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4 Kommentare

  1. § wb® E-Mail sagte am:
    Vielen Dank Robert, ein sehr interessanter Artikel zu einem ebenso interessanten Thema. Ich möchte zunächst an die Systemtheorie von Niklas Luhmann, Ökologische Kommunikation, Opladen 1986 zitiert in
    http://www.brock.uni-wuppertal.de/cgi-bin/echo.pl?vorlage=v_white_32&druck=Kommunikation
    und Niklas Luhmann: Soziale Systeme, Ffm. 1987 erinnern, sowie an Bazon Brock und Stefan Asmus
    http://www.brock.uni-wuppertal.de/Vademecum/
    die eine philosophisches Internetlexikon mit dem Schwerpunkt Kommunikation ins Netz gestellt haben. Übrigens eine webtechnisch sehr interessante Arbeit, da sie ein animiertes Java Applet zur Hypertext- Navigation durch die betitelten Themen enthält, was ich bisher noch nirgends gesehen habe.
    Ebenso wäre Herbert Marshall McLuhan, der wohl bekannteste Medienphilosoph zu erwähnen. "The medium is the message" Die "Gutenberg-Galaxis" wird von der "Marconi-Galaxis" abgelöst (1962).
    Das Internet hat die Kommunikation und damit die Konsens-Herstellung wesentlich forciert. Jeder einzelne kann weltweit fast ohne Kosten daranteil nehmen und eigene Beiträge zur Diskussion stellen. Die Suchmaschinen definieren dann letzten Endes mehr oder weniger von selbst, das heißt auf Grund von Algorithmen, die nur das Benutzerverhalten auswerten, ob ein Beitrag zum Konsens wird oder nicht. Die neueren Techniken, insbesondere der RSS Feed ermöglichen es praktisch jedermann, kostenlos zum Autor zu werden und seine Werke der ganzen Welt nicht nur fast zum Nulltarif, sondern auch ohne die geringste Verzögerung zur Kenntnis zu bringen. Ja noch mehr, RSS liefert zugleich die kostenlose "Sofort-Werbung" für die Veröffentlichung. Bei YouTube(TM) wird der Autor sogar zum Filmgestalter. Hier wird das "virtuelle Paradies" und die unverhüllte Selbstdarstellung schon zumindest zur optischen Wirklichkeit. Das ursprünglich von Netscape entwickelte RSS-Format hat eine bewegte Vergangenheit. Je nach Auslegung und Version steht das Kürzel für "Really Simple Syndication", "RDF Site Summary" oder "Rich Site Summary". Einen Aufschwung erlebte das Format mit Aufkommen von Blogs, gepaart mit speziellen RSS-Readern, die es so erlauben, eine Vielzahl von Nachrichtenquellen stets aktuell zu verfolgen. Das relativ einfache Format ist aber flexibler und auch zu anderen Zwecken einsetzbar, beispielsweise als Grundlage für Podcasting (I-Pod-Broadcasting).
    Dazu kommt noch die Technik des "Trackback", mit der man nicht nur die eigenen Web-Dokumente gestalten kann, sondern sogar auf einer fremden Website (nicht zu verwechseln mit Webseite) seine eigenen Informationen und Links platzieren kann. Es ist etwas anderes, als selbst einen fremden Link auf die EIGENE Site zu setzen: Beim Trackback setzt man mittels eines "Ping" einen Link zu seiner eigenen Site auf die Site eines ANDEREN!!!
    Allerdings lauert auch hier der Teufel in Gestalt des berüchtigten "Spam", der diese wohlgemeinte Technik zum "bösen" missbraucht und damit teilweise (in Form von Spamblock-Maßnahmen) schon wieder zerstört hat.
    Abschließend noch ein Link auf meinen eigenen, sehr bescheidenen Essay aus
    dem Jahr 2001: Das virtuelle Paradies
    http://www.wbaudisch.de/Paradise.htm

    -Bearbeitet von admin am 27.01.08. Umbrüche entfernt.
  2. § Robert Duerhager® E-Mail sagte am:
    Hallo wb,
    erst einmal vielen Dank für die tollen Links. Die Navigation des Internetlexikons ist wirklich super. Ich habe so etwas bisher nur auf einer Sprach-Lern-Plattform gesehen:
    http://www.visualthesaurus.com
    Es ist zu hoffen, dass mit dieser Art dargestellten Tags das Navigieren im Netz eines Tages überschaubarer wird.

    Auch danke ich für den Beitrag über aktuelle Webtechniken, welche in der Tat zum Großteil dafür verantwortlich sind, dass das Web heute so ist wie es ist. Die Eigenschaft der Konsensherstellung ist jedoch nur eine der vielen Seiten dieser Techniken. Das Gegenteil ist deren Eigenschaft durch Konsens Information und Informationsgruppen zu trennen. So kann es vorkommen, dass ein User im Netz nur Seiten besucht, welche sie/ihn bestätigen, jedoch nie kritisieren. Durch die Fülle des Internet-Angebots kann es einem dann durchaus wie ein virtuelles Paradise vorkommen.

    Doch wie man Anhand Ihren Essays sehen kann, ist die Beeinflussung zwischen Mensch und Technik/Internet keine Einbahnstraße. Der surfende Mensch bringt seine Kultur mit in diesen Kulturraum und prägt entscheidend die Inhalte. Eine Eigenschaft, welche das Internet so menschlich macht. Es zeugt aber auch von der noch existierenden Unkontrollierbarkeit und dem Netz eigenen Anarchismus, denn wäre das Internet kontrollierbar, würde es schon längst wieder nur als Einbahnstasse genutzt, nämlich um den Menschen eine von der Wirtschaft bestimmten Kultur mit samt seinen Bedürfnissen zu verkaufen. Nicht das dies heute nicht geschehen würde, doch sorgt das Internet für einen Rückkanal, welcher für immer neue Wirtschaftszweige und Angebote sorgt. Wäre das Internet kontrolliert, dann wäre es somit eher hemmend für den wirtschaftlichen und kulturellen Fortschritt.
  3. § res sagte am:
    It's very trouble-free to find out any topic on net as compared to textbooks,
    as I found this piece of writing at this web site.
  4. § abc123website sagte am:
    I like the valuable info you provide in your articles.
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    Good luck for the next!

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