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Der Mensch als Durchgangsstation materieller und geistiger Entwicklung


Betrachten wir die Entwicklung der Welt, wie sie die Naturwissenschaften uns darstellen. Am Anfang unseres Universums gab es nur Wasserstoff, Helium und energetische Felder. Daraus sind in einer  physikalisch-chemisch-biologischen Entwicklung die Sterne, die schwereren chemischen Elemente (zum Beispiel das Gold!), die Planeten, die Pflanzen, die Tiere und schließlich der Mensch entstanden. Dabei ist jeder Entwicklungsschritt, jeder neue Zustand der Dinge, aus einem früheren Zustand hervorgegangen, der diesen Schritt ermöglicht hat. Alles befindet sich im Fluss. Auch Sterne sterben, Berge werden abgetragen, Pflanzen, Tiere und Menschen sterben. Die Materie aber, aus der sie aufgebaut sind, bleibt erhalten und es entstehen aus ihr neue Gebilde. Der Körper jedes einzelnen Menschen ist so als lebender Organismus nur eine Durchgangsstation, eine momentane Situation, dieser umfassenden materiellen Entwicklung. Auch seine Knochen, die möglicherweise länger überdauern, verschwinden spätestens, wenn die Sonne zum Roten Riesen wird und die Erde verschluckt.
Überlegt man nun, wie es um die geistigen Dinge  steht, die in unserer Welt entstanden sind, und um die geistigen Vorgänge, die in ihr ablaufen, dann erkennt man, dass jeder neue geistige Zustand - ebenso wie das bei der materiellen Entwicklung der Welt der Fall ist - durch einen vorangehenden Zustand ermöglicht worden ist  und sich letzlich alles aus einem geistigen Urgrund heraus entwickelt. Dass die geistigen jeweils zusammen mit materiellen Vorgängen einheitliche Vorgänge bilden, sei nur am Rande erwähnt. Im Rahmen der globalen geistigen Entwicklung ist das geistige (geistig-seelische) Werden und Verlöschen des einzelnen Menschen nur eine Durchgangsstation oder -phase. Das gibt uns Veranlassung, uns als Menschen ganz klein zu fühlen, dafür aber die geistig-materielle Entwicklung des Kosmos und unserer Lebenswelt aus einem elementaren Urgrund heraus umso mehr zu bewundern. Vielleicht stirbt man dann leichter.

5 Kommentare

Kommentar von: EsKa [Besucher] E-Mail
großartig.
einzig der "geistige urgrund" bleibt noch,
um sich weiter gedanken zu machen.
S.K.
13.10.14 @ 08:22
Kommentar von: kay [Besucher]
Ich frage mich Warum Heißt Pizza Pizza mit A aber Die Pizzeria Pizzeria mit e

Diese Aufgabe ergibt für mich keinen sinn das leeben ergibt dadurch keinen sinn mehr und auch die welt nicht

welcher normal denkende Mensch denkt sich so etwas aus.
obwohl was ist heutzutage noch normal, in einer welt wo das haus zum verkauf eines Artikels nicht gleichbenannt ist wie das Artikel
30.10.14 @ 16:44
Kommentar von: maier [Mitglied] E-Mail
Zum "geistigen Urgrund":
Zunächst kann man den postulieren aus einer Rückverfolgung der dargestellten Kausalkette bis an den Anfang. Sodann kann man mit Aristoteles sagen, dass alles, was aktual existiert, eine materielle und eine geistige Seite hat.Das gilt auch für unser Universum, seit es existiert. Mit dem Urknall wäre dann nicht nur die materielle Welt, sondern auch die geistige Welt mit all ihren Potentialitäten entstanden.
06.11.14 @ 11:36
Kommentar von: Timtheus [Besucher]
Alles überzeugend. Es klingt jedoch etwas so, als wäre das geistige gut der menschen durch seine endlichkeit unnütz. Demnach stellt sich doch die frage nach seiner erhaltung. Ist es zu erhalten - schon rein technisch? Sollte es überhaupt erhalten werden?
Gruß T.
10.11.14 @ 15:35
Kommentar von: maier [Mitglied] E-Mail
Ich würde den geistigen Urgrund ganz analog zu materiellen Urgrund sehen: das, was alle Potenzen zur nachfolgenden Entwicklung enthält. Das ist an sich trivial,entscheidend ist aber, das es potenzielles Sein gibt, das aktualisiert werden kann.
Dass mit dem Tod des Menschen sehr viel von seinem individuellen geistigen Gut sich auflöst, scheint unvermeidlich zu sein.
05.12.14 @ 12:37

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