Meine Galilei-Vorliebe ist ja schon an manch anderer Stelle offensichtlich geworden. Passend zum Internationalen Jahr der Astronomie, das wir zum großen Teil Galilei zu verdanken haben, werde ich mich also im Folgenden nochmal ein wenig dem großen Physiker UND Philosophen widmen – dieses Mal allerdings einigermaßen losgelöst von seinen konkreten wissenschaftlichen Leistungen. So soll es vor allem um den Menschen Galilei und sein „Schicksal“ gehen.
Bei dem Namen Galilei denken viele automatisch an den Konflikt zwischen Naturwissenschaft und Kirche: die rückständige Kirche habe den wissenschaftlichen Fortschritt, vertreten durch Galilei, nicht anerkennen wollen und ihn deswegen verurteilt (im persönlichen Gespräch höre ich sogar immer wieder von der Auffassung, die Kirche habe Galilei exekutiert – zumindest sei er ja Jahre lang in den Kerker gesteckt und gefoltert worden…).
Wollen wir also das Ganze ein wenig näher betrachten. Zu Galileis Zeiten war trotz der beginnenden neuzeitlichen Naturwissenschaft (z.B. Kopernikus, Digges, Gilbert) die aristotelische Naturphilosophie nach wie vor das Maß aller Dinge in der Wissenschaft. Durch Philosophen/Theologen wie Albertus Magnus und Thomas v. Aquin hatte der Aristotelismus eine beeindruckende Vereinigung mit dem Christentum erfahren, wodurch sich Christentum und Aristotelismus gegenseitig stützten und Angriffe auf einen der beiden „Partner“ automatisch auch einen Angriff auf den anderen bedeuteten. Berechtigte Kritik (wie z.B. in der Astronomie/Kosmologie, im Falle der Beschreibung des Werfens oder freien Falls) an der geltenden Physik hatte automatisch theologische Bedeutung und der Aristotelismus in seiner Geschlossenheit konnte nur als Ganzes verteidigt werden. In dieses Wissenschaftsklima wurde Galilei hineingeboren, das war die Situation, die Galilei vorfand.
Nun war die Überwindung des Aristotelismus in dem weiten Feld der Physik (unter Rückgriff auf den Platonismus) der Hauptantrieb in Galileis wissenschaftlichem Wirken. Dieses Streben war bekanntermaßen nachweislich auch von großem Erfolg geprägt. In einem Punkt genügte es Galilei allerdings nicht, die Naturwissenschaft/Philosophie voranzubringen, sondern er wollte die gesamte Öffentlichkeit wachrütteln: beim kopernikanischen Weltbild. Bei diesem Thema sollte ein jeder sehen, dass die aristotelische Position falsch war. Mit beinahe fanatischem Eifer machte er sich daran, den kopernikanischen Heliozentrismus gegen das aristotelisch-ptolemäische geozentrische Modell zu verteidigen. Nun müssen wir uns aber daran erinnern, dass der Geozentrismus in der aristotelischen Naturphilosophie keine Apriori-Annahme bzw. ein Postulat ist, sondern Konsequenz aus der Physik – aus der Theorie der natürlichen Bewegung und des natürlichen Ortes in Verbindung mit der Elementenlehre ergibt sich, dass schwere Körper zum Weltmittelpunkt streben und sich folglich kugelförmig um ihn herum anordnen müssen, während die Himmelskörper (da aus dem fünften Element bestehend, dessen Eigenschaft der ewigen Kreisbewegung den Eigenschaften der übrigen vier Elemente entgegenstand) in konstanter Entfernung um den Mittelpunkt kreisen: die Erde muss aus physikalischen Gründen im Weltmittelpunkt ruhen, während die Planeten und Gestirne (aus der „Quinta Essentia“ Äther) in Kreisbahnen um die Erde (da Mittelpunkt der Welt) laufen müssen. Ein heftiges Rütteln am Geozentrismus bringt das gesamte aristotelische Gerüst und damit die ganze geltende Physik zum Einsturz. Vor diesem Hintergrund ist es leicht vorstellbar, dass die arrivierte Wissenschaft der euphorischen Verkündigung des Kopernikanismus durch Galilei mehr als skeptisch gegenüberstand.
