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		<title>iSophie - der Blog von Robert D&#252;rhager</title>
		<link>http://philosophieblog.de/duerhager/</link>
		<description>Robert D&#252;rhager bloggt &#252;ber Technikphilosophie, Medienphilosophie, Digitale B&#252;rgerrechte, iSophie, Philosophie Studium, Informationsgesellschaft, Datenschutz, Internet, Web2.0, Wissenschaft, Ethik</description>
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				<item>
			<title>Politik in der Nicht-Gesellschaft</title>
			<link>http://philosophieblog.de/duerhager/politik-in-der-nicht-gesellschaft</link>
			<pubDate>Sun, 30 Nov 2008 16:29:42 +0000</pubDate>			<dc:creator>Robert D&#252;rhager</dc:creator>
			<category domain="main">iSophie</category>
<category domain="alt">Verschiedenes</category>			<guid isPermaLink="false">439@http://philosophieblog.de/</guid>
						<description>&lt;div align=&quot;justify&quot;&gt;Bis auf die begriffliche Historie hat die heutige Politik nur noch wenig mit der antiken Polis gemeinsam. &amp;#220;ber 2000 Jahre Geschichte und eine dementsprechend unterschiedliche soziale Wirklichkeit sorgen daf&amp;#252;r, dass heutige Politik auf ganz anderen Institutionen, Prozessen und Inhalten fu&amp;#223;t. Zwar reichen die historischen Wurzeln unserer Demokratie bis zur antiken Polis zur&amp;#252;ck, doch die Bedingungen der Politik haben sich mit jeder zivilisatorischen und kulturellen Entwicklung ver&amp;#228;ndert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dadurch, dass viele Individuen etwas Gemeinsames teilen und an Gemeinsamen teilhaben, bildet sich Zivilisation, Kultur und Gesellschaft. Die soziale Wirklichkeit, also das, was vom Menschen von Zivilisation und Kultur wahrgenommen und f&amp;#252;r wirklich gehalten wird, ist wiederum die Basis f&amp;#252;r die institutionellen (polity), prozessualen (politics) und inhaltlichen (policy) Dimensionen der Politik. Sitten und Normen pr&amp;#228;gen die Rechtsordnung und die Verfassung, nach denen das Zusammenleben der B&amp;#252;rger geordnet und die Institutionen der Macht verfasst werden. Au&amp;#223;erdem setzen sie den Rahmen f&amp;#252;r gesellschaftliche Werte und politische Gemeinwohlvorstellungen, deren institutionellen Vertreter die Parteien sind. Wandelt sich nun die soziale Wirklichkeit, fordert diese Ver&amp;#228;nderung die Politik in all ihren Dimensionen heraus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um die gegenw&amp;#228;rtigen Ver&amp;#228;nderungen der sozialen Wirklichkeit interpretieren zu k&amp;#246;nnen, ist es hilfreich die auf Kant zur&amp;#252;ckgehende Unterscheidung zwischen Zivilisation und Kultur ins Ged&amp;#228;chtnis zu rufen. Technische und wissenschaftliche Errungenschaften sind nach Kant nur zivilisatorische Fortschritte, w&amp;#228;hrend&amp;#160; ein tieferes (moralisches) Selbstverst&amp;#228;ndnis, Aufkl&amp;#228;rung und Humanit&amp;#228;t kulturelle Fortschritte sind. Vergleicht man beide Entwicklungen miteinander, k&amp;#246;nnte man zu der Erkenntnis gelangen, dass der Status quo unseres kulturellen Habitus antiquiert wirkt. So stellt sich dann die Frage, ob zivilisatorischer und kultureller Fortschritt &amp;#252;berhaupt miteinander in Verbindung stehen.&lt;br /&gt;In der Technikphilosophie und Technikgeschichte waren es G&amp;#252;nter Anders und Hans Jonas, die an vielen Beispielen aufgezeigt haben, dass Zivilisation die Kultur zumindest herausfordert. Marshall McLuhans Medientheorie und G&amp;#252;nter Ropohls systemtheoretische Untersuchungen der Technik haben ebenfalls gezeigt, dass Technik und Wissenschaft&amp;#160; eine soziale und kulturelle Dimension besitzen. Schiff-, Zug-, Auto- und Flugverkehr, Buch, Telefon, Radio, TV und Internet, aber auch die Atombombe, Weltraummissionen und die wirtschaftliche Globalisierung wirken alle auf unsere Kultur. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aktuell f&amp;#246;rdern die zunehmende internationale Vernetzung und Kommunikation nicht nur eine globale Identit&amp;#228;t, sondern ebenso ein pluralistisches Weltbild. Die Folge davon ist eine zunehmende Individualisierung bei gleichzeitiger grenz&amp;#252;berschreitender sozialen Partizipation. Die Politik eines Nationalstaats, einer territorialen Gesellschaft verliert hier an Bedeutung, weil die soziale Wirklichkeit der B&amp;#252;rger deren Grenzen &amp;#252;berschreitet. Die M&amp;#246;glichkeiten direkter Partizipation und (globaler) Publikation stellen die Repr&amp;#228;sentationsaufgabe von Parteien und Regierungen in Frage und es wird wohl nicht mehr lange dauern, bis semi-technische Meinungs- und Wissens-Aggregatoren auch eine inhaltliche Konsensbildung &amp;#252;bernehmen k&amp;#246;nnen. &amp;#220;brig bleibt also nur noch das aktive politische Streiten, welches aus Gr&amp;#252;nden der Arbeitsteilung wohl auch in Zukunft Repr&amp;#228;sentanten &amp;#252;bernehmen werden. Doch auf politisches Streiten verstehen sich nicht nur Politiker und Parteien, sondern ebenso Nichtregierungsorganisationen. In einer Nicht-Gesellschaft der Individuen haben die Letztgenannten zudem klare Wettbewerbsvorteile. Eine Nichtregierungsorganisation kann sich auf ein Thema spezialisieren und die jeweiligen Interessen auf jeder politischen Ebene vertreten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch wie steht es mit tieferem (moralischen) Selbstverst&amp;#228;ndnis, Aufkl&amp;#228;rung und Humanit&amp;#228;t? Die Zunahme an verf&amp;#252;gbaren Informationen sorgt im Prinzip f&amp;#252;r eine gr&amp;#246;&amp;#223;ere Transparenz, gleichzeitig jedoch auch f&amp;#252;r eine gr&amp;#246;&amp;#223;ere Informationsdiversit&amp;#228;t. Eine ausgepr&amp;#228;gte Medienkompetenz wird hier zur Schl&amp;#252;sselqualifikation, um den Sturm der Informationen nutzbar machen zu k&amp;#246;nnen. Nutzbar in dem Sinne, als dass durch eine bestimmte Filterung der Informationen eine eigene Position zur sozialen Wirklichkeit aufgebaut werden kann, womit wir beim Thema Identit&amp;#228;t w&amp;#228;ren. Wie oben beschrieben k&amp;#246;nnen nationale Gesellschaften daf&amp;#252;r keine passenden Blaupausen mehr liefern, was dazu f&amp;#252;hrt, dass Individuen sich auf die Suche nach Ersatz-Gesellschaften machen m&amp;#252;ssen. Bewegungen jeder Art bieten sich hierf&amp;#252;r an, seien es Soziale, &amp;#214;kologische, Religi&amp;#246;se oder Nationalistische, gem&amp;#228;&amp;#223;igt bis radikal, offen bis geschlossen. Einige von diesen Bewegungen bieten tats&amp;#228;chlichen kulturellen Fortschritt, andere zielen auf einen R&amp;#252;ckschritt in Zivilisation und Kultur. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zuk&amp;#252;nftige Politik muss in der Lage sein, diese Bewegungen in einen Dialog bringen zu k&amp;#246;nnen. Sie muss global, offen, transparent, vernetzt und vor allem kompetent genug sein, um die Probleme der neuen sozialen Wirklichkeit l&amp;#246;sen zu k&amp;#246;nnen. Und sie muss im hohen Ma&amp;#223;e technisiert sein, um diese Anspr&amp;#252;che praktisch umsetzen zu k&amp;#246;nnen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diskutieren Sie mit: W&amp;#228;re dies eine kosmopolitische, hochtechnisierte, repr&amp;#228;sentativ-demokratische Epistokratie?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Verwandte Beitr&amp;#228;ge von mir:&lt;br /&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;http://www.durch-die-wand.de/index.php/archives/36&quot; target=&quot;_blank&quot; title=&quot;Durch-die-Wand: Politiker im Netz&quot;&gt;Politiker im Netz&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;/duerhager/zum_begriff_globalisierung&quot; title=&quot;iSophie: Zum Begriff Globalisierung&quot;&gt;Zum Begriff Globalisierung&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;/duerhager/die_dialektik_der_globalisierung&quot; title=&quot;iSophie: Die Dialektik der Globalisierung&quot;&gt;Die Dialektik der Globalisierung&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;br /&gt;Weiterf&amp;#252;hrende Links:&lt;br /&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;http://futur.plomlompom.de/archiv/2081/politikmuedigkeit-2-einige-antworten-auf-kommentare&quot; target=&quot;_blank&quot; title=&quot;futur:plom: Politikm&amp;#252;digkeit 2&quot;&gt;Politikm&amp;#252;digkeit #2&lt;/a&gt; &amp;#8211; Subjektives Beispiel f&amp;#252;r eine postnationale politische Identit&amp;#228;t.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;/div&gt;
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&lt;div class=&quot;item_footer&quot;&gt;&lt;p&gt;&lt;small&gt;&lt;a href=&quot;http://philosophieblog.de/duerhager/politik-in-der-nicht-gesellschaft&quot;&gt;Original post&lt;/a&gt; blogged on &lt;a href=&quot;http://duerhager.philosophieblog.de&quot;&gt;iSophie - Der Blog von Robert D&amp;#252;rhager&lt;/a&gt;.&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;</description>
			<content:encoded><![CDATA[<div align="justify">Bis auf die begriffliche Historie hat die heutige Politik nur noch wenig mit der antiken Polis gemeinsam. &#220;ber 2000 Jahre Geschichte und eine dementsprechend unterschiedliche soziale Wirklichkeit sorgen daf&#252;r, dass heutige Politik auf ganz anderen Institutionen, Prozessen und Inhalten fu&#223;t. Zwar reichen die historischen Wurzeln unserer Demokratie bis zur antiken Polis zur&#252;ck, doch die Bedingungen der Politik haben sich mit jeder zivilisatorischen und kulturellen Entwicklung ver&#228;ndert.<br /><br />Dadurch, dass viele Individuen etwas Gemeinsames teilen und an Gemeinsamen teilhaben, bildet sich Zivilisation, Kultur und Gesellschaft. Die soziale Wirklichkeit, also das, was vom Menschen von Zivilisation und Kultur wahrgenommen und f&#252;r wirklich gehalten wird, ist wiederum die Basis f&#252;r die institutionellen (polity), prozessualen (politics) und inhaltlichen (policy) Dimensionen der Politik. Sitten und Normen pr&#228;gen die Rechtsordnung und die Verfassung, nach denen das Zusammenleben der B&#252;rger geordnet und die Institutionen der Macht verfasst werden. Au&#223;erdem setzen sie den Rahmen f&#252;r gesellschaftliche Werte und politische Gemeinwohlvorstellungen, deren institutionellen Vertreter die Parteien sind. Wandelt sich nun die soziale Wirklichkeit, fordert diese Ver&#228;nderung die Politik in all ihren Dimensionen heraus.<br /><br />Um die gegenw&#228;rtigen Ver&#228;nderungen der sozialen Wirklichkeit interpretieren zu k&#246;nnen, ist es hilfreich die auf Kant zur&#252;ckgehende Unterscheidung zwischen Zivilisation und Kultur ins Ged&#228;chtnis zu rufen. Technische und wissenschaftliche Errungenschaften sind nach Kant nur zivilisatorische Fortschritte, w&#228;hrend&#160; ein tieferes (moralisches) Selbstverst&#228;ndnis, Aufkl&#228;rung und Humanit&#228;t kulturelle Fortschritte sind. Vergleicht man beide Entwicklungen miteinander, k&#246;nnte man zu der Erkenntnis gelangen, dass der Status quo unseres kulturellen Habitus antiquiert wirkt. So stellt sich dann die Frage, ob zivilisatorischer und kultureller Fortschritt &#252;berhaupt miteinander in Verbindung stehen.<br />In der Technikphilosophie und Technikgeschichte waren es G&#252;nter Anders und Hans Jonas, die an vielen Beispielen aufgezeigt haben, dass Zivilisation die Kultur zumindest herausfordert. Marshall McLuhans Medientheorie und G&#252;nter Ropohls systemtheoretische Untersuchungen der Technik haben ebenfalls gezeigt, dass Technik und Wissenschaft&#160; eine soziale und kulturelle Dimension besitzen. Schiff-, Zug-, Auto- und Flugverkehr, Buch, Telefon, Radio, TV und Internet, aber auch die Atombombe, Weltraummissionen und die wirtschaftliche Globalisierung wirken alle auf unsere Kultur. <br /><br />Aktuell f&#246;rdern die zunehmende internationale Vernetzung und Kommunikation nicht nur eine globale Identit&#228;t, sondern ebenso ein pluralistisches Weltbild. Die Folge davon ist eine zunehmende Individualisierung bei gleichzeitiger grenz&#252;berschreitender sozialen Partizipation. Die Politik eines Nationalstaats, einer territorialen Gesellschaft verliert hier an Bedeutung, weil die soziale Wirklichkeit der B&#252;rger deren Grenzen &#252;berschreitet. Die M&#246;glichkeiten direkter Partizipation und (globaler) Publikation stellen die Repr&#228;sentationsaufgabe von Parteien und Regierungen in Frage und es wird wohl nicht mehr lange dauern, bis semi-technische Meinungs- und Wissens-Aggregatoren auch eine inhaltliche Konsensbildung &#252;bernehmen k&#246;nnen. &#220;brig bleibt also nur noch das aktive politische Streiten, welches aus Gr&#252;nden der Arbeitsteilung wohl auch in Zukunft Repr&#228;sentanten &#252;bernehmen werden. Doch auf politisches Streiten verstehen sich nicht nur Politiker und Parteien, sondern ebenso Nichtregierungsorganisationen. In einer Nicht-Gesellschaft der Individuen haben die Letztgenannten zudem klare Wettbewerbsvorteile. Eine Nichtregierungsorganisation kann sich auf ein Thema spezialisieren und die jeweiligen Interessen auf jeder politischen Ebene vertreten.<br /><br />Doch wie steht es mit tieferem (moralischen) Selbstverst&#228;ndnis, Aufkl&#228;rung und Humanit&#228;t? Die Zunahme an verf&#252;gbaren Informationen sorgt im Prinzip f&#252;r eine gr&#246;&#223;ere Transparenz, gleichzeitig jedoch auch f&#252;r eine gr&#246;&#223;ere Informationsdiversit&#228;t. Eine ausgepr&#228;gte Medienkompetenz wird hier zur Schl&#252;sselqualifikation, um den Sturm der Informationen nutzbar machen zu k&#246;nnen. Nutzbar in dem Sinne, als dass durch eine bestimmte Filterung der Informationen eine eigene Position zur sozialen Wirklichkeit aufgebaut werden kann, womit wir beim Thema Identit&#228;t w&#228;ren. Wie oben beschrieben k&#246;nnen nationale Gesellschaften daf&#252;r keine passenden Blaupausen mehr liefern, was dazu f&#252;hrt, dass Individuen sich auf die Suche nach Ersatz-Gesellschaften machen m&#252;ssen. Bewegungen jeder Art bieten sich hierf&#252;r an, seien es Soziale, &#214;kologische, Religi&#246;se oder Nationalistische, gem&#228;&#223;igt bis radikal, offen bis geschlossen. Einige von diesen Bewegungen bieten tats&#228;chlichen kulturellen Fortschritt, andere zielen auf einen R&#252;ckschritt in Zivilisation und Kultur. <br /><br />Zuk&#252;nftige Politik muss in der Lage sein, diese Bewegungen in einen Dialog bringen zu k&#246;nnen. Sie muss global, offen, transparent, vernetzt und vor allem kompetent genug sein, um die Probleme der neuen sozialen Wirklichkeit l&#246;sen zu k&#246;nnen. 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<div class="item_footer"><p><small><a href="http://philosophieblog.de/duerhager/politik-in-der-nicht-gesellschaft">Original post</a> blogged on <a href="http://duerhager.philosophieblog.de">iSophie - Der Blog von Robert D&#252;rhager</a>.</small></p></div>]]></content:encoded>
