« Die Entstehung der neuzeitlichen Naturwissenschaft (1)Philosophie des Zufalls »

4 Kommentare

  1. § ms E-Mail sagte am:
    Eine schöne Zusammenstellung; ich habe dazu zwei Anmerkungen:

    1. Glauben Sie, daß das Paradigma "Vom Mythos zum Logos" wirklich auf die Philosophiegeschichte angewandt werden kann, und warum? Man liest ja allenthalben Einwände, zumal aus historischer und philologischer Perspektive.

    2. Ich vermisse schmerzhaft die Erwähnung von Homer, dem Dreh- und Angelpunkt aller kosmogonischer Spekulation bei den alten Griechen. (Dieser ist wiederum vom Orient beeinflußt, was ja in Ihrem Text ausgeklammert ist.)

    Herzlich
    ms von phainomena.de
  2. § heichele® E-Mail sagte am:
    Danke für den Kommentar. Auf beide Anmerkungen möchte ich mit dem Begriff "Rationalisierungsprozess" antworten.

    Zu 1.: Bei einer Gleichsetzung von "Vom Mythos zum Logos" mit "Rationalisierungsprozess" sehe ich gar keine andere Möglichkeit, als diese Position einzunehmen. Während dieser Prozess bei Hesiod (oder eben Homer) kaum feststellbar war, setzt er bei den Vorsokratikern mit aller Deutlichkeit ein.

    Damit zusammenhängend auch meine Bemerkung zu 2.: Bei Homer sind nicht die Kriterien einer „wissenschaftlichen“ Kosmologie zu finden.

    Viele Grüße
    Thomas Heichele
  3. § ms E-Mail sagte am:
    Die "wissenschaftliche Kosmologie", nehme ich an, sei hier an der Idee moderner Wissenschaftlichkeit orientiert. Ich vermute jedoch, daß bei einer solchen Betrachtung etwas vom besonderen Reichtum der "vorrationalen" Mythen verloren geht. Ich glaube nicht, daß es sich um primitiven Stadie der Wissenschaft handelt. Vielleicht antworte ich bald ausführlicher in meinem Blog ...
  4. § heichele® E-Mail sagte am:
    Ich denke, man muss hier einfach sauber trennen. Korrekterweise wird von "vorrationalen Mythen" gesprochen - und das ist eben etwas anderes als rationale Wissenschaft. Gleichwohl bin auch ich der festen Überzeugung, dass wir es bei diesen Mythen mit einem enormen kulturellen Reichtum zu tun haben, den es nicht zu vergessen gilt. Und zweifelsohne waren sie (progrssiver) Bestandteil auf dem Weg in die (moderne) Wissenschaftlichkeit.

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