Wie sehr Galilei auf öffentliche Wirksamkeit bedacht war und welch starken Drang er hatte, das kopernikanische System in die Köpfe der breiten Masse geradezu einzuhämmern, lässt sich an ein paar Beispielen darlegen. Unabhängig davon, dass er in seinem „Missionierungseifer“ auch gern einmal die guten Manieren vergessen hatte und dann intellektuelle Gegner als „geistige Pygmäen“ bezeichnete, griff Galilei tief in die Trickkiste, um ein möglichst großes Publikum mit einfach verständlichen Erklärungen zu erreichen: so war es beinahe ein wissenschaftliches Unding, dass er in Italienisch statt in Latein publizierte. Dabei bevorzugte Galilei in klassisch sokratischer Tradition die aus dialektischer Sicht hervorragend geeignete Dialogform – obendrein in einer literarisch und rhetorisch sehr ansprechenden Art und Weise geschrieben. Ebenso in der Tradition der antiken Philosophie suchte er oft den offenen Dialog und Disput in der Menschenmenge. Ein weiteres Beispiel für den Versuch, möglichst unkompliziert und damit massenfähig zu argumentieren, ist die Tatsache, dass Galilei bei der Beschreibung des Kopernikanischen Modells mit starken Vereinfachungen arbeitet – so gibt es keine Epizykel und keinen Exzenterpunkt mehr. Brahes Kompromiss wird, damit keine unnötige Verwirrung aufkommt, in den Diskussionen über das richtige Weltmodell gleich völlig weggelassen (in diese Richtung geht auch eine häufig gebrauchte, wenngleich nicht vollständig befriedigende Argumentationslinie, die Galileis Negierung von Keplers Ellipsen erklären soll).
Dieser immense Eifer auf Seiten Galileis trug letztendlich maßgeblich zur Konfrontation mit der Kirche bei. Was war geschehen? Galileis Angriffe auf und Widerlegungen der aristotelischen Physik/Philosophie (z.B. astronomische Entdeckungen, Bewegung) führten rasch zu Konfrontationen mit der geltenden Physik und deren Vertretern – also primär mit der Wissenschaft. Ironie der Geschichte: es waren vor allem auch (abstrahierte) empirische Beweise, die den „Empiriker“ Aristoteles widerlegten. Gerade das vehemente Eintreten für das kopernikanische System sorgte aber auch für Unmut in (Teilen) der Kirche. Den anfänglichen philosophisch-naturwissenschaftlichen Angriffen gegen Galilei schlossen sich bald theologische Vorbehalte – insbesondere gegen die Erdbewegung – an. Dem versucht der tief gläubige Katholik Galilei bereits früh entgegen zu wirken, indem er eine modern anmutende Trennung der „Zuständigkeitsbereiche“ von Naturwissenschaft und Theologie sowie eine sehr sorgsame und vorsichtige Bibelinterpretation fordert. Noch 1615 hatte Rom als offizielle Instanz keinerlei größere Probleme mit Galileis Ansichten. Kardinal Bellarmin (er hatte maßgeblichen Anteil am Todesurteil gegen Bruno 1600) als Chefankläger der Inquisition riet Galilei allerdings, er solle – wie im Fall des Kopernikanismus bis jetzt für gewöhnlich geschehen – vom heliozentrischen System als (Arbeits)Hypothese sprechen und es nicht als Wahrheit proklamieren. Damit könne Rom gut leben. Wie wir gesehen haben, war ein solch „diplomatisches“ Verhalten Galilei jedoch fremd.