								<comments>http://philosophieblog.de/duerhager/politik-in-der-nicht-gesellschaft#comments</comments>
		</item>
				<item>
			<title>Die Folter der eigenen W&#252;rde</title>
			<link>http://philosophieblog.de/duerhager/die_folter_der_eigenen_wurde</link>
			<pubDate>Sun, 08 Jun 2008 16:53:14 +0000</pubDate>			<dc:creator>Robert D&#252;rhager</dc:creator>
			<category domain="main">Ethik</category>			<guid isPermaLink="false">234@http://philosophieblog.de/</guid>
						<description>&lt;div align=&quot;justify&quot;&gt;Der 10. Dezember 1948 liegt noch keine 60 Jahre zur&amp;#252;ck und die W&amp;#252;rde des Menschen ist in vielen Staaten dieser Welt zum Superlativ zweiter Ordnung geworden. Im Artikel 1 der damals beschlossenen Allgemeinen Erkl&amp;#228;rung der Menschenrechte hei&amp;#223;t es: &lt;em&gt;&amp;#8222;Alle Menschen sind frei und gleich an W&amp;#252;rde und Rechten geboren. [...]&amp;#8220;&lt;/em&gt;. Dieser erste Satz im Artikel 1 setzt die Menschenw&amp;#252;rde als Pr&amp;#228;misse der Menschenrechte absolut und darf deswegen nicht, wie die Menschenrechte als Superlative erster Ordnung, gegen andere normative Anspr&amp;#252;che abgewogen werden. Zwei Dinge sind hier interessant festzustellen: Erstens, dass die Freiheit und W&amp;#252;rde dem Menschen erst ab der Geburt zugesprochen wird, und Zweitens, dass dieser erste Satz nicht alleine den Artikel 1 ausmacht, sondern ihm noch ein zweiter Satz beigestellt wurde. Satz 2 von Artikel 1 lautet: &lt;em&gt;&amp;#8222;Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Br&amp;#252;derlichkeit begegnen.&amp;#8220;&lt;/em&gt; Dies ist keine direkte Pr&amp;#228;misse f&amp;#252;r die Menschenrechte, jedoch eine Pr&amp;#228;misse f&amp;#252;r die Menschenw&amp;#252;rde. Die M&amp;#252;tter und V&amp;#228;ter der Allgemeinen Erkl&amp;#228;rung der Menschenrechte sahen sich also dazu veranlasst die Menschenw&amp;#252;rde zu begr&amp;#252;nden, und dies nicht etwa mit irgendeinem theologischen &amp;#8222;Gottes Ebenbild&amp;#8220;-Argument, sondern mit einer Berufung auf Vernunft und Gewissen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der aktuellen Diskussion steht die Menschenw&amp;#252;rde in vielf&amp;#228;ltiger Kritik. So sei der Begriff der W&amp;#252;rde durch dessen inflation&amp;#228;ren Anwendung bei der Begr&amp;#252;ndung verschiedenster normativer Anspr&amp;#252;che zu einer &amp;#8222;Leerformel&amp;#8220; geworden, mit der nun mehr alles und gleichzeitig nichts begr&amp;#252;ndet werden kann. Menschenw&amp;#252;rde sei weiterhin ein abstraktes und metaphysisches Wort, welches sich auf keinerlei nat&amp;#252;rliche Gesetze zur&amp;#252;ckf&amp;#252;hren l&amp;#228;sst, so dass es als kulturelles Gesetz der Wandelbarkeit unterliegen muss und deshalb in unserem zunehmend empirisch-naturwissenschaftlichen Weltbild die G&amp;#252;ltigkeit verliert. Au&amp;#223;erdem sei Menschenw&amp;#252;rde ein sekularisiertes &amp;#220;berbleibsel unseres christlichen Menschenbildes, dass sich nicht anma&amp;#223;en darf in der globalen und pluralen Welt von heute &amp;#252;berall Beachtung zu finden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich werde hier nicht auf die genannten Kritiken eingehen (was aber gerne in den Kommentaren nachgeholt werden kann), sondern nur die daraus resultierenden Forderungen feststellen. Um Menschenw&amp;#252;rde zeitgem&amp;#228;&amp;#223; nutzen zu d&amp;#252;rfen, bedarf es also einer klaren Definition des Begriffs, weiterhin eine Grundlage auf nat&amp;#252;rliche Gesetze, und letztlich eine vollkommen theologisch unabh&amp;#228;ngige Argumentation. Otfried H&amp;#246;ffe hat dies jedoch vor einigen Tagen ziemlich gut &lt;a href=&quot;http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/wissen/-/id=660374/nid=660374/did=2979404/sszfy0/index.html&quot; target=&quot;_blank&quot; title=&quot;SWR Wissen Aula: Menschenw&amp;#252;rde &amp;#224; la Kant (2)&quot;&gt;bei der SWR Aula anhand von Kant gemacht&lt;/a&gt; (h&amp;#246;re &lt;a href=&quot;http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/wissen/-/id=660374/did=3124240/pv=mplayer/vv=big/nid=660374/1m1pqqk/index.html&quot; title=&quot;Podcast: Ottfried H&amp;#246;ffe zu Menschenw&amp;#252;rde bei Kant&quot;&gt;hier&lt;/a&gt; oder siehe &lt;a href=&quot;http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/wissen/-/id=2979406/property=download/nid=660374/3ef5vn/swr2-wissen-20080203.rtf&quot; target=&quot;_blank&quot; title=&quot;Ottfried H&amp;#246;ffe zu Menschenw&amp;#252;rde bei Kant&quot;&gt;.rtf&lt;/a&gt;), so dass ich mir nun die Freiheit nehme nur auf ihn zu verweisen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unternehmen wir lieber den Versuch uns der Menschenw&amp;#252;rde mal zustimmend zu n&amp;#228;hern und dann zu schauen, ob dadurch vielleicht einige Kritiken obsolet werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Interessant ist n&amp;#228;mlich, dass im Artikel 1 der Allgemeinen Erkl&amp;#228;rung der Menschenrechte v&amp;#246;llig darauf verzichtet wurde sie den Staaten als Aufgabe aufzuerlegen. Statt dessen wird nur auf die einzelnen Menschen eingegangen, welche sich &lt;em&gt;&amp;#8222;.. einander im Geiste der Br&amp;#252;derlichkeit begegnen&amp;#8220;&lt;/em&gt; sollen. Gefordert wird also die Besinnung der Gleichheit im Besitz der F&amp;#228;higkeiten zur Vernunft und Gewissen, welche den Menschen im au&amp;#223;erordentlichen Ma&amp;#223;e von anderen Lebewesen unterscheidet. Damit wird jedoch nicht behauptet, dass Tiere weder Vernunft noch Gewissen haben. Mit der Berufung auf Vernunft und Gewissen wird nur auf die dem Menschen eigene Weite der Freiheit im Entscheiden, die grunds&amp;#228;tzliche F&amp;#228;higkeit zum moralischen Handeln und der ausgepr&amp;#228;gten F&amp;#228;higkeit des kausalen Denkens Bezug genommen - womit dem Menschen jedenfalls immer zugemutet werden kann, sich in gewisser Weite &amp;#252;ber die Konsequenzen der eigenen Handlungen bewusst zu sein. Und dies gilt eben nicht nur f&amp;#252;r die Absch&amp;#228;tzung von zuk&amp;#252;nftigen Konsequenzen, sondern vor allem auch im Anerkennen der Geschichte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So unterschiedlich Kant, Foucault und Schopenhauer auch in der Begr&amp;#252;ndung oder Kritik der Menschenw&amp;#252;rde waren, so einig k&amp;#246;nnten sie doch den folgenden Satz aus einer Vorlesung &amp;#252;ber die Geschichte der Philosophie von Hegel unterschreiben: &lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;&amp;#8222;Was wir geschichtlich sind, der Besitz, der uns, der jetzigen Welt angeh&amp;#246;rt, ist nicht unmittelbar entstanden und nur aus dem Boden der Gegenwart gewachsen, sondern dieser Besitz ist die Erbschaft und das Resultat der Arbeit, und zwar der Arbeit aller vorhergegangenen Generationen des Menschengeschlechts.&amp;#8220;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align=&quot;justify&quot;&gt;Eine solche R&amp;#252;ckbesinnung auf die Menschheitsgeschichte liefert mehr als blo&amp;#223;es historisches Wissen und eine Erkl&amp;#228;rung der gegenw&amp;#228;rtigen Situation. Betreibt man wie Kant und Foucault mal gezielt eine arch&amp;#228;ologische Untersuchung der Vernunft, dann kommt auch die Natur der Vernunft an den Tag. Somit liefert eine Auseinandersetzung mit der Geschichte die nat&amp;#252;rliche Grundlage. Und die Anerkennung der Geschichte als Resultat der Leistungen Einzelner rechtfertigt dann auch den normativen Anspruch der Menschenw&amp;#252;rde. 'Im Sinne der Tradition lichtet sich der Adel des Menschen' &amp;#8211; w&amp;#252;rden die Existenzphilosophen jetzt sagen. So viel Unterschied wir in den einzelnen Zivilisationsgeschichten auch erkennen k&amp;#246;nnen, so viel Verwandtes findet sich auch. Sich &lt;em&gt;&amp;#8222;... im Geiste der Br&amp;#252;derlichkeit begegnen&amp;#8220;&lt;/em&gt; hei&amp;#223;t sich dieser Gleichheit als Menschen im Moment der Geschichte bewusst zu sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Betrachtet man nun die Geschichte der Menschenw&amp;#252;rde seit 1948, so kann man durchaus von einer Erfolgsgeschichte reden, auch wenn aktuell ein Herr Prof. Taureck aus Braunschweig vor ihrer Abschaffung warnt und sich deshalb f&amp;#252;r eine Flucht nach vorn ausspricht. In vielen Staaten dieser Welt wurden tolle Gesetze zur Gleichberechtigung und dem Schutz von Minderheiten erlassen. Doch was wir aus Artikel 1 von oben gelernt haben und was sich z.B. auch darin zeigt, dass beim internationalen Strafgerichtshof die Beteiligten an Verbrechen pers&amp;#246;nlich und unabh&amp;#228;ngig der von ihnen bekleideten &amp;#196;mtern verantwortlich gemacht werden, ist der pers&amp;#246;nliche Gestaltungsauftrag, zu dem die Menschenw&amp;#252;rde jeden einzelnen von uns verpflichtet. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und betrachten wir die Situation hier, dann zeigt sich ein ganz anderes Bild. &lt;em&gt;&amp;quot;Das Haus ist &amp;#8211; zumindest in Friedenszeiten &amp;#8211; der gef&amp;#228;hrlichste Aufenthaltsort f&amp;#252;r Frauen.&amp;quot;&lt;/em&gt; sagte 1998 Susan Moller Okin und bringt es damit auf den Punkt. Gerade in den Bereichen, welche vor Zugriffen des Staates besonders gesch&amp;#252;tzt sind, werden Menschen und mit ihnen die Menschenw&amp;#252;rde immer noch mit F&amp;#252;&amp;#223;en getreten (, wenn nicht noch schlimmer). Hier bedarf es ganz dringend noch mehr pr&amp;#228;ventiver Anstrengungen sowie Aufkl&amp;#228;rung von Seiten der Staaten und Religionen. Doch vor allem sollte den Menschen klar sein, dass es einen Unterschied zwischen Hass und Verachtung gibt, der darin liegt, dass bei der Verachtung auch die Menschenw&amp;#252;rde missachtet wird. Wer Menschen jedoch die Menschenw&amp;#252;rde nicht zusprechen kann, der begeht auch Verrat an seiner eigenen Menschlichkeit. Diese Menschen degradieren sich also selbst und sch&amp;#228;nden damit all die guten Leistungen vergangener Generationen, die geholfen haben unsere Zivilisation ein St&amp;#252;ckchen menschlicher zu machen.&lt;/div&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Weiterf&amp;#252;hrende Links:&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Ulrich Johannes Schneider - &lt;a href=&quot;http://www.archive-der-vergangenheit.de/refer/i_net_1024_vernunft.html&quot; target=&quot;_blank&quot; title=&quot;Philosophische Arch&amp;#228;ologie bei Kant unf Foucault&quot;&gt;Philosophische Arch&amp;#228;ologie und Arch&amp;#228;ologie der Philosophie: Kant und Foucault&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Sidonia Bl&amp;#228;ttler - &lt;a href=&quot;http://www.ai-aktionsnetz-heilberufe.de/docs/texte/texte/weitere_texte/blaettler_2004-menschenrechte_-_frauenrechte.pdf&quot; target=&quot;_blank&quot; title=&quot;Die Rechte von Frauen im Streit zwischen Menschenrechtsuniversalismus und Kulturrelativismus&quot;&gt;Die Rechte von Frauen im Streit zwischen Menschenrechtsuniversalismus und Kulturrelativismus (pdf)&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Armin G. Wildfeuer - &lt;a href=&quot;http://www.perennis.de/public/Publikationen/Dokumente/MW-Leerformel.pdf&quot; target=&quot;_blank&quot; title=&quot;Menschenw&amp;#252;rde - Leerformel oder unverzichtbarer Gedanke&quot;&gt;Menschenw&amp;#252;rde - Leerformel oder unverzichtbarer Gedanke? (pdf)&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;Literatur bei Amazon:&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Michel Foucault - &lt;a href=&quot;http://www.amazon.de/gp/product/3518279564?ie=UTF8&amp;amp;tag=philosophiebl-21&amp;amp;linkCode=as2&amp;amp;camp=1638&amp;amp;creative=6742&amp;amp;creativeASIN=3518279564&quot;&gt;Arch&amp;#228;ologie des Wissens&lt;/a&gt;&lt;img style=&quot;border: medium none  ! important; margin: 0px ! important&quot; src=&quot;http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=philosophiebl-21&amp;amp;l=as2&amp;amp;o=3&amp;amp;a=3518279564&quot; border=&quot;0&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;1&quot; height=&quot;1&quot; /&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Bernhardt H. F. Taureck - &lt;a href=&quot;http://www.amazon.de/gp/product/3939519146?ie=UTF8&amp;amp;tag=philosophiebl-21&amp;amp;linkCode=as2&amp;amp;camp=1638&amp;amp;creative=6742&amp;amp;creativeASIN=3939519146&quot;&gt;Die Menschenw&amp;#252;rde im Zeitalter ihrer Abschaffung. Eine Streitschrift&lt;/a&gt;&lt;img style=&quot;border: medium none  ! important; margin: 0px ! important&quot; src=&quot;http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=philosophiebl-21&amp;amp;l=as2&amp;amp;o=3&amp;amp;a=3939519146&quot; border=&quot;0&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;1&quot; height=&quot;1&quot; /&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Georg Wilhelm Friedrich Hegel -  &lt;a href=&quot;http://www.amazon.de/gp/product/3150048818?ie=UTF8&amp;amp;tag=philosophiebl-21&amp;amp;linkCode=as2&amp;amp;camp=1638&amp;amp;creative=6742&amp;amp;creativeASIN=3150048818&quot;&gt;Vorlesungen &amp;#252;ber die Philosophie der Geschichte&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;Nachtrag vom 21.07.2008:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Willyam von &lt;a href=&quot;http://alteverything.blogspot.com/&quot; target=&quot;_blank&quot; title=&quot;Blog: alt_everything&quot;&gt;alt_everything&lt;/a&gt; hat das Thema aufgegriffen und setzt sich im Beitrag &amp;quot;&lt;a href=&quot;http://alteverything.blogspot.com/2008/07/ex-oriente-lux.html&quot; target=&quot;_blank&quot; title=&quot;alt_everything - ex oriente lux&quot;&gt;Ex oriente Lux?&lt;/a&gt;&amp;quot; kritisch mit den kosmopolitischen Grundlagen der Menschenrechte auseinander. &lt;/p&gt;&lt;div class=&quot;item_footer&quot;&gt;&lt;p&gt;&lt;small&gt;&lt;a href=&quot;http://philosophieblog.de/duerhager/die_folter_der_eigenen_wurde&quot;&gt;Original post&lt;/a&gt; blogged on &lt;a href=&quot;http://duerhager.philosophieblog.de&quot;&gt;iSophie - Der Blog von Robert D&amp;#252;rhager&lt;/a&gt;.&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;</description>
