvoll kommentieren, sei es aus zeitlichen, sei es aus Interessensgründen. Dessen ungeachtet gebe ich mir Mühe, jeden Text zu lesen und meine Gedanken dazu zu äußern, zumal der jeweilige Autor dadurch Rückmeldung bekommt, welche Teile eventuell neuformuliert oder zumindest geklärt werden müssen, weil sie ein falsches Verständnis hervorrufen.
Meine Hoffnung besteht darin, dass andere meinem Beispiel folgen werden.
14.11.08 @ 23:51
Kommentar von: Robert Duerhager [Mitglied] E-Mail · http://duerhager.philosophieblog.de
Ich freue mich sehr über deinen Vorstoß zur internen Politik des Blogs. Jedes Feedback hilft den Autoren und bietet unseren Lesern weitere Ansätze für eigene Kommentare. An dieser Stelle auch ein Dankeschön an alle unsere Leserinnen und Leser, die schon mal die Kommentarfunktion genutzt haben.

Eine Vermutung von mir ist jedoch, dass das Thema Philosophie an sich einige Leser davon abhält hier zu kommentieren. Diesen soll gesagt sein, dass wir uns über jedes Feedback freuen, seien es nun persönliche Ansichten zum Thema oder fachliche Auseinandersetzungen. (PS: Philosophische Gastbreitäge sind auch möglich!)

Doch zurück zu uns Autoren:
Natürlich soll die Mitarbeit hier nicht in unangenehme Arbeit ausarten, aber wir alle haben das Studium der Philosophie gewählt, weil wir Freude am Thema haben. Diese Freude gilt es nun hier einzubringen, in Form von Beiträgen und Kommentaren.
15.11.08 @ 16:36
Kommentar von: [Mitglied]
Vor die Wahl zwischen Philosophieblogs und Philosophieforen gestellt, bevorzuge ich die Blog-Variante, weil mir im Selbstgespräch bzw. inneren Dialog die philosophische Grundoperation zu liegen scheint - bei aller Offenheit für Gedankenaustausch. Es spricht ja nichts gegen ein angeregtes Nebeneinander von (einsamem) Denken und (dazwischen funkendem) Kommunizieren. Darauf möchte ich es zumindest ankommen lassen, und deshalb bin ich hier recht glücklich.
16.11.08 @ 21:59
Kommentar von: Alexander Hlavac [Mitglied] E-Mail
Obwohl ich noch neu in diesem Kreis bin fühle ich mich doch von der Kritik angesprochen.
ich gehöre auch eher zu denen, die dazu neigen Forenbeiträge und dergleichen zu lesen, aber sich selten dazu äußert.
Allerdings habe ich mit meinem Blog hier meinen Schritt in die Öffentlichkeit des Netzes getan und werde mich so gut ich kann mit einbringen.
Ich selbst habe mich sehr über die Resonanz auf meinen Beitrag gefreut und weis was für eine Motivation sie ist und werde mich dem entsprechend um rege Beteiligung bemühen.
Die angesprochene Enthaltsamkeit was Kommentare angeht ist wohl auf die Verschämtheit zurück zuführe die viele gerade bei philosophische Themen haben.
Man will sich nicht mit unbedachten Äußerungen blamieren und durchscheinen lassen den Sachverhalt nicht zu durchschauen, doch gerade hier sollte man nachfragen!
Das internet gewährleistet wie sonst kaum eine Plattform Anonymität die man ruhig auch nutzen sollte um Fragen zu stellen die man sonnst lieber für sich behalten würde!
Gerade hier herrscht ja nicht das Bedürfnis jemanden bloß zu stellen vor, sondern ein Umfeld konstruktiven Austausches zu fördern.


20.11.08 @ 14:29
Kommentar von: Markus Schroer [Mitglied] E-Mail
Ich muss sagen, dass es mich überrascht, wie viel Diskussionspotential und -bedarf es doch zu geben scheint – dies im Übrigen zu meiner vollsten Zufriedenheit.
21.11.08 @ 16:19
Kommentar von: Westerkamp [Mitglied] E-Mail
Als ganz neues Mitglied hier, dessen erster Beitrag noch nichtmal gepostet ist, kann ich mich hier nur anschließen. Ohne Diskussion ist Philosophie nicht möglich, und ich werde immer versuchen hier fleißig zu kommentieren.
19.12.08 @ 23:21
Kommentar von: qou / [Mitglied] E-Mail
Hallo und Guten Tag!
Ich bin zwar erst seit Heute, bei Philosophie-BLOG registriert. und genau dieser Punkt, der hier angesprochen wird, nämlich die nicht Kommentierung von Beiträgen, hat mich da zu veranlasst. und ich kann dem Blogschreiber, hier nur vollkommen zustimmen und Ihn dahin gehend unterstützen, dass ich es versuche es besser zu machen. GRUND :
Die Kommentare, liefern nicht nur Anregungen, für neue Diskussionen, sondern geben den Autoren auch ein Feedback, was letzten Endes, auch zur Motivation beiträgt und als konstruktive Kritik, für die Autoren, eine große Hilfe und Unterstützung darstellt und so mit, nebenbei auch noch zur Verbesserungen führen kann und wird.
Mit freundlichen Grüßen : SVEN / QOU / VADIS
25.06.09 @ 13:34
Kommentar von: kptn [Besucher]
Möglicherweise wäre ein weniger hochtrabender Stil – auch wenn es dem philosophischen Intellekt schwer fällt - also allgemein verständliche, pragmatische Sprache, der Motivation zum "mitmachen" dienlich. Denn oft erscheint die Artikulation des Gedachten in seiner Form mehr als intellektuelle Positionierung des Autors denn als Basis inhaltlichen Fortschreibens/Weiterdenkens. Alles andere ist Poesie!
14.07.09 @ 16:29
Kommentar von: juliane [Mitglied] E-Mail
Kommentare sind hilfreich und tragen zum Verständnis der Texte bei. Ich bin neu hier und lese bevorzugt Beträge, die auch kommentiert wurden.
24.11.09 @ 08:50
Kommentar von: tripo [Mitglied] E-Mail
Ich denke, gerade in einem Philosophieblog ist es nur recht und billig, individuelle Gepflogenheiten nicht nur zu tolerieren, sondern zu respektieren. Wer lieber schweigt als redet, lieber monologisiert als diskutiert, lieber eigenwillig formuliert als Gemeinplätzchen bäckt, sollte in dieser aus dem üblichen wissenschaftlichen und medialen Rahmen fallenden "Community" nicht an den Rand gedrängt oder gar abqualifiziert werden. Das sage ich, obwohl ich auch selber den Gedankenaustausch suche. Aber hohen Wert lege ich eben zugleich darauf: Philosophie muss kein leutseliges Gewerbe sein.
01.03.10 @ 13:02

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