Was nun stark vereinfacht folgt, hat große Ähnlichkeit mit einem (bis heute nicht aufgelösten) Kriminalroman. 1616 hatte sich Rom erneut mit astronomischen Thesen Galileis auseinandergesetzt, nachdem dieser weiter mit aller Macht für Kopernikus in der Öffentlichkeit eingetreten war. Papst Paul V. gab daraufhin Bellarmin den Auftrag, Galilei von einer weiteren Verteidigung des kopernikanischen Systems abzuhalten – sollte Galilei nicht mitspielen, müsste ein direkter und offizieller Befehl der Unterlassung folgen, der auch eine hypothetische Beschreibung des Heliozentrismus verbieten würde. Der Kriminalfall nimmt nun seinen Lauf, indem es heute zwei offizielle Dokumente über die folgenden Geschehnisse gibt: einmal wird behauptet, es habe eine Mahnung an Galilei gegeben, einmal wird behauptet, es sei der offizielle Befehl mit dem Verbot ausgesprochen worden. Galilei ließ die ganze Angelegenheit nach wie vor relativ unberührt, insbesondere da weiterhin freundschaftliche Treffen mit hohen Kirchenvertretern (bis hin zum Papst) stattfanden. 1623 besteigt nun mit Urban VIII. ein Mann den Stuhl Petri, der Galilei bei verschiedensten Anlässen seine Bewunderung ausgedrückt hatte. Nun schöpft Galilei Hoffnung, die ganzen Querelen hinter sich lassen zu können – und begeht einen folgenschweren Fehler: er erwähnt den Vorfall aus dem Jahre 1616 mit keinem Wort.
Im 1632 erschienenen „Dialog“ ist der Charakter einer rein hypothetischen Beschreibung der Erdbewegung um die Sonne nur schwer zu erkennen. Dazu kommt, dass Galilei im Buch wenig charmant eine Ähnlichkeit zwischen Papst Urban und dem aristotelischen Tölpel Simplicio erkennen lässt. War dies alles schon dem Verhältnis Galilei-Kirche mehr als unzuträglich, wurde nun auch noch – Kriminalfall Teil 2 – diejenige Aufzeichnung Papst Urban zugespielt, wonach Galilei 1616 ein Verbot der Behandlung des Kopernikanismus erhalten hatte. Urban fühlte sich von Galilei betrogen und von da an brachen die Dämme – Galilei wurde angeklagt und der Inquisitionsprozess begann 1633. Nachdem Galilei entlastendes Material – er hatte unter anderem ein altes Dokument des längst verstorbenen Bellarmin, wonach er 1616 nicht abschwören musste – anbringen konnte, wurde die Anklage abgeschwächt. Sollte Galilei kooperieren, habe er auch nur eine milde Strafe zu befürchten. An diesem Punkt wurde Galilei nun tatsächlich diplomatisch und arbeitete mit – umso mehr überraschte ihn die (nicht einstimmig ausgesprochene) harte Strafe: unbegrenzte Kerkerhaft. Papst Urban sorgte allerdings dafür, dass Galilei die Strafe nicht antreten musste, sondern bei einem befreundeten Bischof (ein Schüler Galileis) und anschließend in seiner eigenen Villa abzusitzen hatte. Dort wurden dann – mittlerweile blind – die bemerkenswerten „Discorsi“ geschrieben und Freunde und Bekannte empfangen, darunter so große Namen wie Hobbes, Milton oder (vermutlich) Descartes. Das „Und sie bewegt sich doch“ Galileis ist genauso wie die Fallversuche am Schiefen Turm von Pisa im Übrigen im Reich der Legenden anzusiedeln.
Abschließend sei darauf hingewiesen, dass bei aller selbstverständlich berechtigten Kritik an der Kirche, Eingriffe in die wissenschaftliche Freiheit vorgenommen zu haben, der Prozess (für damalige Verhältnisse) fair verlaufen ist. Unabhängig von dem fälschlicherweise daraus abgeleiteten Recht, in wissenschaftliches Gedankengut eingreifen zu dürfen, muss festgehalten werden, dass sich die Kirche dahingehend „im Recht“ befand, von Galilei eine hypothetische Behandlung des kopernikanischen Systems zu verlangen. Trotz aller Indizien gelang es ihm nicht, einen empirischen Beweis für das kopernikanische Modell zu liefern. Dies gilt für die korrekten astronomischen Erkenntnisse ebenso wie für den missglückten Versuch, Kopernikus mit einer Gezeitentheorie zu beweisen. Galilei hatte zwar das aristotelisch-ptolemäische Modell endgültig widerlegt, doch einen zwingenden Grund für den Heliozentrismus (vgl. z.B. Brahe) konnte er nicht liefern. Der Punkt, an dem schon Kopernikus hing, war auch Galileis Problem: die fehlende Fixsternparallaxe. Diese wurde erst 1838 durch Bessel (mit wesentlich besseren Teleskopen als zu Galileis Zeiten) entdeckt – wenngleich natürlich bereits Newton die physikalischen Gesetze für das modifizierte kopernikanische System lieferte.