			<content:encoded><![CDATA[<div align="justify">Der 10. Dezember 1948 liegt noch keine 60 Jahre zur&#252;ck und die W&#252;rde des Menschen ist in vielen Staaten dieser Welt zum Superlativ zweiter Ordnung geworden. Im Artikel 1 der damals beschlossenen Allgemeinen Erkl&#228;rung der Menschenrechte hei&#223;t es: <em>&#8222;Alle Menschen sind frei und gleich an W&#252;rde und Rechten geboren. [...]&#8220;</em>. Dieser erste Satz im Artikel 1 setzt die Menschenw&#252;rde als Pr&#228;misse der Menschenrechte absolut und darf deswegen nicht, wie die Menschenrechte als Superlative erster Ordnung, gegen andere normative Anspr&#252;che abgewogen werden. Zwei Dinge sind hier interessant festzustellen: Erstens, dass die Freiheit und W&#252;rde dem Menschen erst ab der Geburt zugesprochen wird, und Zweitens, dass dieser erste Satz nicht alleine den Artikel 1 ausmacht, sondern ihm noch ein zweiter Satz beigestellt wurde. Satz 2 von Artikel 1 lautet: <em>&#8222;Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Br&#252;derlichkeit begegnen.&#8220;</em> Dies ist keine direkte Pr&#228;misse f&#252;r die Menschenrechte, jedoch eine Pr&#228;misse f&#252;r die Menschenw&#252;rde. Die M&#252;tter und V&#228;ter der Allgemeinen Erkl&#228;rung der Menschenrechte sahen sich also dazu veranlasst die Menschenw&#252;rde zu begr&#252;nden, und dies nicht etwa mit irgendeinem theologischen &#8222;Gottes Ebenbild&#8220;-Argument, sondern mit einer Berufung auf Vernunft und Gewissen.<br /><br />In der aktuellen Diskussion steht die Menschenw&#252;rde in vielf&#228;ltiger Kritik. So sei der Begriff der W&#252;rde durch dessen inflation&#228;ren Anwendung bei der Begr&#252;ndung verschiedenster normativer Anspr&#252;che zu einer &#8222;Leerformel&#8220; geworden, mit der nun mehr alles und gleichzeitig nichts begr&#252;ndet werden kann. Menschenw&#252;rde sei weiterhin ein abstraktes und metaphysisches Wort, welches sich auf keinerlei nat&#252;rliche Gesetze zur&#252;ckf&#252;hren l&#228;sst, so dass es als kulturelles Gesetz der Wandelbarkeit unterliegen muss und deshalb in unserem zunehmend empirisch-naturwissenschaftlichen Weltbild die G&#252;ltigkeit verliert. Au&#223;erdem sei Menschenw&#252;rde ein sekularisiertes &#220;berbleibsel unseres christlichen Menschenbildes, dass sich nicht anma&#223;en darf in der globalen und pluralen Welt von heute &#252;berall Beachtung zu finden.<br /><br />Ich werde hier nicht auf die genannten Kritiken eingehen (was aber gerne in den Kommentaren nachgeholt werden kann), sondern nur die daraus resultierenden Forderungen feststellen. Um Menschenw&#252;rde zeitgem&#228;&#223; nutzen zu d&#252;rfen, bedarf es also einer klaren Definition des Begriffs, weiterhin eine Grundlage auf nat&#252;rliche Gesetze, und letztlich eine vollkommen theologisch unabh&#228;ngige Argumentation. Otfried H&#246;ffe hat dies jedoch vor einigen Tagen ziemlich gut <a href="http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/wissen/-/id=660374/nid=660374/did=2979404/sszfy0/index.html" target="_blank" title="SWR Wissen Aula: Menschenw&#252;rde &#224; la Kant (2)">bei der SWR Aula anhand von Kant gemacht</a> (h&#246;re <a href="http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/wissen/-/id=660374/did=3124240/pv=mplayer/vv=big/nid=660374/1m1pqqk/index.html" title="Podcast: Ottfried H&#246;ffe zu Menschenw&#252;rde bei Kant">hier</a> oder siehe <a href="http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/wissen/-/id=2979406/property=download/nid=660374/3ef5vn/swr2-wissen-20080203.rtf" target="_blank" title="Ottfried H&#246;ffe zu Menschenw&#252;rde bei Kant">.rtf</a>), so dass ich mir nun die Freiheit nehme nur auf ihn zu verweisen.<br /><br />Unternehmen wir lieber den Versuch uns der Menschenw&#252;rde mal zustimmend zu n&#228;hern und dann zu schauen, ob dadurch vielleicht einige Kritiken obsolet werden.<br /><br />Interessant ist n&#228;mlich, dass im Artikel 1 der Allgemeinen Erkl&#228;rung der Menschenrechte v&#246;llig darauf verzichtet wurde sie den Staaten als Aufgabe aufzuerlegen. Statt dessen wird nur auf die einzelnen Menschen eingegangen, welche sich <em>&#8222;.. einander im Geiste der Br&#252;derlichkeit begegnen&#8220;</em> sollen. Gefordert wird also die Besinnung der Gleichheit im Besitz der F&#228;higkeiten zur Vernunft und Gewissen, welche den Menschen im au&#223;erordentlichen Ma&#223;e von anderen Lebewesen unterscheidet. Damit wird jedoch nicht behauptet, dass Tiere weder Vernunft noch Gewissen haben. Mit der Berufung auf Vernunft und Gewissen wird nur auf die dem Menschen eigene Weite der Freiheit im Entscheiden, die grunds&#228;tzliche F&#228;higkeit zum moralischen Handeln und der ausgepr&#228;gten F&#228;higkeit des kausalen Denkens Bezug genommen - womit dem Menschen jedenfalls immer zugemutet werden kann, sich in gewisser Weite &#252;ber die Konsequenzen der eigenen Handlungen bewusst zu sein. Und dies gilt eben nicht nur f&#252;r die Absch&#228;tzung von zuk&#252;nftigen Konsequenzen, sondern vor allem auch im Anerkennen der Geschichte. <br /><br />So unterschiedlich Kant, Foucault und Schopenhauer auch in der Begr&#252;ndung oder Kritik der Menschenw&#252;rde waren, so einig k&#246;nnten sie doch den folgenden Satz aus einer Vorlesung &#252;ber die Geschichte der Philosophie von Hegel unterschreiben: <br /><blockquote><p><em>&#8222;Was wir geschichtlich sind, der Besitz, der uns, der jetzigen Welt angeh&#246;rt, ist nicht unmittelbar entstanden und nur aus dem Boden der Gegenwart gewachsen, sondern dieser Besitz ist die Erbschaft und das Resultat der Arbeit, und zwar der Arbeit aller vorhergegangenen Generationen des Menschengeschlechts.&#8220;</em><br /></p></blockquote></div><div align="justify">Eine solche R&#252;ckbesinnung auf die Menschheitsgeschichte liefert mehr als blo&#223;es historisches Wissen und eine Erkl&#228;rung der gegenw&#228;rtigen Situation. Betreibt man wie Kant und Foucault mal gezielt eine arch&#228;ologische Untersuchung der Vernunft, dann kommt auch die Natur der Vernunft an den Tag. Somit liefert eine Auseinandersetzung mit der Geschichte die nat&#252;rliche Grundlage. Und die Anerkennung der Geschichte als Resultat der Leistungen Einzelner rechtfertigt dann auch den normativen Anspruch der Menschenw&#252;rde. 'Im Sinne der Tradition lichtet sich der Adel des Menschen' &#8211; w&#252;rden die Existenzphilosophen jetzt sagen. So viel Unterschied wir in den einzelnen Zivilisationsgeschichten auch erkennen k&#246;nnen, so viel Verwandtes findet sich auch. Sich <em>&#8222;... im Geiste der Br&#252;derlichkeit begegnen&#8220;</em> hei&#223;t sich dieser Gleichheit als Menschen im Moment der Geschichte bewusst zu sein.<br /><br />Betrachtet man nun die Geschichte der Menschenw&#252;rde seit 1948, so kann man durchaus von einer Erfolgsgeschichte reden, auch wenn aktuell ein Herr Prof. Taureck aus Braunschweig vor ihrer Abschaffung warnt und sich deshalb f&#252;r eine Flucht nach vorn ausspricht. In vielen Staaten dieser Welt wurden tolle Gesetze zur Gleichberechtigung und dem Schutz von Minderheiten erlassen. Doch was wir aus Artikel 1 von oben gelernt haben und was sich z.B. auch darin zeigt, dass beim internationalen Strafgerichtshof die Beteiligten an Verbrechen pers&#246;nlich und unabh&#228;ngig der von ihnen bekleideten &#196;mtern verantwortlich gemacht werden, ist der pers&#246;nliche Gestaltungsauftrag, zu dem die Menschenw&#252;rde jeden einzelnen von uns verpflichtet. <br /><br />Und betrachten wir die Situation hier, dann zeigt sich ein ganz anderes Bild. <em>&quot;Das Haus ist &#8211; zumindest in Friedenszeiten &#8211; der gef&#228;hrlichste Aufenthaltsort f&#252;r Frauen.&quot;</em> sagte 1998 Susan Moller Okin und bringt es damit auf den Punkt. Gerade in den Bereichen, welche vor Zugriffen des Staates besonders gesch&#252;tzt sind, werden Menschen und mit ihnen die Menschenw&#252;rde immer noch mit F&#252;&#223;en getreten (, wenn nicht noch schlimmer). Hier bedarf es ganz dringend noch mehr pr&#228;ventiver Anstrengungen sowie Aufkl&#228;rung von Seiten der Staaten und Religionen. Doch vor allem sollte den Menschen klar sein, dass es einen Unterschied zwischen Hass und Verachtung gibt, der darin liegt, dass bei der Verachtung auch die Menschenw&#252;rde missachtet wird. Wer Menschen jedoch die Menschenw&#252;rde nicht zusprechen kann, der begeht auch Verrat an seiner eigenen Menschlichkeit. Diese Menschen degradieren sich also selbst und sch&#228;nden damit all die guten Leistungen vergangener Generationen, die geholfen haben unsere Zivilisation ein St&#252;ckchen menschlicher zu machen.</div><p><br />Weiterf&#252;hrende Links:<br /></p><ul><li>Ulrich Johannes Schneider - <a href="http://www.archive-der-vergangenheit.de/refer/i_net_1024_vernunft.html" target="_blank" title="Philosophische Arch&#228;ologie bei Kant unf Foucault">Philosophische Arch&#228;ologie und Arch&#228;ologie der Philosophie: Kant und Foucault</a></li><li>Sidonia Bl&#228;ttler - <a href="http://www.ai-aktionsnetz-heilberufe.de/docs/texte/texte/weitere_texte/blaettler_2004-menschenrechte_-_frauenrechte.pdf" target="_blank" title="Die Rechte von Frauen im Streit zwischen Menschenrechtsuniversalismus und Kulturrelativismus">Die Rechte von Frauen im Streit zwischen Menschenrechtsuniversalismus und Kulturrelativismus (pdf)</a></li><li>Armin G. Wildfeuer - <a href="http://www.perennis.de/public/Publikationen/Dokumente/MW-Leerformel.pdf" target="_blank" title="Menschenw&#252;rde - Leerformel oder unverzichtbarer Gedanke">Menschenw&#252;rde - Leerformel oder unverzichtbarer Gedanke? (pdf)</a></li></ul><p>Literatur bei Amazon:<br /></p><ul><li>Michel Foucault - <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3518279564?ie=UTF8&amp;tag=philosophiebl-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3518279564">Arch&#228;ologie des Wissens</a><img style="border: medium none  ! important; margin: 0px ! important" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=philosophiebl-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3518279564" border="0" alt="" width="1" height="1" /></li><li>Bernhardt H. F. Taureck - <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3939519146?ie=UTF8&amp;tag=philosophiebl-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3939519146">Die Menschenw&#252;rde im Zeitalter ihrer Abschaffung. Eine Streitschrift</a><img style="border: medium none  ! important; margin: 0px ! important" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=philosophiebl-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3939519146" border="0" alt="" width="1" height="1" /></li><li>Georg Wilhelm Friedrich Hegel -  <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3150048818?ie=UTF8&amp;tag=philosophiebl-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3150048818">Vorlesungen &#252;ber die Philosophie der Geschichte</a></li></ul><p>Nachtrag vom 21.07.2008:</p><p>Willyam von <a href="http://alteverything.blogspot.com/" target="_blank" title="Blog: alt_everything">alt_everything</a> hat das Thema aufgegriffen und setzt sich im Beitrag &quot;<a href="http://alteverything.blogspot.com/2008/07/ex-oriente-lux.html" target="_blank" title="alt_everything - ex oriente lux">Ex oriente Lux?</a>&quot; kritisch mit den kosmopolitischen Grundlagen der Menschenrechte auseinander. </p><div class="item_footer"><p><small><a href="http://philosophieblog.de/duerhager/die_folter_der_eigenen_wurde">Original post</a> blogged on <a href="http://duerhager.philosophieblog.de">iSophie - Der Blog von Robert D&#252;rhager</a>.</small></p></div>]]></content:encoded>
								<comments>http://philosophieblog.de/duerhager/die_folter_der_eigenen_wurde#comments</comments>
		</item>
				<item>
			<title>Deutscher Kulturrat &#252;ber die Neuen Medien: &#8222;Eine neue Dimension von Kultur&#8220;</title>
			<link>http://philosophieblog.de/duerhager/deutscher_kulturrat_uber_die_neuen_medie</link>
			<pubDate>Thu, 08 May 2008 16:43:45 +0000</pubDate>			<dc:creator>Robert D&#252;rhager</dc:creator>
			<category domain="main">iSophie</category>			<guid isPermaLink="false">231@http://philosophieblog.de/</guid>
