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Das Gute und das Böse - zwei Mächte in unserer Welt

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Die meisten Menschen sind irgendwie gut und auch irgendwie böse. Es gibt aber auch Menschen, die bewundernswert gut sind, man denke nur an die Helfer gemeinnütziger Organisationen in den Problem- und Krisengebieten dieser Welt, und wiederum Menschen, die einfach böse sind und grauenhafte Taten begehen. Woher kommt das nun? Meine These ist, das das Gute und das Böse geistige Mächte sind, die sich im Lauf der Welt in unterschiedlicher Weise verwirklichen. Dabei ist es wenig hilfreich und eher störend, wenn man diese Mächte personifiziert, etwa indem man das Gute mit Gott und das Böse mit Satan identifiziert. Man kann aber den Gedanken von Platon aufgreifen, dass es überzeitlich existierende Ideen gibt und die in Zeit und Raum existierende Dinge ihre Eigenschaften dadurch haben, dass sie an diesen Ideen teilhaben. Für mich sind das Gute und das Böse solche Ideen. Die Menschen haben daran in individuell unterschiedlichem Ausmaß Anteil. Nur soweit sich diese Ideen auf diesem Weg der Teilhabe verwirklichen, existieren sie aktuell in den Menschen als geistig-materiellen Einheiten. Im übrigen existieren sie als Potentiale, die einer weiteren Verwirklichung fähig sind.

Geht man davon aus, dass Tiere nicht gut und nicht böse sind, weil sie ihr Verhalten nicht bewusst reflektieren und nur ihren Instinkten folgen, dann sind das Gute und das Böse erst mit der Entstehung des Menschen in unsere Welt der aktuell -und nicht nur als Potentiale - existierenden Dinge gekommen. Wie können sich aber rein geistige Dinge wie das Gute und das Böse in dieser Welt verwirklichen, das heißt, wie kommen geistig-materielle Einheiten, wie die Menschen es sind - und nur solche Einheiten existieren nach Aristoteles aktuell - zustande? Da muß man sehen, das in der gesamten Evolution der Dinge in der Welt von Anfang an auch eine geistige Evolution stattgefunden hat: Alles, was entstanden ist, hat auch eine geistige Seite. So haben die Atome jeweils eine bestimmte Form, und Geist ist nach Aristoteles die Form der Materie. Die neuronalen Vorgänge im Gehirn des Menschen haben eine geistige Seite, nämlich sein Denken, Erinnern und Empfinden. Und seit dieses menschliche Gehirn in der Evolution entstanden ist, können sich das Gute und das Böse in der Welt aktualisieren, verwirklichen.

2 Kommentare

Kommentar von: Infanterie Regress [Besucher]
Geistige Mächte? Was bitte ist das? Ein Mem, eine Idee, ein unabhängig von Menschen existierende Kraft oder Idee?
Geistige Evolution von Anfang an? Also ist es eine unabhängige Macht.
Wenn wir in Dingen Form zu erkennen meinen, so ist das imho nichts als ein Erklärungsversuch. Ich kenne kein Beispiel von Form unabhängig von unserer Wahrnehmung.
Gut Und Böse existieren nicht ht unabhängig von Geist daher werden sie verwirklicht und verwirklichen sich nicht.
In diesem Sinne gute Feiertage und wenig Böses

22.12.12 @ 19:24
Kommentar von: philohof [Besucher] · http://www.philohof.com
Ich verstehe nicht, worauf Sie hinauswollen. Ok, Gut und Böse gibts nicht ohne Interpretation, ohne Geist, Tiere können nicht gut oder böse sein. Aber ist es nicht erhellender, wenn ich sage, meine Neffen schauen gerade einen Old Firehand-Film - und wenns in dem Film keine Bösewichte gäbe, dann gäbe es keinen Film: Da wäre keine Geschichte zu erzählen.
23.12.12 @ 17:42

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