"Galilei war kein "Opfer des mittelalterlichen Obskurantismus", was der Agnostiker Paul Feyerabend 1976 erkennt: "Die Kirche zur Zeit Galileis hielt sich viel enger an die Vernunft als Galilei selber, und sie zog auch die ethischen und sozialen Folgen der Galileischen Lehren in Betracht. Ihr Urteil gegen Galilei war rational und gerecht, und seine Revision lässt sich nur politisch-opportunistisch rechtfertigen."
Carl Friedrich von Weizsäcker ist sogar noch einen Schritt weitergegangen. Der Physiker
erkennt, dass Galilei sich auf einem Pfad bewegte, der direkt zur Atombombe geführt hat. Galilei verkörperte eine Naturwissenschaft, die vollkommen frei sein will - frei auch von Gott."
Quelle: URL: http://www.welt.de/wams_print/article1575319/Galileo_Galilei_war_kein_Maertyrer_der_Vernunft.html
So ganz kann man den Artikel in der Welt (aus dem Du zitierst) nicht für voll nehmen. Dass Langer einen sehr einseitigen bis unzulässig verkürzenden Blick auf die ganze Geschichte hat, dürfte nicht schwer nachzuvollziehen sein.
So ist es definitiv falsch, zu sagen, für „Kirche und Papst war das kopernikanische Weltbild nie ein Problem“. Natürlich hatten (große) Teile der Kirche, wie die zeitgenössische Naturwissenschaft, damit ein Problem. Im Artikel geht es weiter: „Galilei wollte Kopernikus beweisen. Doch mit Ebbe und Flut geht das nicht - und Besseres hatte er nicht in der Hand.“ Das ist ja noch viel schlimmer… Selbstverständlich hatte er besseres in der Hand: ich erinnere nur an die ganzen naturphilosophischen Widerlegungen des aristotelisch-ptolemäischen Systems sowie astronomielastiger natürlich die Venusphasen und indirekt die Jupitermonde.
Korrekt ist, dass Galilei keinen „Beweis“ hatte (an der Stelle ließe sich trefflich über die prinzipielle Beweisbarkeit naturwissenschaftlicher Aussagen im Gegensatz beispielsweise zur vollständigen Induktion der Mathematik diskutieren) – und dass an diesem Punkt die Kirche im „Recht“ war, von Galilei zu verlangen, dass er den Hypothesencharakter betonen solle (wenngleich es natürlich prinzipiell hochgradig bestätigte Hypothesen gibt, deren Wahrheit nach allem menschlichen Ermessen als gegeben anzusehen ist). Deswegen allerdings der Kirche eine größere Vernunft als Galilei zubilligen zu wollen, ist für mich auch absolut nicht nachvollziehbar. „Die“ Vernunft (was ist das überhaupt genau? Dort kein Wort der Definition) hätte der Kirche (genau wie den naturwissenschaftlichen Aristotelikern – aber die werden im Artikel nicht angesprochen) klar machen müssen, dass die eigene Position nicht haltbar ist – das wird auch nicht dadurch geändert, dass Galileis Position (noch) nicht bewiesen war. Aber Galilei konnte für sich eindeutig eine epistemisch vorteilhafte Lage beanspruchen – zumindest, wenn man Brahe außen vor lässt.