						<description>&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;&amp;#8222;Seit der Einf&amp;#252;hrung [...] des so genannten Web 2.0, bei dem die Internetbenutzer eigene Medieninhalte produzieren, ins Netz stellen und somit neue selbstorganisierte Kommunikationsprozesse stattfinden, produzieren die Internetnutzer eine neue Dimension von Kultur.&amp;#8220;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div align=&quot;justify&quot;&gt;Diese Feststellung, welche der &lt;a href=&quot;http://www.kulturrat.de/&quot; target=&quot;_blank&quot; title=&quot;Homepage des deutschen Kulturrats e.V.&quot;&gt;deutsche Kulturrat&lt;/a&gt; so einfach als Pr&amp;#228;misse in seiner &lt;a href=&quot;http://www.kulturrat.de/detail.php?detail=1285&amp;amp;rubrik=4&quot; target=&quot;_blank&quot; title=&quot;Neue Medien: Eine Herausforderung f&amp;#252;r die kulturelle Bildung - Stellungnahme des Deutschen Kulturrates&quot;&gt;Stellungnahme zu den neuen Medien&lt;/a&gt; in den Raum stellt, ist f&amp;#252;r Internetaktivisten die t&amp;#228;gliche Motivation f&amp;#252;r ihren Kampf gegen die Windm&amp;#252;hlen der Internetzweifler. In Wirklichkeit ist die Aussage von oben n&amp;#228;mlich eine Konklusion, deren Vermittlung  Vorbilder wie der Wikipedia-Gr&amp;#252;nder &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Jimmy_Wales&quot; target=&quot;_blank&quot; title=&quot;Wikipedia: Jimmy Wales&quot;&gt;Jimmy Wales&lt;/a&gt; und der &lt;a href=&quot;http://de.creativecommons.org/&quot; target=&quot;_blank&quot; title=&quot;Homepage der Creative Commons Deutschland&quot;&gt;Creative-Commons&lt;/a&gt;-Erfinder &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Lawrence_Lessig&quot; target=&quot;_blank&quot; title=&quot;Wikipedia: Lauwrence Lessig&quot;&gt;Lawrence Lessig&lt;/a&gt; ihr Leben gewidmet haben. &lt;br /&gt;Das Problem mit der Feststellung des Kulturrats ist, dass deren Wahrheit nur schwer erkennbar ist. Selbst regelm&amp;#228;&amp;#223;iges Surfen im Internet reicht nicht aus, um dem Surfer auch nur ansatzweise die Erkenntnis einer neuen Dimension von Kultur zu vermitteln. Wie bei der &lt;a href=&quot;http://netzpolitik.org/2008/schutz-der-privatheit-informationsgesellschaft-ohne-tabu/&quot; target=&quot;_blank&quot; title=&quot;Netzpolitik.org &amp;#252;ber die Podiumsdiskussion &amp;quot;Schutz der Privatheit&amp;quot;&quot;&gt;Podiumsdiskussion zum Thema &amp;#8222;Schutz der Privatheit&amp;#8220;&lt;/a&gt; (gesendet von Phoenix am 25.April) wird hierzu oft das fehlende technische Verst&amp;#228;ndnis der Internet-Laien als Begr&amp;#252;ndung f&amp;#252;r das Unverst&amp;#228;ndnis der Internetkultur vorgeschoben und selbst die Gegenargumentation vom erfahrenen Internetnutzer Andreas Bogk (&lt;a href=&quot;http://www.ccc.de/&quot; target=&quot;_blank&quot; title=&quot;Homepage des CCC&quot;&gt;Chaos Computer Club&lt;/a&gt;) konnte diesmal nichts daran &amp;#228;ndern. &lt;br /&gt;Mit der Ausrede des fehlenden technischen Verst&amp;#228;ndnisses der Neuen Medien machen es sich Politiker und Journalisten extrem einfach, ihre Faulheit bei der Besch&amp;#228;ftigung mit den Neuen Medien zu rechtfertigen. Denn wer kann schon von Menschen verlangen, sich mit der Internetkultur auseinander zu setzen, wenn sie nach eigener Aussage zu dumm sind die technischen Grundlagen zu verstehen. Dabei wei&amp;#223; jeder Web2.0-Nutzer, der die technischen Verst&amp;#228;ndnish&amp;#252;rden von Weblogs und Social Networks kennt, dass diese einfacher zu handhaben sind als Fahrkartenautomaten der deutschen Bahn. &lt;br /&gt;Doch woran scheitert dann die Vermittlung des Verst&amp;#228;ndnisses der Internetkultur? Nun, nach den mir anvertrauten vielf&amp;#228;ltigen Erfahrungen von Internetaktivisten ist es einfach eine Frage nach der aktiven Nutzung von Neuen Medien, wobei die Betonung hier auf &amp;#8222;aktiv&amp;#8220; liegt. Denn es ist ein gro&amp;#223;er qualitativer Unterschied, ob man im Netz nur &amp;#8222;liest&amp;#8220; oder auch &amp;#8222;schreibt&amp;#8220;. So ist es nicht verwunderlich, dass der deutsche Kulturrat in seiner Stellungnahme neben der &lt;strong&gt;Forderung nach einer verst&amp;#228;rkten Nutzung der Neuen Medien&lt;/strong&gt; in Familien, Kindertageseinrichtungen, au&amp;#223;erschulischen Kinder- und Jugendbildung und Erwachsenenbildung auch die Vermittlung von Kenntnissen zur ihrer &lt;strong&gt;aktiven Nutzung&lt;/strong&gt; fordert, damit &amp;#252;berhaupt eine Partizipation an dem im Einfluss wachsenden Kulturraum des Internets m&amp;#246;glich ist.&lt;br /&gt;Die oft kritisch betrachtete Selbstdarstellung in Weblogs und Social Networks f&amp;#252;hrt n&amp;#228;mlich dazu, dass die Nutzer der Neuen Medien sich (oft zum ersten Mal &amp;#252;berhaupt) eine Identit&amp;#228;t aufbauen. W&amp;#252;rden die oben genannten Politiker und Journalisten sich durch ihre gar nicht vorhandene bis passive Nutzung der Neuen Medien nicht dieser Erfahrung widersetzen, h&amp;#228;tten auch sie durch die Bildung ihrer (digitalen) Identit&amp;#228;t die M&amp;#246;glichkeit die Kultur des Internets zu erfahren.  So findet der deutsche Kulturrat neben der Erkenntnis, dass nur durch die aktive Nutzung der neuen Medien und der mit ihr verbundenen Identit&amp;#228;tsbildung die Partizipation an dem Kulturraum des Internets erst m&amp;#246;glich ist, dann zuf&amp;#228;llig und unbewusst auch noch eine L&amp;#246;sung zu der Sinn-Krise in unserer postmodernen Gesellschaft: &lt;/div&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;div align=&quot;justify&quot;&gt;&lt;em&gt;&amp;#8222;Durch die vielf&amp;#228;ltigen M&amp;#246;glichkeiten, sich als Produzent von Kunst und Kultur im Internet frei darzustellen, wird das Internet auch zu einem identit&amp;#228;tsstiftenden Medium.&amp;quot;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div align=&quot;justify&quot;&gt;Na, wenn das mal keine positive Stellungnahme zu den Neuen Medien ist! &lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;item_footer&quot;&gt;&lt;p&gt;&lt;small&gt;&lt;a href=&quot;http://philosophieblog.de/duerhager/deutscher_kulturrat_uber_die_neuen_medie&quot;&gt;Original post&lt;/a&gt; blogged on &lt;a href=&quot;http://duerhager.philosophieblog.de&quot;&gt;iSophie - Der Blog von Robert D&amp;#252;rhager&lt;/a&gt;.&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;</description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><em>&#8222;Seit der Einf&#252;hrung [...] des so genannten Web 2.0, bei dem die Internetbenutzer eigene Medieninhalte produzieren, ins Netz stellen und somit neue selbstorganisierte Kommunikationsprozesse stattfinden, produzieren die Internetnutzer eine neue Dimension von Kultur.&#8220;</em></p></blockquote><div align="justify">Diese Feststellung, welche der <a href="http://www.kulturrat.de/" target="_blank" title="Homepage des deutschen Kulturrats e.V.">deutsche Kulturrat</a> so einfach als Pr&#228;misse in seiner <a href="http://www.kulturrat.de/detail.php?detail=1285&amp;rubrik=4" target="_blank" title="Neue Medien: Eine Herausforderung f&#252;r die kulturelle Bildung - Stellungnahme des Deutschen Kulturrates">Stellungnahme zu den neuen Medien</a> in den Raum stellt, ist f&#252;r Internetaktivisten die t&#228;gliche Motivation f&#252;r ihren Kampf gegen die Windm&#252;hlen der Internetzweifler. In Wirklichkeit ist die Aussage von oben n&#228;mlich eine Konklusion, deren Vermittlung  Vorbilder wie der Wikipedia-Gr&#252;nder <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jimmy_Wales" target="_blank" title="Wikipedia: Jimmy Wales">Jimmy Wales</a> und der <a href="http://de.creativecommons.org/" target="_blank" title="Homepage der Creative Commons Deutschland">Creative-Commons</a>-Erfinder <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lawrence_Lessig" target="_blank" title="Wikipedia: Lauwrence Lessig">Lawrence Lessig</a> ihr Leben gewidmet haben. <br />Das Problem mit der Feststellung des Kulturrats ist, dass deren Wahrheit nur schwer erkennbar ist. Selbst regelm&#228;&#223;iges Surfen im Internet reicht nicht aus, um dem Surfer auch nur ansatzweise die Erkenntnis einer neuen Dimension von Kultur zu vermitteln. Wie bei der <a href="http://netzpolitik.org/2008/schutz-der-privatheit-informationsgesellschaft-ohne-tabu/" target="_blank" title="Netzpolitik.org &#252;ber die Podiumsdiskussion &quot;Schutz der Privatheit&quot;">Podiumsdiskussion zum Thema &#8222;Schutz der Privatheit&#8220;</a> (gesendet von Phoenix am 25.April) wird hierzu oft das fehlende technische Verst&#228;ndnis der Internet-Laien als Begr&#252;ndung f&#252;r das Unverst&#228;ndnis der Internetkultur vorgeschoben und selbst die Gegenargumentation vom erfahrenen Internetnutzer Andreas Bogk (<a href="http://www.ccc.de/" target="_blank" title="Homepage des CCC">Chaos Computer Club</a>) konnte diesmal nichts daran &#228;ndern. <br />Mit der Ausrede des fehlenden technischen Verst&#228;ndnisses der Neuen Medien machen es sich Politiker und Journalisten extrem einfach, ihre Faulheit bei der Besch&#228;ftigung mit den Neuen Medien zu rechtfertigen. Denn wer kann schon von Menschen verlangen, sich mit der Internetkultur auseinander zu setzen, wenn sie nach eigener Aussage zu dumm sind die technischen Grundlagen zu verstehen. Dabei wei&#223; jeder Web2.0-Nutzer, der die technischen Verst&#228;ndnish&#252;rden von Weblogs und Social Networks kennt, dass diese einfacher zu handhaben sind als Fahrkartenautomaten der deutschen Bahn. <br />Doch woran scheitert dann die Vermittlung des Verst&#228;ndnisses der Internetkultur? Nun, nach den mir anvertrauten vielf&#228;ltigen Erfahrungen von Internetaktivisten ist es einfach eine Frage nach der aktiven Nutzung von Neuen Medien, wobei die Betonung hier auf &#8222;aktiv&#8220; liegt. Denn es ist ein gro&#223;er qualitativer Unterschied, ob man im Netz nur &#8222;liest&#8220; oder auch &#8222;schreibt&#8220;. So ist es nicht verwunderlich, dass der deutsche Kulturrat in seiner Stellungnahme neben der <strong>Forderung nach einer verst&#228;rkten Nutzung der Neuen Medien</strong> in Familien, Kindertageseinrichtungen, au&#223;erschulischen Kinder- und Jugendbildung und Erwachsenenbildung auch die Vermittlung von Kenntnissen zur ihrer <strong>aktiven Nutzung</strong> fordert, damit &#252;berhaupt eine Partizipation an dem im Einfluss wachsenden Kulturraum des Internets m&#246;glich ist.<br />Die oft kritisch betrachtete Selbstdarstellung in Weblogs und Social Networks f&#252;hrt n&#228;mlich dazu, dass die Nutzer der Neuen Medien sich (oft zum ersten Mal &#252;berhaupt) eine Identit&#228;t aufbauen. W&#252;rden die oben genannten Politiker und Journalisten sich durch ihre gar nicht vorhandene bis passive Nutzung der Neuen Medien nicht dieser Erfahrung widersetzen, h&#228;tten auch sie durch die Bildung ihrer (digitalen) Identit&#228;t die M&#246;glichkeit die Kultur des Internets zu erfahren.  So findet der deutsche Kulturrat neben der Erkenntnis, dass nur durch die aktive Nutzung der neuen Medien und der mit ihr verbundenen Identit&#228;tsbildung die Partizipation an dem Kulturraum des Internets erst m&#246;glich ist, dann zuf&#228;llig und unbewusst auch noch eine L&#246;sung zu der Sinn-Krise in unserer postmodernen Gesellschaft: </div><blockquote><div align="justify"><em>&#8222;Durch die vielf&#228;ltigen M&#246;glichkeiten, sich als Produzent von Kunst und Kultur im Internet frei darzustellen, wird das Internet auch zu einem identit&#228;tsstiftenden Medium.&quot;</em></div></blockquote><div align="justify">Na, wenn das mal keine positive Stellungnahme zu den Neuen Medien ist! </div><div class="item_footer"><p><small><a href="http://philosophieblog.de/duerhager/deutscher_kulturrat_uber_die_neuen_medie">Original post</a> blogged on <a href="http://duerhager.philosophieblog.de">iSophie - Der Blog von Robert D&#252;rhager</a>.</small></p></div>]]></content:encoded>
								<comments>http://philosophieblog.de/duerhager/deutscher_kulturrat_uber_die_neuen_medie#comments</comments>
		</item>
				<item>
			<title>Open Source Programm zum Argumentieren - Argunet</title>
			<link>http://philosophieblog.de/duerhager/open_source_programm_zum_argumentieren_a</link>
			<pubDate>Tue, 29 Apr 2008 19:44:27 +0000</pubDate>			<dc:creator>Robert D&#252;rhager</dc:creator>
			<category domain="alt">iSophie</category>
<category domain="main">Verlautbarung</category>			<guid isPermaLink="false">227@http://philosophieblog.de/</guid>
						<description>&lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Wer schon immer Schwierigkeiten damit hatte Argumentations-Ketten zu rekonstruieren, dem kann ich nur &lt;a href=&quot;http://www.argunet.org/&quot; title=&quot;argunet.org&quot;&gt;Argunet&lt;/a&gt; empfehlen. Das am Philosophischen Institut der Freien Universit&amp;#228;t Berlin entwickelte freie Open Source Programm, an dem u.A. die Philosophen &lt;a href=&quot;http://userpage.fu-berlin.de/~ggbetz/&quot; target=&quot;_blank&quot; title=&quot;FU-Berlin: Dr. Gregor Betz&quot;&gt;Dr. Gregor Betz&lt;/a&gt; und Christian Voigt (&lt;a href=&quot;http://www.sprechblase.org/&quot; target=&quot;_blank&quot; title=&quot;Sprechblase.org&quot;&gt;Blog&lt;/a&gt;) beteiligt sind, hat mit der aktuellen Version 1.0 nun offizell die Beta-Phase hinter sich gelassen und wurde promt von der FU-Berlin mit dem &lt;a href=&quot;http://www.argunet.org/2008/03/14/argunet-wins-fu-e-learning-award/&quot; target=&quot;_blank&quot; title=&quot;Argunet gewinnt FU-Berlin e-Learning Award&quot;&gt;e-Learning Award ausgezeichnet&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;&lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Argunet wurde speziell f&amp;#252;r die Erstellung von Argument-Landkarten entwickeln und ist dabei fast so einfach zu bedienen wie ein Mind-Mapping-Tool. W&amp;#228;hrend Mind-Mapping-Tools jedoch viel allgemeiner gedankliche Zusammenh&amp;#228;nge abbilden, hat sich das Argument-Mapping-Tool darauf spezialisiert Argumentationen logisch und argumentationstheoretisch zu rekonstruieren, so dass mit Hilfe von Argument-Landkarten die Gr&amp;#252;nde f&amp;#252;r und wider einer (oder mehrere) umstrittenen Thesen sichtbar gemacht werden k&amp;#246;nnen. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass eine solche Argument-Landkarte ungeheuer hilfreich bei komplexen Diskussionen sein kann. Die Argumentation ganzer B&amp;#252;cher k&amp;#246;nnen mit diesem Tool rekonstruiert und anschlie&amp;#223;end analysiert werden.&lt;/p&gt;&lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Da die Rekonstruktion der Argumente komplexer Themen jedoch selbst kein einfaches Unterfangen ist, bietet Argunet die M&amp;#246;glichkeit an, auch im Team online die Argument-Landkarten zu bearbeiten. Und bei Schwierigkeiten bietet vier Tutorials auf &lt;a href=&quot;http://www.argunet.org/working-with-argunet/nl/de/&quot; target=&quot;_blank&quot; title=&quot;Argunet-Hilfe&quot;&gt;Deutsch&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;http://www.argunet.org/working-with-argunet/&quot; target=&quot;_blank&quot; title=&quot;Argunet-Help&quot;&gt;English&lt;/a&gt; schnelle Hilfe.&lt;/p&gt;&lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Link: &lt;a href=&quot;http://www.argunet.org/&quot; target=&quot;_blank&quot; title=&quot;Argunet.org&quot;&gt;Argunet&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;PS: Alle auf dem Server von Argunet erstellten &amp;#246;ffentlichen Argumentations-Landkarten stehen unter der &amp;quot;CreativeCommons - Namensnennung-3.0 - Lizenz&amp;quot;. Die Entscheidung f&amp;#252;r diese wissenschaftstaugliche Lizenz kann ich nur begr&amp;#252;&amp;#223;en.