Die Freiburger Kantstiftung befasst sich mit dem brisanten Thema der Allmende (Wikipedia-Link). Hierzu hat sie ein Manifest erstellt, welches vierzehn konkrete politische Forderungen enthält. Dabei behandelt die Kantstiftung jedoch nicht nur die natürlichen Gemeinschaftsgüter, sondern zählt unter den sicherzustellenden Lebensgrundlagen auch kulturelle und sozioökonomische Ressourcen, womit sie nahtlos an die aktuelle Diskussion um das geistiges Eigentum anknüpft. Das Manifest soll zur UN Biodiversitäts -Konferenz in Bonn am 25.05.2008 veröffentlicht werden und kann bis dahin noch von Unterstützern unterzeichnet werden.
Hier der Aufruf zur Unterzeichnung:
Liebe zivilgesellschaftliche Gemeinde,
die UN Biodiversitäts -Konferenz in Bonn steht vor der Tür. Wir möchten dieses wichtige Ereignis nutzen, um ein Manifest zum Schutz unserer Gemeinschaftsgüter in die Welt zu bringen.
In diesem Manifest fordern wir, dass natürliche Gemeinschaftsgüter (wie das Klima, das Wasser, Fauna und Flora), aber auch Öffentliche Güter und damit gesellschaftliches bzw. Bürger - Eigentum (wie die Bahn, das Gesundheitswesen usw.) nicht länger beliebig Gegenstand privatwirtschaftlicher Disposition und Renditeerwartung sein dürfen.
Wir fordern ein Ende des Ausverkaufs unserer natürlichen und sozialen Lebensgrundlagen!
Die ethische Begründung dazu liefert der Namensgeber unserer Stiftung, Immanuel Kant. Wir fordern, dass in bestimmten Bereichen die einseitig ökonomische Orientierung einem nachhaltigen und schonenden Umgang mit unseren Ressourcen weicht. Anderenfalls wird das Überleben eines Großteils der Menschheit fraglich.
Wichtig: Wir wollen keinen abrupt erzwungenen "Systemwechsel", sondern einen vor-sorglichen Systemwandel im Sinne eines bedachtsameren Umgangs mit unserer aller Ressourcen.
Das Manifest wird in Bonn während der UN Konferenz veröffentlicht. Auf unserer Veranstaltung am 21. Mai im GSI werden Alternative Nobelpreisträger wie Vandana Shiva und Pat Mooney, aber auch Umweltstaatssekretär Michael Müller sprechen.
Dies zeigt Ihnen, dass unser Vorstoß von maßgeblichen Repräsentanten aus Zivilgesellschaft und Politik unterstützt wird. - Wir suchen aber nicht nur die Unterstützung von Insidern.
Dieses Thema geht uns als alle an!
Zusätzlich zum Manifest gibt es noch eine ausführlichere Denkschrift.
Via Commonsblog.de