Auch die Aussage, Galilei fühlte sich (mit seiner Naturwissenschaft) vollkommen frei vor Gott, ist einfach falsch. Galilei sah in der Naturwissenschaft (und Mathematik) einen Weg ZU Gott, sie „diente“ ihm sozusagen. Nur hatte er richtigerweise darauf bestanden, dass bei der Naturerkenntnis/Naturforschung nicht die Theologie das Primat haben sollte.
Gruß
Es mag schon stimmen, daß Langer in mancher Beurteilung daneben liegt, ich kann das nicht beurteilen. Mir ging es im Wesentlichen um das Feyerabend- und Weizsäcker-Zitat.
Was bei dem ersteren Zitat die höhere Vernunft(hier vielleicht die Beurteilung der vorliegenden Fakten: der Augenschein, die Erklärungen des Ptolemäus, die Aussagen der Schrift,etc.) der Kirchenvertreter im Vergleich zu der Galileis sein könnte, so kann ich deren Opposition nachvollziehen, wenn ich mich in die Zeit versetzte.
Dazu eine kleine Anektode. Im Nachbardorf lebte eine Frau, die bei der Gartenarbeit ihrem mittlerweile hochbetagten Sohn einschärfte, er solle sich nicht von den gottlosen Erklärungen der Erdbewegung (und Planetenbewegung) in die Irre führen lassen. Es sei völlig offensichtlich, wie er selber doch sehen könne, daß die Sonne im Osten auf und im Westen untergehe.
Und die Frau hatte keine Ahnung von Ptolemäischen Erklärung der Rückläufigkeit der Planetenbahnen und ähnlichem.
Bemerkenswerter scheint mir vor allem der Hinweis Weizsäckers zu sein, daß mit Galilei ein Prozeß begann, der u.a. zur Atombombe führte.Eine Beurteilung, die der Weizsäcker-Freund Georg Picht so ausdrückte: Eine Wissenschaft (und Technik), die zur Zerstörung der Lebenswelt führt, kann das Wahre nicht sein.
Viele Grüße
Zu dem zweiten Zitat, zu dem ich aus Galileis Sicht ja schon geschrieben habe: mich wundert Weizsäckers Aussage - weniger von prinzipiellen Gehalt, als vielmehr wegen des Bezugs zu Galilei.
Sie ist höchstens dahingehend "gerechtfertigt", wenn man die moderne Naturwissenschaft an sich als Unheilsbringer (z.B. Atombombe) verteufelt - denn die hat Galilei begründet. Aber das ist eigentlich auch nicht Weizsäckers Intention (wäre auch völlig daneben).
Auf einem anderen Blatt stehen die Wertfreiheit/Wertneutralität von Wissenschaft und deren moralische Verantwortung. Doch würde ich prinzipiell eher "dem" Menschen als "der" Wissenschaft die Schuld geben. Auch ich bin der Meinung, dass man wissenschaftlich nicht alles machen sollte/darf, was man rein theoretisch könnte. Die Grundlagen solcher normativen Positionen könn(t)en sich dabei allgemein aus einem breiten Spektrum speisen - von humanistischen Errungenschaften bis hin zu religiösen Überzeugungen. Doch sehe ich auch einen großen Unterschied zwischen (der unheimlich wichtigen) Grundlagenforschung und Anwendung des entsprechenden daraus gewonnenen Wissens. Vorsicht sollte man - wenn nötig - insbesondere im zweiten Bereich walten lassen.
Viele Grüße
PS. Die Anekdote mit der Frau im Nachbardorf finde ich unglücklich, da die Kirche (bzw. viele ihrer Vertreter) ja wissenschaftlich auf dem Laufenden war. Sie betrieb auch selbst Astronomie etc., es gab also nicht "die" schlaue Naturwissenschaft und "die" unwissende Kirche. Die Kirche hatte die gleichen Vorraussetzungen wie die Physik- (also Naturphilosophie-)Professoren - und beide "wollten" nicht...
Manchmal ist an den Dingen mehr die Essenz der Aussage wichtig, als deren Détails.
Wobei ich keinesfalls Fehler in den Détails unterstellen möchte; ich nehme sie als gegeben hin und habe sie nicht überprüft;
Für das war der Text zu interessant *smile*