&lt;/p&gt;&lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Screenshots: (von Argunet.org)&lt;/p&gt;&lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.argunet.org/wp-content/uploads/2008/03/screenshot11.jpg&quot; target=&quot;_blank&quot; title=&quot;Argunet Screenshot 1&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.argunet.org/wp-content/uploads/2008/03/screenshot11.thumbnail.jpg&quot; alt=&quot;Argunet Screenshot 1&quot; title=&quot;Argunet Screenshot 1&quot; width=&quot;128&quot; height=&quot;79&quot; /&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;http://www.argunet.org/wp-content/uploads/2008/03/screenshot03.jpg&quot; target=&quot;_blank&quot; title=&quot;Argunet Screenshot 3&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.argunet.org/wp-content/uploads/2008/03/screenshot03.thumbnail.jpg&quot; alt=&quot;Argunet Screenshot 3&quot; title=&quot;Argunet Screenshot 3&quot; width=&quot;128&quot; height=&quot;77&quot; /&gt;&lt;/a&gt; &lt;/p&gt;&lt;div class=&quot;item_footer&quot;&gt;&lt;p&gt;&lt;small&gt;&lt;a href=&quot;http://philosophieblog.de/duerhager/open_source_programm_zum_argumentieren_a&quot;&gt;Original post&lt;/a&gt; blogged on &lt;a href=&quot;http://duerhager.philosophieblog.de&quot;&gt;iSophie - Der Blog von Robert D&amp;#252;rhager&lt;/a&gt;.&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="justify">Wer schon immer Schwierigkeiten damit hatte Argumentations-Ketten zu rekonstruieren, dem kann ich nur <a href="http://www.argunet.org/" title="argunet.org">Argunet</a> empfehlen. Das am Philosophischen Institut der Freien Universit&#228;t Berlin entwickelte freie Open Source Programm, an dem u.A. die Philosophen <a href="http://userpage.fu-berlin.de/~ggbetz/" target="_blank" title="FU-Berlin: Dr. Gregor Betz">Dr. Gregor Betz</a> und Christian Voigt (<a href="http://www.sprechblase.org/" target="_blank" title="Sprechblase.org">Blog</a>) beteiligt sind, hat mit der aktuellen Version 1.0 nun offizell die Beta-Phase hinter sich gelassen und wurde promt von der FU-Berlin mit dem <a href="http://www.argunet.org/2008/03/14/argunet-wins-fu-e-learning-award/" target="_blank" title="Argunet gewinnt FU-Berlin e-Learning Award">e-Learning Award ausgezeichnet</a>.</p><p align="justify">Argunet wurde speziell f&#252;r die Erstellung von Argument-Landkarten entwickeln und ist dabei fast so einfach zu bedienen wie ein Mind-Mapping-Tool. W&#228;hrend Mind-Mapping-Tools jedoch viel allgemeiner gedankliche Zusammenh&#228;nge abbilden, hat sich das Argument-Mapping-Tool darauf spezialisiert Argumentationen logisch und argumentationstheoretisch zu rekonstruieren, so dass mit Hilfe von Argument-Landkarten die Gr&#252;nde f&#252;r und wider einer (oder mehrere) umstrittenen Thesen sichtbar gemacht werden k&#246;nnen. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass eine solche Argument-Landkarte ungeheuer hilfreich bei komplexen Diskussionen sein kann. Die Argumentation ganzer B&#252;cher k&#246;nnen mit diesem Tool rekonstruiert und anschlie&#223;end analysiert werden.</p><p align="justify">Da die Rekonstruktion der Argumente komplexer Themen jedoch selbst kein einfaches Unterfangen ist, bietet Argunet die M&#246;glichkeit an, auch im Team online die Argument-Landkarten zu bearbeiten. Und bei Schwierigkeiten bietet vier Tutorials auf <a href="http://www.argunet.org/working-with-argunet/nl/de/" target="_blank" title="Argunet-Hilfe">Deutsch</a> und <a href="http://www.argunet.org/working-with-argunet/" target="_blank" title="Argunet-Help">English</a> schnelle Hilfe.</p><p align="justify">Link: <a href="http://www.argunet.org/" target="_blank" title="Argunet.org">Argunet</a></p><p align="justify">PS: Alle auf dem Server von Argunet erstellten &#246;ffentlichen Argumentations-Landkarten stehen unter der &quot;CreativeCommons - Namensnennung-3.0 - Lizenz&quot;. Die Entscheidung f&#252;r diese wissenschaftstaugliche Lizenz kann ich nur begr&#252;&#223;en.</p><p align="justify">Screenshots: (von Argunet.org)</p><p align="justify"><a href="http://www.argunet.org/wp-content/uploads/2008/03/screenshot11.jpg" target="_blank" title="Argunet Screenshot 1"><img src="http://www.argunet.org/wp-content/uploads/2008/03/screenshot11.thumbnail.jpg" alt="Argunet Screenshot 1" title="Argunet Screenshot 1" width="128" height="79" /></a> <a href="http://www.argunet.org/wp-content/uploads/2008/03/screenshot03.jpg" target="_blank" title="Argunet Screenshot 3"><img src="http://www.argunet.org/wp-content/uploads/2008/03/screenshot03.thumbnail.jpg" alt="Argunet Screenshot 3" title="Argunet Screenshot 3" width="128" height="77" /></a> </p><div class="item_footer"><p><small><a href="http://philosophieblog.de/duerhager/open_source_programm_zum_argumentieren_a">Original post</a> blogged on <a href="http://duerhager.philosophieblog.de">iSophie - Der Blog von Robert D&#252;rhager</a>.</small></p></div>]]></content:encoded>
								<comments>http://philosophieblog.de/duerhager/open_source_programm_zum_argumentieren_a#comments</comments>
		</item>
				<item>
			<title>Politisch aktive Philosophen - Zeit f&#252;r Allmende</title>
			<link>http://philosophieblog.de/duerhager/politisch_aktive_philosophen_zeit_fur_al</link>
			<pubDate>Tue, 29 Apr 2008 18:17:53 +0000</pubDate>			<dc:creator>Robert D&#252;rhager</dc:creator>
			<category domain="main">Verlautbarung</category>			<guid isPermaLink="false">226@http://philosophieblog.de/</guid>
						<description>&lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Die &lt;a href=&quot;http://www.kantstiftung.de/&quot; target=&quot;_blank&quot; title=&quot;Freiburger Kantstiftung&quot;&gt;Freiburger Kantstiftung&lt;/a&gt; befasst sich mit dem brisanten Thema der Allmende (&lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Allmende&quot; target=&quot;_blank&quot; title=&quot;Wikipedia: Allmende&quot;&gt;Wikipedia-Link&lt;/a&gt;). Hierzu hat sie ein &lt;a href=&quot;http://www.kantstiftung.de/pdf/BonnerManifest.pdf&quot; target=&quot;_blank&quot; title=&quot;PDF: Bonner Manifest der Freiburger Kantstiftung&quot;&gt;Manifest&lt;/a&gt; erstellt, welches vierzehn konkrete politische Forderungen enth&amp;#228;lt. Dabei behandelt die Kantstiftung jedoch nicht nur die nat&amp;#252;rlichen Gemeinschaftsg&amp;#252;ter, sondern z&amp;#228;hlt unter den sicherzustellenden Lebensgrundlagen auch kulturelle und sozio&amp;#246;konomische Ressourcen, womit sie nahtlos an die aktuelle Diskussion um das geistiges Eigentum ankn&amp;#252;pft. Das Manifest soll zur UN Biodiversit&amp;#228;ts -Konferenz in Bonn am 25.05.2008 ver&amp;#246;ffentlicht werden und kann bis dahin noch &lt;a href=&quot;http://www.schuetzt-die-allmende.de/aktuell.html&quot; target=&quot;_blank&quot; title=&quot;Unterzeichnung des Bonner Manifests&quot;&gt;von Unterst&amp;#252;tzern unterzeichnet&lt;/a&gt; werden.&lt;/p&gt;&lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Hier der Aufruf zur Unterzeichnung:&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;Liebe zivilgesellschaftliche Gemeinde,&lt;/p&gt;
&lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;
die UN Biodiversit&amp;#228;ts -Konferenz in Bonn steht vor der T&amp;#252;r. Wir m&amp;#246;chten dieses wichtige Ereignis nutzen, um ein Manifest zum Schutz unserer Gemeinschaftsg&amp;#252;ter in die Welt zu bringen. &lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
In diesem Manifest fordern wir, dass nat&amp;#252;rliche Gemeinschaftsg&amp;#252;ter (wie das Klima, das Wasser, Fauna und Flora), aber auch &amp;#214;ffentliche G&amp;#252;ter und damit gesellschaftliches bzw. B&amp;#252;rger - Eigentum (wie die Bahn, das Gesundheitswesen usw.) nicht l&amp;#228;nger beliebig Gegenstand privatwirtschaftlicher Disposition und Renditeerwartung sein d&amp;#252;rfen. &lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
Wir fordern ein Ende des Ausverkaufs unserer nat&amp;#252;rlichen und sozialen Lebensgrundlagen!&lt;br /&gt;
    &lt;/p&gt;
    &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;
Die ethische Begr&amp;#252;ndung dazu liefert der Namensgeber unserer Stiftung, Immanuel Kant. Wir fordern, dass in bestimmten Bereichen die einseitig &amp;#246;konomische Orientierung einem nachhaltigen und schonenden Umgang mit unseren Ressourcen weicht. Anderenfalls wird das &amp;#220;berleben eines Gro&amp;#223;teils der Menschheit fraglich.&lt;br /&gt;
    &lt;/p&gt;
    &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;
Wichtig: Wir wollen keinen abrupt erzwungenen &amp;quot;Systemwechsel&amp;quot;, sondern einen vor-sorglichen Systemwandel im Sinne eines bedachtsameren Umgangs mit unserer aller Ressourcen.&lt;br /&gt;
Das Manifest wird in Bonn w&amp;#228;hrend der UN Konferenz ver&amp;#246;ffentlicht. Auf unserer Veranstaltung am 21. Mai im GSI werden Alternative Nobelpreistr&amp;#228;ger wie Vandana Shiva und Pat Mooney, aber auch Umweltstaatssekret&amp;#228;r Michael M&amp;#252;ller sprechen. &lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
Dies zeigt Ihnen, dass unser Vorsto&amp;#223; von ma&amp;#223;geblichen Repr&amp;#228;sentanten aus Zivilgesellschaft und Politik unterst&amp;#252;tzt wird. - Wir suchen aber nicht nur die Unterst&amp;#252;tzung von Insidern. &lt;br /&gt;
Dieses Thema geht uns als alle an!&lt;br /&gt;
    &lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Zus&amp;#228;tzlich zum Manifest gibt es noch eine ausf&amp;#252;hrlichere &lt;a href=&quot;http://www.kantstiftung.de/pdf/DenkschriftBonnerManifest.pdf&quot; target=&quot;_blank&quot; title=&quot;Kantstiftung: Denkschrift Bonner Manifest&quot;&gt;Denkschrift&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;&lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Via &lt;a href=&quot;http://commonsblog.de/&quot; title=&quot;Commonsblog.de&quot;&gt;Commonsblog.de&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class=&quot;item_footer&quot;&gt;&lt;p&gt;&lt;small&gt;&lt;a href=&quot;http://philosophieblog.de/duerhager/politisch_aktive_philosophen_zeit_fur_al&quot;&gt;Original post&lt;/a&gt; blogged on &lt;a href=&quot;http://duerhager.philosophieblog.de&quot;&gt;iSophie - Der Blog von Robert D&amp;#252;rhager&lt;/a&gt;.&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="justify">Die <a href="http://www.kantstiftung.de/" target="_blank" title="Freiburger Kantstiftung">Freiburger Kantstiftung</a> befasst sich mit dem brisanten Thema der Allmende (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Allmende" target="_blank" title="Wikipedia: Allmende">Wikipedia-Link</a>). Hierzu hat sie ein <a href="http://www.kantstiftung.de/pdf/BonnerManifest.pdf" target="_blank" title="PDF: Bonner Manifest der Freiburger Kantstiftung">Manifest</a> erstellt, welches vierzehn konkrete politische Forderungen enth&#228;lt. Dabei behandelt die Kantstiftung jedoch nicht nur die nat&#252;rlichen Gemeinschaftsg&#252;ter, sondern z&#228;hlt unter den sicherzustellenden Lebensgrundlagen auch kulturelle und sozio&#246;konomische Ressourcen, womit sie nahtlos an die aktuelle Diskussion um das geistiges Eigentum ankn&#252;pft. Das Manifest soll zur UN Biodiversit&#228;ts -Konferenz in Bonn am 25.05.2008 ver&#246;ffentlicht werden und kann bis dahin noch <a href="http://www.schuetzt-die-allmende.de/aktuell.html" target="_blank" title="Unterzeichnung des Bonner Manifests">von Unterst&#252;tzern unterzeichnet</a> werden.</p><p align="justify">Hier der Aufruf zur Unterzeichnung:</p>

<blockquote>
<p>Liebe zivilgesellschaftliche Gemeinde,</p>
<p align="justify">
die UN Biodiversit&#228;ts -Konferenz in Bonn steht vor der T&#252;r. Wir m&#246;chten dieses wichtige Ereignis nutzen, um ein Manifest zum Schutz unserer Gemeinschaftsg&#252;ter in die Welt zu bringen. <br />
    <br />
In diesem Manifest fordern wir, dass nat&#252;rliche Gemeinschaftsg&#252;ter (wie das Klima, das Wasser, Fauna und Flora), aber auch &#214;ffentliche G&#252;ter und damit gesellschaftliches bzw. B&#252;rger - Eigentum (wie die Bahn, das Gesundheitswesen usw.) nicht l&#228;nger beliebig Gegenstand privatwirtschaftlicher Disposition und Renditeerwartung sein d&#252;rfen. <br />
    <br />
Wir fordern ein Ende des Ausverkaufs unserer nat&#252;rlichen und sozialen Lebensgrundlagen!<br />
    </p>
    <p align="justify">
Die ethische Begr&#252;ndung dazu liefert der Namensgeber unserer Stiftung, Immanuel Kant. Wir fordern, dass in bestimmten Bereichen die einseitig &#246;konomische Orientierung einem nachhaltigen und schonenden Umgang mit unseren Ressourcen weicht. Anderenfalls wird das &#220;berleben eines Gro&#223;teils der Menschheit fraglich.<br />
    </p>
    <p align="justify">
Wichtig: Wir wollen keinen abrupt erzwungenen &quot;Systemwechsel&quot;, sondern einen vor-sorglichen Systemwandel im Sinne eines bedachtsameren Umgangs mit unserer aller Ressourcen.<br />
Das Manifest wird in Bonn w&#228;hrend der UN Konferenz ver&#246;ffentlicht. Auf unserer Veranstaltung am 21. Mai im GSI werden Alternative Nobelpreistr&#228;ger wie Vandana Shiva und Pat Mooney, aber auch Umweltstaatssekret&#228;r Michael M&#252;ller sprechen. <br />
    <br />
Dies zeigt Ihnen, dass unser Vorsto&#223; von ma&#223;geblichen Repr&#228;sentanten aus Zivilgesellschaft und Politik unterst&#252;tzt wird. - Wir suchen aber nicht nur die Unterst&#252;tzung von Insidern. <br />
Dieses Thema geht uns als alle an!<br />
    </p></blockquote>
<p align="justify">Zus&#228;tzlich zum Manifest gibt es noch eine ausf&#252;hrlichere <a href="http://www.kantstiftung.de/pdf/DenkschriftBonnerManifest.pdf" target="_blank" title="Kantstiftung: Denkschrift Bonner Manifest">Denkschrift</a>.</p><p align="justify">Via <a href="http://commonsblog.de/" title="Commonsblog.de">Commonsblog.de</a></p><div class="item_footer"><p><small><a href="http://philosophieblog.de/duerhager/politisch_aktive_philosophen_zeit_fur_al">Original post</a> blogged on <a href="http://duerhager.philosophieblog.de">iSophie - Der Blog von Robert D&#252;rhager</a>.</small></p></div>]]></content:encoded>
