« UNESCO Welttag der PhilosophieFaszination Universum – Faszination Märchen: warum macht Harald Lesch so einen Unfug mit? »

2 Kommentare

  1. § Markus Schroer® E-Mail sagte am:
    Und der Wahnsinn nimmt kein Ende. Ich habe mir sämtliche Thesen durchgelesen: 90 davon sind definitiv falsch, die verbleibenden fünf laufen ins Leere. Die größte Unverschämtheit neben den teilweise dreisten Lügen und Verleugnungen der Beweise für die Evolution (die hier ständig mit physikalischen Theorien durcheinandergeworfen wird) ist die Bemerkung unter dem Asterix am Ende, man möchte die Autoren in Kenntnis setzen, wenn es zwingende Widerlegungen ihrer Thesen gebe.
    Natürlich tauchen darin auch so alte Freunde wie »irreduzible Komplexität« (Schwachsinn!) und die Leugnung fossiler Funde von Übergangsformen auf (dies verschuldet die falsche Vorstellung der Kreationisten, es müsse Übergänge zwischen den heute existierenden Lebensformen geben; daher auch die Forderung nach »Crocoducks« und »Fronkeys«).So etwas kann man einfach nicht mehr ernst nehmen. Allen Zweiflern seien die folgenden Bücher empfohlen:

    Coyne, Jerry A.: Why Evolution is True; Oxford: Oxford University Press 2009; ISBN 978-0-19-923084-6

    Dawkins, Richard: The Greatest Show on Earth. The Evidence for Evolution; New York, London, Toronto, Sydney: Free Press 2009; ISBN 978-1-4165-9478-9

    Kitcher, Philip: Living with Darwin. Evolution, Design, and the Future of Faith; Oxford: Oxford University Press 2007; ISBN 978-0-19-531444-1.
  2. § heichele® E-Mail sagte am:
    Stimme Dir da vollkommen zu. Ich habe mich auch über die "Thesen" nur amüsieren können: eine Mischung aus absurd, falsch und nichtssagend (mit ein wenig mehr Zeit sollte man sich an jede einzelne zur Widerlegung heranmachen) – und auch die ach so redliche Art des Offfenseins für ZWINGENDE Widerlegungen ist lächerlich, da hier unverschließbare Türen offen bleiben.

    „Zwingende Widerlegungen“, die gegen jede Art der Immunisierungsstrategie und entschärfenden Ad-hoc-Hypothesen gefeit, gibt es nicht. Das führt auch dazu, dass es – wie schon Russell gezeigt hat – keine Möglichkeit gibt, logisch zwingend die Annahme zu widerlegen, dass die Welt erst vor fünf Minuten entstanden sei – genau in dem Zustand, wie sie vor fünf Minuten war: mit all den Menschen und ihren Erinnerungen und mit all den naturwissenschaftlich zugänglichen Charakterisierungen. Ein gefundenes Fressen für Kreationisten… Doch aus der logischen Unmöglichkeit der Widerlegung einer Behauptung folgt noch lange kein plausibler Grund (geschweige denn ein logischer Zwang), sie für wahr zu erachten. In den letzten Jahrtausenden hat der Mensch im Streben um intersubjektive Objektivierbarkeit nicht umsonst gewisse Rationalitätskriterien und Plausibilitätsannahmen entwickelt – und hinter diese sollte man zu Beginn des 21. Jahrhunderts doch bitte nicht zurückfallen.

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