								<comments>http://philosophieblog.de/duerhager/politisch_aktive_philosophen_zeit_fur_al#comments</comments>
		</item>
				<item>
			<title>Aufruf zum politischen Blog-Karneval: 'res publica 2.0 &#8211; die kritische Masse'</title>
			<link>http://philosophieblog.de/duerhager/aufruf_zum_politischen_blog_karneval_res</link>
			<pubDate>Tue, 01 Apr 2008 23:32:58 +0000</pubDate>			<dc:creator>Robert D&#252;rhager</dc:creator>
			<category domain="main">Verschiedenes</category>			<guid isPermaLink="false">223@http://philosophieblog.de/</guid>
						<description>&lt;div align=&quot;justify&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://blogpolis.de/p-pcarnivals-98-2-b.html&quot; target=&quot;_blank&quot; title=&quot;res_publica_20&quot;&gt;&lt;img src=&quot;/media/users/duerhager/res_publica_20/karneval_200_200_popart_pfeile_res_publica.gif&quot; alt=&quot;Politischer Blog Karneval &amp;quot;res publica 2.0&amp;quot;&quot; title=&quot;res_publica_20&quot; vspace=&quot;5&quot; width=&quot;200&quot; height=&quot;200&quot; align=&quot;left&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Auf der diesj&amp;#228;hrigen Blogger-Konferenz &lt;a href=&quot;http://re-publica.de/08/&quot; target=&quot;_blank&quot; title=&quot;re:publica'08&quot;&gt;re:publica'08&lt;/a&gt; haben ein nicht unerheblicher Teil der Vortr&amp;#228;ge und Workshops einen politischen Hintergrund. Das Motto der re:publica'08, &amp;#8222;die kritische Masse&amp;#8220;, l&amp;#228;sst hierf&amp;#252;r auch gen&amp;#252;gend Raum. &lt;br /&gt;Da das Internet in seiner zweiten Phase f&amp;#252;r immer mehr Menschen zum Teil des eigenen Kultur-Raums wird, stellen sich die zuvor meist nur theoretisch behandelten Fragen zu allen Arten der E-Partizipation nun auch praktisch mit neuer Wichtigkeit. Fast t&amp;#228;glich entstehen neue Blogs, Projekte und Plattformen zum Zwecke der politischen Informationsvermittlung, B&amp;#252;rgerbeteiligung und allgemeiner Weltverbesserung. Ebenso wie die Republik (lat. res publica) sich als Staatsform am Gemeinwohl orientiert, realisieren diese politischen Web 2.0 Angebote die Umsetzung kleiner Gemeinwesen zur Steigerung des Gemeinwohls.&lt;br /&gt;Ob nun durch all die kleinen Initiativen irgendwann etwas Gr&amp;#246;&amp;#223;eres entsteht, entscheidet sich daran, ob die Anzahl der Partizipierenden die kritische Masse erreichen kann, so dass politische Online Partizipation zum Selbstl&amp;#228;ufer wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieser politische Blog-Karneval sammelt politische Blog-Beitr&amp;#228;ge, welche im Zusammenhang mit der &lt;a href=&quot;http://re-publica.de/08/&quot; target=&quot;_blank&quot; title=&quot;re:publica'08&quot;&gt;re:publica'08&lt;/a&gt; entstanden sind, um auch den Nicht-Teilnehmern der re:publica'08 die Chance zu geben, sich ein Bild &amp;#252;ber die gegenw&amp;#228;rtige Situation der politischen Partizipation im Web 2.0 machen zu k&amp;#246;nnen. Eingereicht werden k&amp;#246;nnen:&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Dokumentierende und kommentierende Blog-Beitr&amp;#228;ge zu den politischen Veranstaltungen auf der &lt;a href=&quot;http://re-publica.de/08/&quot; target=&quot;_blank&quot; title=&quot;re:publica'08&quot;&gt;re:publica'08&lt;/a&gt;.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Beitr&amp;#228;ge zu politischen Web 2.0 Projekten und Plattformen.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Beitr&amp;#228;ge mit pers&amp;#246;nlichen Gedanken zur politischen Partizipation im Web 2.0.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;Weitere Informationen:&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Das Management dieses Karnevals geschieht auf der Plattform des Blogpolis Projekts unter &lt;a href=&quot;http://blogpolis.de/p-pcarnivals-98-2-b.html&quot; target=&quot;_blank&quot; title=&quot;res_publica_20&quot;&gt;http://blogpolis.de/p-pcarnivals-98-2-b.html&lt;/a&gt;. Beitr&amp;#228;ge zu diesem Karneval k&amp;#246;nnen dort eingereicht werden. (Codes f&amp;#252;r die Registrierung auf Blogpolis werden auf der re:publica verteilt oder k&amp;#246;nnen bei mir unter r.duerhager[at]web.de bestellt werden.)&lt;/li&gt;&lt;li&gt;F&amp;#252;r Fragen und Kommentare zu diesem Blog-Karneval steht die Kommentar-Funktion dieses Blog-Beitrags zur Verf&amp;#252;gung.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;Links:&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Wikipedia: &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Blog-Karneval&quot; target=&quot;_blank&quot; title=&quot;Wikipedia: Blog-Karneval&quot;&gt;Blog-Karneval&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Die oben dargestellte &lt;a href=&quot;/media/users/duerhager/res_publica_20/karneval_200_200_popart_pfeile_res_publica.gif&quot; target=&quot;_blank&quot; title=&quot;Grafik: res_publica_20&quot;&gt;Grafik kann hier heruntergeladen&lt;/a&gt; werden. (Sie darf frei verwendet werden. Es w&amp;#228;re jedoch sch&amp;#246;n, wenn die Grafik mit der Blogpolis-URL dieses Karnevals verlinkt w&amp;#228;re: &lt;a href=&quot;http://blogpolis.de/p-pcarnivals-98-2-b.html&quot; target=&quot;_blank&quot; title=&quot;res_publica_20&quot;&gt;http://blogpolis.de/p-pcarnivals-98-2-b.html&lt;/a&gt;)&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Das Open Source Projekt &lt;a href=&quot;http://sourceforge.net/projects/blogpolis/&quot; target=&quot;_blank&quot; title=&quot;Sourceforge.net: Blogpolis&quot;&gt;Blogpolis bei Sourceforge&lt;/a&gt;.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;Laufzeit:&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;2.April 2008 - 20.April 2008 &lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;div class=&quot;item_footer&quot;&gt;&lt;p&gt;&lt;small&gt;&lt;a href=&quot;http://philosophieblog.de/duerhager/aufruf_zum_politischen_blog_karneval_res&quot;&gt;Original post&lt;/a&gt; blogged on &lt;a href=&quot;http://duerhager.philosophieblog.de&quot;&gt;iSophie - Der Blog von Robert D&amp;#252;rhager&lt;/a&gt;.&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;</description>
			<content:encoded><![CDATA[<div align="justify"><a href="http://blogpolis.de/p-pcarnivals-98-2-b.html" target="_blank" title="res_publica_20"><img src="http://philosophieblog.de/media/users/duerhager/res_publica_20/karneval_200_200_popart_pfeile_res_publica.gif" alt="Politischer Blog Karneval &quot;res publica 2.0&quot;" title="res_publica_20" vspace="5" width="200" height="200" align="left" /></a>Auf der diesj&#228;hrigen Blogger-Konferenz <a href="http://re-publica.de/08/" target="_blank" title="re:publica'08">re:publica'08</a> haben ein nicht unerheblicher Teil der Vortr&#228;ge und Workshops einen politischen Hintergrund. Das Motto der re:publica'08, &#8222;die kritische Masse&#8220;, l&#228;sst hierf&#252;r auch gen&#252;gend Raum. <br />Da das Internet in seiner zweiten Phase f&#252;r immer mehr Menschen zum Teil des eigenen Kultur-Raums wird, stellen sich die zuvor meist nur theoretisch behandelten Fragen zu allen Arten der E-Partizipation nun auch praktisch mit neuer Wichtigkeit. Fast t&#228;glich entstehen neue Blogs, Projekte und Plattformen zum Zwecke der politischen Informationsvermittlung, B&#252;rgerbeteiligung und allgemeiner Weltverbesserung. Ebenso wie die Republik (lat. res publica) sich als Staatsform am Gemeinwohl orientiert, realisieren diese politischen Web 2.0 Angebote die Umsetzung kleiner Gemeinwesen zur Steigerung des Gemeinwohls.<br />Ob nun durch all die kleinen Initiativen irgendwann etwas Gr&#246;&#223;eres entsteht, entscheidet sich daran, ob die Anzahl der Partizipierenden die kritische Masse erreichen kann, so dass politische Online Partizipation zum Selbstl&#228;ufer wird.<br /><br />Dieser politische Blog-Karneval sammelt politische Blog-Beitr&#228;ge, welche im Zusammenhang mit der <a href="http://re-publica.de/08/" target="_blank" title="re:publica'08">re:publica'08</a> entstanden sind, um auch den Nicht-Teilnehmern der re:publica'08 die Chance zu geben, sich ein Bild &#252;ber die gegenw&#228;rtige Situation der politischen Partizipation im Web 2.0 machen zu k&#246;nnen. Eingereicht werden k&#246;nnen:<br /></div><ul><li>Dokumentierende und kommentierende Blog-Beitr&#228;ge zu den politischen Veranstaltungen auf der <a href="http://re-publica.de/08/" target="_blank" title="re:publica'08">re:publica'08</a>.</li><li>Beitr&#228;ge zu politischen Web 2.0 Projekten und Plattformen.</li><li>Beitr&#228;ge mit pers&#246;nlichen Gedanken zur politischen Partizipation im Web 2.0.</li></ul><p>Weitere Informationen:</p><ul><li>Das Management dieses Karnevals geschieht auf der Plattform des Blogpolis Projekts unter <a href="http://blogpolis.de/p-pcarnivals-98-2-b.html" target="_blank" title="res_publica_20">http://blogpolis.de/p-pcarnivals-98-2-b.html</a>. Beitr&#228;ge zu diesem Karneval k&#246;nnen dort eingereicht werden. (Codes f&#252;r die Registrierung auf Blogpolis werden auf der re:publica verteilt oder k&#246;nnen bei mir unter r.duerhager[at]web.de bestellt werden.)</li><li>F&#252;r Fragen und Kommentare zu diesem Blog-Karneval steht die Kommentar-Funktion dieses Blog-Beitrags zur Verf&#252;gung.</li></ul><p>Links:</p><ul><li>Wikipedia: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Blog-Karneval" target="_blank" title="Wikipedia: Blog-Karneval">Blog-Karneval</a></li><li>Die oben dargestellte <a href="http://philosophieblog.de/media/users/duerhager/res_publica_20/karneval_200_200_popart_pfeile_res_publica.gif" target="_blank" title="Grafik: res_publica_20">Grafik kann hier heruntergeladen</a> werden. (Sie darf frei verwendet werden. Es w&#228;re jedoch sch&#246;n, wenn die Grafik mit der Blogpolis-URL dieses Karnevals verlinkt w&#228;re: <a href="http://blogpolis.de/p-pcarnivals-98-2-b.html" target="_blank" title="res_publica_20">http://blogpolis.de/p-pcarnivals-98-2-b.html</a>)</li><li>Das Open Source Projekt <a href="http://sourceforge.net/projects/blogpolis/" target="_blank" title="Sourceforge.net: Blogpolis">Blogpolis bei Sourceforge</a>.</li></ul><p>Laufzeit:</p><ul><li>2.April 2008 - 20.April 2008 </li></ul><div class="item_footer"><p><small><a href="http://philosophieblog.de/duerhager/aufruf_zum_politischen_blog_karneval_res">Original post</a> blogged on <a href="http://duerhager.philosophieblog.de">iSophie - Der Blog von Robert D&#252;rhager</a>.</small></p></div>]]></content:encoded>
								<comments>http://philosophieblog.de/duerhager/aufruf_zum_politischen_blog_karneval_res#comments</comments>
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			<title>Am sechsten Tag erschuf der Mensch den Golem</title>
			<link>http://philosophieblog.de/duerhager/am_sechsten_tag_erschuf_der_mensch_den_g</link>
			<pubDate>Mon, 03 Mar 2008 14:44:14 +0000</pubDate>			<dc:creator>Robert D&#252;rhager</dc:creator>
			<category domain="main">iSophie</category>			<guid isPermaLink="false">220@http://philosophieblog.de/</guid>
						<description>&lt;div align=&quot;justify&quot;&gt;Der Golem, dessen prominenteste Erz&amp;#228;hlung wohl die j&amp;#252;dische Sage um Rabbi L&amp;#246;w ist (&lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Golem#Die_Erschaffung_des_Prager_Golems&quot; target=&quot;_blank&quot; title=&quot;Wikipedia: Golem&quot;&gt;Wikipedia-Link&lt;/a&gt;) und dessen Spuren schon im alten Testament zu finden sind (vgl. &lt;a href=&quot;http://www.humboldtgesellschaft.de/inhalt.php?name=golem&quot; target=&quot;_blank&quot; title=&quot;Humboldgesellschaft: Alexander W&amp;#246;ll - Der Golem&quot;&gt;Vorlesung: Der Golem&lt;/a&gt;), steht wieder hoch im Kurs. Dabei ist er Verhei&amp;#223;ung, Versuchung und Vernichtung zugleich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ein aus Lehm geschaffenes Wesen (hebr. golem = Ungeformtes, Unvollendetes, Embryo) steht der Golem in sch&amp;#246;pfungsgeschichtlicher Konkurrenz zu Adam (hebr. = Erde). Der Mensch, sein Sch&amp;#246;pfer und damit endlich ein g&amp;#246;ttliches Wesen, haucht ihm das Leben ein. Kein Wunder also, dass bis zum 17.Jahrhundert die Kirche nichts von Technik wissen wollte und die naturwissenschaftliche Forschung unterdr&amp;#252;ckte. &lt;br /&gt;W&amp;#228;hrend der Romantik, dem Rokkoko und im Barock galten die Verfeinerungen des Mechanischen und Mathematischen dann als das idealisierte Sch&amp;#246;ne. Die kunstvoll geschaffenen Automaten galten als Beispiele f&amp;#252;r die &amp;#252;berragenden F&amp;#228;higkeiten des Menschen. Nach der Jahrhundertwende (vom 18. zum 19. Jhd.) wich diese Technikeuphorie mit den Einfl&amp;#252;ssen der Industrialisierung dann der wachsenden Sorge um der am Maschinentakt angepassten Menschheit. W&amp;#228;hrend des ersten und zweiten Weltkriegs verlor sich angesichts der Schrecken der technischen Zerst&amp;#246;rungskraft schlie&amp;#223;lich auch die letzte Technikfaszination und ein stummes Grauen erf&amp;#252;llte all jene, die diese Zerst&amp;#246;rungskraft selbst erleben mussten. &lt;br /&gt;Doch eine Eigenschaft von Technik ist, dass wenn sie einmal das Licht der Welt erblickt hat, ihre Idee niemals vergessen wird. Eine Alternative im Sinne einer R&amp;#252;ckkehr zu fr&amp;#252;heren Verh&amp;#228;ltnissen war also nicht m&amp;#246;glich, somit blieb nur der Fortschritt. In den 60ern und 70ern wurde Technik dann wieder zum Hoffnungstr&amp;#228;ger. Alles schien m&amp;#246;glich. Mondlandungen, Plastik und unendlich viel Energie durch Atomkraft versprachen den Menschen ein besseres Leben. Jene, welche die Schrecken der Weltkriege nicht vergessen wollten, appellierten an die mit Technikentwicklung verbundene Verantwortung und verlangten eine einflussreiche Technikfolgenabsch&amp;#228;tzung. Doch w&amp;#228;hrend die politischen Interessen aufgrund des Kalten Krieges ganz dem Fortschritt und der technischen &amp;#220;berlegenheit galten, hatte eine reflektierende Technikfolgenabsch&amp;#228;tzung keine Chance. Tschernobyl und globale Erw&amp;#228;rmung lie&amp;#223;en sich nicht vermeiden.  Technikfolgenabsch&amp;#228;tzung wurde w&amp;#228;hrend der ganzen Zeit nur von Lobbyisten genutzt, um technisch inkompetente Politiker bei der Stange zu halten, was sich bis heute nicht gro&amp;#223; ver&amp;#228;ndert hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aktuell gilt Technik und Naturwissenschaft wieder als die ultimativen Probleml&amp;#246;ser. Politisch hat die Naturwissenschaft und der Einsatz von Technik freie Hand, was vor allem all jene zu sp&amp;#252;ren bekommen, deren Jobs nun von Maschinen erledigt werden. Und auch der Mythos von Golem findet in unserer Zeit wieder seinen Platz. Dank der Kombination von &amp;#8222;NBIC&amp;#8220; (Nanotechnology, Biology &amp;amp; Medicine, Information sciences and Cognitive sciences) erh&amp;#228;lt der Traum von der Erschaffung k&amp;#252;nstlichen Lebens ein Revival. Die Wissens-Seiten der Zeitungen sind voll von solchen Utopien und kaum eine Fernseh-Sendung, welche einen Ausblick auf die Zukunft wagt, kommt ohne die Prophezeiung von k&amp;#252;nstlicher Intelligenz aus.&lt;br /&gt;Aber mit diesen gewagten und philosophisch schwierigen Thesen bleibt es nicht. Eine Utopie jagt die N&amp;#228;chste, was wohl den flei&amp;#223;igen Science-Fiction Autoren zu verdanken ist. Dabei habt gerade der Science-Fiction eine gro&amp;#223;e Wandlung durchlaufen. Stanislaw Lems &amp;#8222;Also sprach Golem&amp;#8220; (&lt;a href=&quot;http://www.amazon.de/gp/product/3518377663?ie=UTF8&amp;amp;tag=philosophiebl-21&amp;amp;linkCode=as2&amp;amp;camp=1638&amp;amp;creative=6742&amp;amp;creativeASIN=3518377663&quot;&gt;Amazon-Link&lt;/a&gt;&lt;img style=&quot;border: medium none  ! important; margin: 0px ! important&quot; src=&quot;http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=philosophiebl-21&amp;amp;l=as2&amp;amp;o=3&amp;amp;a=3518377663&quot; border=&quot;0&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;1&quot; height=&quot;1&quot; /&gt;) aus 1981 hatte noch dieses Gef&amp;#252;hl von technischer &amp;#220;berlegenheit aus dem Kalten Krieg, welches er ad Absurdum f&amp;#252;hrt, indem die k&amp;#252;nstliche Intelligenz Golem XIV so intelligent ist, dass sie kein Interesse hat, sich mit dem Menschen zu besch&amp;#228;ftigen. William Gibsons Neuromancer-Triologie (&lt;a href=&quot;http://www.amazon.de/gp/product/3453056655?ie=UTF8&amp;amp;tag=philosophiebl-21&amp;amp;linkCode=as2&amp;amp;camp=1638&amp;amp;creative=6742&amp;amp;creativeASIN=3453056655&quot;&gt;Amazon-Link&lt;/a&gt;&lt;img style=&quot;border: medium none  ! important; margin: 0px ! important&quot; src=&quot;http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=philosophiebl-21&amp;amp;l=as2&amp;amp;o=3&amp;amp;a=3453056655&quot; border=&quot;0&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;1&quot; height=&quot;1&quot; /&gt;) aus dem Jahr 1984 ist hingegen schon die Liebesgeschichte zweier KIs, welche durch ihre Vereinigung eine neue Evolutionsstufe erreichen wollen. Um ihr Ziel zu erreichen, f&amp;#228;hrt die KI namens Wintermute ein gigantisches Theaterst&amp;#252;ck auf, in dessen Handlung sich echte Menschen wiederfinden, die w&amp;#228;hrend der ganzen Zeit ahnungslos von ihrem Schicksal sind. Es ist ein Roman, der eine Menschheit zeigt, welche trotz ihrer technischen Verbesserungen im Sinne von technischen K&amp;#246;rper-Implantaten, irgendwann nicht mehr f&amp;#252;r den Fortschritt ben&amp;#246;tigt wird. Mit den Filmen Terminator und Matrix hat das Thema der Grenze der Menschheit immer wieder Aufwind bekommen. Die postmoderne Aktualisierung dieses Themas liest man nun in den Romanen &amp;#8222;Backup&amp;#8220; (&lt;a href=&quot;http://www.randomhouse.de/webarticle/webarticle.jsp?aid=9452&quot; target=&quot;_blank&quot; title=&quot;Download: Doctorow - Backup&quot;&gt;kostenlos als .pdf&lt;/a&gt;) und &amp;#8222;Upload&amp;#8220; (&lt;a href=&quot;http://www.amazon.de/gp/product/3453524136?ie=UTF8&amp;amp;tag=philosophiebl-21&amp;amp;linkCode=as2&amp;amp;camp=1638&amp;amp;creative=6742&amp;amp;creativeASIN=3453524136&quot;&gt;Amazon-Link&lt;/a&gt;&lt;img style=&quot;border: medium none  ! important; margin: 0px ! important&quot; src=&quot;http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=philosophiebl-21&amp;amp;l=as2&amp;amp;o=3&amp;amp;a=3453524136&quot; border=&quot;0&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;1&quot; height=&quot;1&quot; /&gt;) von Cory Doctorow, einer der Autoren vom weltweit bekannten Blog &lt;a href=&quot;http://www.boingboing.net&quot; target=&quot;_blank&quot; title=&quot;Blog boingboing.net&quot;&gt;boingboing.net&lt;/a&gt;. Doctorow greift hier auf die Ideologie des Transhumanismus (&lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Transhumanismus&quot; target=&quot;_blank&quot; title=&quot;Wikipedia: Transhumanismus&quot;&gt;Wikipedia-Link&lt;/a&gt;) zur&amp;#252;ck, welcher aus der Untergangs-Dystopie eine angeblich reale Chance f&amp;#252;r die Menschheit machen will. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was Aldous Huxley in seinen 1957 erschienen Essays &amp;#8222;New bottles for new wine&amp;#8220; schon vorweg nahm, ist inzwischen zu einer weltweiten Bewegung geworden. Aus dem Untergang der Menschheit wird eine &amp;#220;berwindung der Menschheit. Huxleys Definition vom Transhumanismus: &amp;#8222;&lt;em&gt;Mensch, der Mensch bleibt, aber sich selbst, durch Verwirklichung neuer M&amp;#246;glichkeiten von seiner und f&amp;#252;r seine menschliche Natur, &amp;#252;berwindet.&lt;/em&gt;&amp;quot; Der Mensch transzendiert sich selbst.&lt;br /&gt;Das Gedankengut des Transhumanismus findet sich zur Zeit &amp;#252;berall. Ein aufmerksamer Leser wird alle zwei Tage mindestens ein Artikel in der Zeitung seiner Wahl finden, welche auf der einen oder anderen Weise (meist unkritisch) den Transhumanismus thematisiert.&lt;br /&gt;Die Idee geht folgenderma&amp;#223;en: Der Mensch soll alle ihm zur Verf&amp;#252;gung stehenden M&amp;#246;glichkeiten nutzen, um seine Leistungsf&amp;#228;higkeit zu steigern (Technik, Implantate, Medikamente, Genmanipulation). Gleichzeitig wird mit Hilfe der Informatik und Nanotechnik weiter an der Erschaffung einer k&amp;#252;nstlichen Intelligenz gearbeitet, welche in der Lage ist, sich selbstst&amp;#228;ndig weiter zu entwickeln. Ist die Zeit dann reif, k&amp;#246;nnen die Menschen ihr Bewusstsein in diese mit der Welt vernetzten KI uploaden und somit eine neue Evolutionsstufe erreichen, welche sich andauernd weiter verbessern kann, ohne dass dabei ein schwer ver&amp;#228;nderbarer biologischer K&amp;#246;rper im Wege steht. Auf kurz oder lang kann damit eine technologische Singularit&amp;#228;t (&lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Technologische_Singularit%C3%A4t&quot; target=&quot;_blank&quot; title=&quot;Wikipedia: Technologische Singularit&amp;#228;t&quot;&gt;Wikipedia-Link&lt;/a&gt;) entstehen, deren passender Name wohl &amp;#8222;Gott&amp;#8220; w&amp;#228;re.&lt;br /&gt;Der US-amerikanische &amp;#214;konomie- und Kulturtheoretiker Francis Fukuyama hat diese Ideologie kritisiert. Seine Studie &amp;#8222;Our posthuman Future&amp;#8220; (&lt;a href=&quot;http://www.amazon.de/gp/product/3423340703?ie=UTF8&amp;amp;tag=philosophiebl-21&amp;amp;linkCode=as2&amp;amp;camp=1638&amp;amp;creative=6742&amp;amp;creativeASIN=3423340703&quot;&gt;Amazon-Link&lt;/a&gt;&lt;img style=&quot;border: medium none  ! important; margin: 0px ! important&quot; src=&quot;http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=philosophiebl-21&amp;amp;l=as2&amp;amp;o=3&amp;amp;a=3423340703&quot; border=&quot;0&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;1&quot; height=&quot;1&quot; /&gt;) ist bei den Transhumanisten, welche sich in der &lt;a href=&quot;http://www.transhumanism.org/index.php/WTA/index/&quot; target=&quot;_blank&quot; title=&quot;Link: World Transhumanist Association&quot;&gt;World Trashumanist Association&lt;/a&gt; (WTA) organisieren, auf wenig Gegenliebe gesto&amp;#223;en. Zum Feindbild der Transhumanisten wurde Fukuyama dann, als er Ende 2004 auf die vom Magazin &amp;#8222;&lt;a href=&quot;http://www.foreignpolicy.com&quot; target=&quot;_blank&quot; title=&quot;Magazin: foreignpolicy.com&quot;&gt;Foreign Policy&lt;/a&gt;&amp;#8220; gestellte Frage, was wohl die gef&amp;#228;hrlichste Idee der Gegenwart ist, mit &amp;#8222;Transhumanism &amp;#8211; The most dangerous Idea&amp;#8220; antwortete. Fukuyama f&amp;#252;rchtet, dass mit dem Transhumanismus das Ende der traditionellen Begriffe &amp;#8222;Mensch&amp;#8220; und &amp;#8222;Natur&amp;#8220; bevorsteht, welche immer auch eine Unverf&amp;#252;gbarkeit inne hatten, und warnt damit vor dem Verlust einer Letztbegr&amp;#252;ndung von Menschenw&amp;#252;rde und Menschenrechten.&lt;br /&gt;Betrachtet man &amp;#8222;&lt;a href=&quot;http://www.transhumanism.org/index.php/WTA/more/163/&quot; target=&quot;_blank&quot; title=&quot;Link: Die Transhumanistische Erkl&amp;#228;rung&quot;&gt;Die Transhumanistische Erkl&amp;#228;rung&lt;/a&gt;&amp;#8220;, dem Grundsatzprogramm der Transhumanisten, so fallen einem auch gleich Ansatzpunkte dazu auf. In Punkt 6 dieser Erkl&amp;#228;rung hei&amp;#223;t es: &amp;#8222;&lt;em&gt;Wir halten die Schaffung von Foren zum Zwecke rationaler Diskussion &amp;#252;ber erforderliche Ma&amp;#223;nahmen f&amp;#252;r notwendig, und wir brauchen eine soziale Ordnung, in der verantwortungsvolle Entscheidungen getroffen werden k&amp;#246;nnen.&lt;/em&gt;&amp;#8220;&lt;br /&gt;Eine neue soziale Ordnung soll her. Ist dies nun ein Ruf nach Evolution, nach Revolution oder schon gleich der Griff nach Weltherrschaft?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Philosophisch f&amp;#228;llt einem bei der Besch&amp;#228;ftigung mit dem Transhumanismus auf, wie wenig fortschrittlich die Transhumanisten mit Erkenntnistheorie, Ethik und Logik umgehen und wie sie viele der Fehler der Aufkl&amp;#228;rer wiederholen.&lt;br /&gt;Insgesamt l&amp;#228;sst sich jedoch sagen, dass wir dringend eine philosophische Auseinandersetzung mit diesem neuen Golem-Mythos brauchen, die weiter geht, als auf den Humanismus zur&amp;#252;ck zu fallen. In meinen n&amp;#228;chsten Beitr&amp;#228;gen werde ich versuchen dazu einen Ansatz zu erarbeiten.&lt;/div&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weiterf&amp;#252;hrende Links:&lt;br /&gt;Essay &amp;#8222;&lt;a href=&quot;http://www.sicetnon.org/modules.php?op=modload&amp;amp;name=PagEd&amp;amp;file=index&amp;amp;topic_id=12&amp;amp;page_id=430&quot; target=&quot;_blank&quot; title=&quot;SicEtNon: Reinhard Heil - Der Transhumanismus&quot;&gt;Der Transhumanismus&lt;/a&gt;&amp;#8220; von Reinhard Heil in der Online Zeitschrift &lt;a href=&quot;http://www.sicetnon.org&quot; target=&quot;_blank&quot; title=&quot;Online Zeitschrift SicEtNon&quot;&gt;sicetnon.org&lt;/a&gt; f&amp;#252;r Philosophie und Kultur.&lt;br /&gt;Wikipedia: &lt;a href=&quot;http://en.wikipedia.org/wiki/Extropianism&quot; target=&quot;_blank&quot; title=&quot;Wikipedia: Extropianism&quot;&gt;Extropianism&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Artikel &amp;#8222;&lt;a href=&quot;http://www.zeit.de/2004/42/N-Transhumanismus&quot; target=&quot;_blank&quot; title=&quot;Die Zeit: Muggenthaler - Die Tiefk&amp;#252;hlreligion&quot;&gt;Die Tiefk&amp;#252;hlreligion&lt;/a&gt;&amp;#8220; von Ferdinand Muggenthaler in der Zeitung &amp;#8222;Die Zeit&amp;#8220;.&lt;br /&gt;Artikel &amp;#8222;&lt;a href=&quot;http://www.zeit.de/2007/03/C-RoboticFabrication&quot; target=&quot;_blank&quot; title=&quot;Die Zeit: Niels Boeing - Der Golem aus dem Rechner&quot;&gt;Der Golem aus dem Rechner&lt;/a&gt;&amp;#8220; von Niels Boeing in der Zeitung &amp;#8222;Die Zeit&amp;#8220;. &lt;/p&gt;&lt;div class=&quot;item_footer&quot;&gt;&lt;p&gt;&lt;small&gt;&lt;a href=&quot;http://philosophieblog.de/duerhager/am_sechsten_tag_erschuf_der_mensch_den_g&quot;&gt;Original post&lt;/a&gt; blogged on &lt;a href=&quot;http://duerhager.philosophieblog.de&quot;&gt;iSophie - Der Blog von Robert D&amp;#252;rhager&lt;/a&gt;.&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;</description>
			<content:encoded><![CDATA[<div align="justify">Der Golem, dessen prominenteste Erz&#228;hlung wohl die j&#252;dische Sage um Rabbi L&#246;w ist (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Golem#Die_Erschaffung_des_Prager_Golems" target="_blank" title="Wikipedia: Golem">Wikipedia-Link</a>) und dessen Spuren schon im alten Testament zu finden sind (vgl. <a href="http://www.humboldtgesellschaft.de/inhalt.php?name=golem" target="_blank" title="Humboldgesellschaft: Alexander W&#246;ll - Der Golem">Vorlesung: Der Golem</a>), steht wieder hoch im Kurs. Dabei ist er Verhei&#223;ung, Versuchung und Vernichtung zugleich.<br /><br />Als ein aus Lehm geschaffenes Wesen (hebr. golem = Ungeformtes, Unvollendetes, Embryo) steht der Golem in sch&#246;pfungsgeschichtlicher Konkurrenz zu Adam (hebr. = Erde). Der Mensch, sein Sch&#246;pfer und damit endlich ein g&#246;ttliches Wesen, haucht ihm das Leben ein. Kein Wunder also, dass bis zum 17.Jahrhundert die Kirche nichts von Technik wissen wollte und die naturwissenschaftliche Forschung unterdr&#252;ckte. <br />W&#228;hrend der Romantik, dem Rokkoko und im Barock galten die Verfeinerungen des Mechanischen und Mathematischen dann als das idealisierte Sch&#246;ne. Die kunstvoll geschaffenen Automaten galten als Beispiele f&#252;r die &#252;berragenden F&#228;higkeiten des Menschen. Nach der Jahrhundertwende (vom 18. zum 19. Jhd.) wich diese Technikeuphorie mit den Einfl&#252;ssen der Industrialisierung dann der wachsenden Sorge um der am Maschinentakt angepassten Menschheit. W&#228;hrend des ersten und zweiten Weltkriegs verlor sich angesichts der Schrecken der technischen Zerst&#246;rungskraft schlie&#223;lich auch die letzte Technikfaszination und ein stummes Grauen erf&#252;llte all jene, die diese Zerst&#246;rungskraft selbst erleben mussten. <br />Doch eine Eigenschaft von Technik ist, dass wenn sie einmal das Licht der Welt erblickt hat, ihre Idee niemals vergessen wird. Eine Alternative im Sinne einer R&#252;ckkehr zu fr&#252;heren Verh&#228;ltnissen war also nicht m&#246;glich, somit blieb nur der Fortschritt. In den 60ern und 70ern wurde Technik dann wieder zum Hoffnungstr&#228;ger. Alles schien m&#246;glich. Mondlandungen, Plastik und unendlich viel Energie durch Atomkraft versprachen den Menschen ein besseres Leben. Jene, welche die Schrecken der Weltkriege nicht vergessen wollten, appellierten an die mit Technikentwicklung verbundene Verantwortung und verlangten eine einflussreiche Technikfolgenabsch&#228;tzung. Doch w&#228;hrend die politischen Interessen aufgrund des Kalten Krieges ganz dem Fortschritt und der technischen &#220;berlegenheit galten, hatte eine reflektierende Technikfolgenabsch&#228;tzung keine Chance. Tschernobyl und globale Erw&#228;rmung lie&#223;en sich nicht vermeiden.  Technikfolgenabsch&#228;tzung wurde w&#228;hrend der ganzen Zeit nur von Lobbyisten genutzt, um technisch inkompetente Politiker bei der Stange zu halten, was sich bis heute nicht gro&#223; ver&#228;ndert hat.<br /><br />Aktuell gilt Technik und Naturwissenschaft wieder als die ultimativen Probleml&#246;ser. Politisch hat die Naturwissenschaft und der Einsatz von Technik freie Hand, was vor allem all jene zu sp&#252;ren bekommen, deren Jobs nun von Maschinen erledigt werden. Und auch der Mythos von Golem findet in unserer Zeit wieder seinen Platz. Dank der Kombination von &#8222;NBIC&#8220; (Nanotechnology, Biology &amp; Medicine, Information sciences and Cognitive sciences) erh&#228;lt der Traum von der Erschaffung k&#252;nstlichen Lebens ein Revival. Die Wissens-Seiten der Zeitungen sind voll von solchen Utopien und kaum eine Fernseh-Sendung, welche einen Ausblick auf die Zukunft wagt, kommt ohne die Prophezeiung von k&#252;nstlicher Intelligenz aus.<br />Aber mit diesen gewagten und philosophisch schwierigen Thesen bleibt es nicht. Eine Utopie jagt die N&#228;chste, was wohl den flei&#223;igen Science-Fiction Autoren zu verdanken ist. Dabei habt gerade der Science-Fiction eine gro&#223;e Wandlung durchlaufen. Stanislaw Lems &#8222;Also sprach Golem&#8220; (<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3518377663?ie=UTF8&amp;tag=philosophiebl-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3518377663">Amazon-Link</a><img style="border: medium none  ! important; margin: 0px ! important" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=philosophiebl-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3518377663" border="0" alt="" width="1" height="1" />) aus 1981 hatte noch dieses Gef&#252;hl von technischer &#220;berlegenheit aus dem Kalten Krieg, welches er ad Absurdum f&#252;hrt, indem die k&#252;nstliche Intelligenz Golem XIV so intelligent ist, dass sie kein Interesse hat, sich mit dem Menschen zu besch&#228;ftigen. William Gibsons Neuromancer-Triologie (<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3453056655?ie=UTF8&amp;tag=philosophiebl-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3453056655">Amazon-Link</a><img style="border: medium none  ! important; margin: 0px ! important" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=philosophiebl-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3453056655" border="0" alt="" width="1" height="1" />) aus dem Jahr 1984 ist hingegen schon die Liebesgeschichte zweier KIs, welche durch ihre Vereinigung eine neue Evolutionsstufe erreichen wollen. Um ihr Ziel zu erreichen, f&#228;hrt die KI namens Wintermute ein gigantisches Theaterst&#252;ck auf, in dessen Handlung sich echte Menschen wiederfinden, die w&#228;hrend der ganzen Zeit ahnungslos von ihrem Schicksal sind. Es ist ein Roman, der eine Menschheit zeigt, welche trotz ihrer technischen Verbesserungen im Sinne von technischen K&#246;rper-Implantaten, irgendwann nicht mehr f&#252;r den Fortschritt ben&#246;tigt wird. Mit den Filmen Terminator und Matrix hat das Thema der Grenze der Menschheit immer wieder Aufwind bekommen. Die postmoderne Aktualisierung dieses Themas liest man nun in den Romanen &#8222;Backup&#8220; (<a href="http://www.randomhouse.de/webarticle/webarticle.jsp?aid=9452" target="_blank" title="Download: Doctorow - Backup">kostenlos als .pdf</a>) und &#8222;Upload&#8220; (<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3453524136?ie=UTF8&amp;tag=philosophiebl-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3453524136">Amazon-Link</a><img style="border: medium none  ! important; margin: 0px ! important" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=philosophiebl-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3453524136" border="0" alt="" width="1" height="1" />) von Cory Doctorow, einer der Autoren vom weltweit bekannten Blog <a href="http://www.boingboing.net" target="_blank" title="Blog boingboing.net">boingboing.net</a>. Doctorow greift hier auf die Ideologie des Transhumanismus (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Transhumanismus" target="_blank" title="Wikipedia: Transhumanismus">Wikipedia-Link</a>) zur&#252;ck, welcher aus der Untergangs-Dystopie eine angeblich reale Chance f&#252;r die Menschheit machen will. <br /><br />Was Aldous Huxley in seinen 1957 erschienen Essays &#8222;New bottles for new wine&#8220; schon vorweg nahm, ist inzwischen zu einer weltweiten Bewegung geworden. Aus dem Untergang der Menschheit wird eine &#220;berwindung der Menschheit. Huxleys Definition vom Transhumanismus: &#8222;<em>Mensch, der Mensch bleibt, aber sich selbst, durch Verwirklichung neuer M&#246;glichkeiten von seiner und f&#252;r seine menschliche Natur, &#252;berwindet.</em>&quot; Der Mensch transzendiert sich selbst.<br />Das Gedankengut des Transhumanismus findet sich zur Zeit &#252;berall. Ein aufmerksamer Leser wird alle zwei Tage mindestens ein Artikel in der Zeitung seiner Wahl finden, welche auf der einen oder anderen Weise (meist unkritisch) den Transhumanismus thematisiert.<br />Die Idee geht folgenderma&#223;en: Der Mensch soll alle ihm zur Verf&#252;gung stehenden M&#246;glichkeiten nutzen, um seine Leistungsf&#228;higkeit zu steigern (Technik, Implantate, Medikamente, Genmanipulation). Gleichzeitig wird mit Hilfe der Informatik und Nanotechnik weiter an der Erschaffung einer k&#252;nstlichen Intelligenz gearbeitet, welche in der Lage ist, sich selbstst&#228;ndig weiter zu entwickeln. Ist die Zeit dann reif, k&#246;nnen die Menschen ihr Bewusstsein in diese mit der Welt vernetzten KI uploaden und somit eine neue Evolutionsstufe erreichen, welche sich andauernd weiter verbessern kann, ohne dass dabei ein schwer ver&#228;nderbarer biologischer K&#246;rper im Wege steht. Auf kurz oder lang kann damit eine technologische Singularit&#228;t (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Technologische_Singularit%C3%A4t" target="_blank" title="Wikipedia: Technologische Singularit&#228;t">Wikipedia-Link</a>) entstehen, deren passender Name wohl &#8222;Gott&#8220; w&#228;re.<br />Der US-amerikanische &#214;konomie- und Kulturtheoretiker Francis Fukuyama hat diese Ideologie kritisiert. Seine Studie &#8222;Our posthuman Future&#8220; (<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3423340703?ie=UTF8&amp;tag=philosophiebl-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3423340703">Amazon-Link</a><img style="border: medium none  ! important; margin: 0px ! important" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=philosophiebl-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3423340703" border="0" alt="" width="1" height="1" />) ist bei den Transhumanisten, welche sich in der <a href="http://www.transhumanism.org/index.php/WTA/index/" target="_blank" title="Link: World Transhumanist Association">World Trashumanist Association</a> (WTA) organisieren, auf wenig Gegenliebe gesto&#223;en. Zum Feindbild der Transhumanisten wurde Fukuyama dann, als er Ende 2004 auf die vom Magazin &#8222;<a href="http://www.foreignpolicy.com" target="_blank" title="Magazin: foreignpolicy.com">Foreign Policy</a>&#8220; gestellte Frage, was wohl die gef&#228;hrlichste Idee der Gegenwart ist, mit &#8222;Transhumanism &#8211; The most dangerous Idea&#8220; antwortete. Fukuyama f&#252;rchtet, dass mit dem Transhumanismus das Ende der traditionellen Begriffe &#8222;Mensch&#8220; und &#8222;Natur&#8220; bevorsteht, welche immer auch eine Unverf&#252;gbarkeit inne hatten, und warnt damit vor dem Verlust einer Letztbegr&#252;ndung von Menschenw&#252;rde und Menschenrechten.<br />Betrachtet man &#8222;<a href="http://www.transhumanism.org/index.php/WTA/more/163/" target="_blank" title="Link: Die Transhumanistische Erkl&#228;rung">Die Transhumanistische Erkl&#228;rung</a>&#8220;, dem Grundsatzprogramm der Transhumanisten, so fallen einem auch gleich Ansatzpunkte dazu auf. In Punkt 6 dieser Erkl&#228;rung hei&#223;t es: &#8222;<em>Wir halten die Schaffung von Foren zum Zwecke rationaler Diskussion &#252;ber erforderliche Ma&#223;nahmen f&#252;r notwendig, und wir brauchen eine soziale Ordnung, in der verantwortungsvolle Entscheidungen getroffen werden k&#246;nnen.</em>&#8220;<br />Eine neue soziale Ordnung soll her. Ist dies nun ein Ruf nach Evolution, nach Revolution oder schon gleich der Griff nach Weltherrschaft?<br /><br />Philosophisch f&#228;llt einem bei der Besch&#228;ftigung mit dem Transhumanismus auf, wie wenig fortschrittlich die Transhumanisten mit Erkenntnistheorie, Ethik und Logik umgehen und wie sie viele der Fehler der Aufkl&#228;rer wiederholen.<br />Insgesamt l&#228;sst sich jedoch sagen, dass wir dringend eine philosophische Auseinandersetzung mit diesem neuen Golem-Mythos brauchen, die weiter geht, als auf den Humanismus zur&#252;ck zu fallen. In meinen n&#228;chsten Beitr&#228;gen werde ich versuchen dazu einen Ansatz zu erarbeiten.</div><p><br /><br />Weiterf&#252;hrende Links:<br />Essay &#8222;<a href="http://www.sicetnon.org/modules.php?op=modload&amp;name=PagEd&amp;file=index&amp;topic_id=12&amp;page_id=430" target="_blank" title="SicEtNon: Reinhard Heil - Der Transhumanismus">Der Transhumanismus</a>&#8220; von Reinhard Heil in der Online Zeitschrift <a href="http://www.sicetnon.org" target="_blank" title="Online Zeitschrift SicEtNon">sicetnon.org</a> f&#252;r Philosophie und Kultur.<br />Wikipedia: <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Extropianism" target="_blank" title="Wikipedia: Extropianism">Extropianism</a><br />Artikel &#8222;<a href="http://www.zeit.de/2004/42/N-Transhumanismus" target="_blank" title="Die Zeit: Muggenthaler - Die Tiefk&#252;hlreligion">Die Tiefk&#252;hlreligion</a>&#8220; von Ferdinand Muggenthaler in der Zeitung &#8222;Die Zeit&#8220;.<br />Artikel &#8222;<a href="http://www.zeit.de/2007/03/C-RoboticFabrication" target="_blank" title="Die Zeit: Niels Boeing - Der Golem aus dem Rechner">Der Golem aus dem Rechner</a>&#8220; von Niels Boeing in der Zeitung &#8222;Die Zeit&#8220;. </p><div class="item_footer"><p><small><a href="http://philosophieblog.de/duerhager/am_sechsten_tag_erschuf_der_mensch_den_g">Original post</a> blogged on <a href="http://duerhager.philosophieblog.de">iSophie - Der Blog von Robert D&#252;rhager</a>.</small></p></div>]]></content:encoded>
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				<item>
			<title>Philosophen auf Youtube</title>
			<link>http://philosophieblog.de/duerhager/philosophen_auf_youtube</link>
			<pubDate>Thu, 17 Jan 2008 13:49:23 +0000</pubDate>			<dc:creator>Robert D&#252;rhager</dc:creator>
			<category domain="main">Verlautbarung</category>			<guid isPermaLink="false">218@http://philosophieblog.de/</guid>
						<description>&lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Ja, Youtube hat auch andere Dinge au&amp;#223;er Trash-Videos. Z.B. Interviews mit &lt;a href=&quot;http://www.youtube.com/watch?v=rE4-P1bxtoI&quot; target=&quot;_blank&quot; title=&quot;Youtube - Simone de Beauvoir&quot;&gt;Simone de Beauvoir&lt;/a&gt; (franz.), &lt;a href=&quot;http://www.youtube.com/watch?v=mHc4v8R1wX0&quot; target=&quot;_blank&quot; title=&quot;Youtube - Martin Heidegger&quot;&gt;Martin Heidegger&lt;/a&gt; oder &lt;a href=&quot;http://www.youtube.com/watch?v=iqIPOGIlKFI&quot; target=&quot;_blank&quot; title=&quot;Youtube - Theodor W. Adorno&quot;&gt;Theodor W. Adorno&lt;/a&gt;. Und auch Internet-Vordenker wie &lt;a href=&quot;http://www.youtube.com/watch?v=mRjiODdrJIM&quot; target=&quot;_blank&quot; title=&quot;Youtube - Vilem Flusser&quot;&gt;Vil&amp;#233;m Flusser&lt;/a&gt; lassen sich dort endecken.   &lt;/p&gt;&lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.webwriting-magazin.de/philosophen-auf-youtube/&quot; target=&quot;_blank&quot; title=&quot;WebWriting-Magazin - Philosophen auf Youtube&quot;&gt;Via WebWriting-Magazin&lt;/a&gt;.  &lt;/p&gt;&lt;div class=&quot;item_footer&quot;&gt;&lt;p&gt;&lt;small&gt;&lt;a href=&quot;http://philosophieblog.de/duerhager/philosophen_auf_youtube&quot;&gt;Original post&lt;/a&gt; blogged on &lt;a href=&quot;http://duerhager.philosophieblog.de&quot;&gt;iSophie - Der Blog von Robert D&amp;#252;rhager&lt;/a&gt;.&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="justify">Ja, Youtube hat auch andere Dinge au&#223;er Trash-Videos. Z.B. Interviews mit <a href="http://www.youtube.com/watch?v=rE4-P1bxtoI" target="_blank" title="Youtube - Simone de Beauvoir">Simone de Beauvoir</a> (franz.), <a href="http://www.youtube.com/watch?v=mHc4v8R1wX0" target="_blank" title="Youtube - Martin Heidegger">Martin Heidegger</a> oder <a href="http://www.youtube.com/watch?v=iqIPOGIlKFI" target="_blank" title="Youtube - Theodor W. Adorno">Theodor W. Adorno</a>. Und auch Internet-Vordenker wie <a href="http://www.youtube.com/watch?v=mRjiODdrJIM" target="_blank" title="Youtube - Vilem Flusser">Vil&#233;m Flusser</a> lassen sich dort endecken.   </p><p align="justify"><a href="http://www.webwriting-magazin.de/philosophen-auf-youtube/" target="_blank" title="WebWriting-Magazin - Philosophen auf Youtube">Via WebWriting-Magazin</a>.  </p><div class="item_footer"><p><small><a href="http://philosophieblog.de/duerhager/philosophen_auf_youtube">Original post</a> blogged on <a href="http://duerhager.philosophieblog.de">iSophie - Der Blog von Robert D&#252;rhager</a>.</small></p></div>]]></content:encoded>
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