Der Mensch als Durchgangsstation materieller und geistiger Entwicklung
Der Philosophieblog ist dabei, sein Leben auszuhauchen, seitdem philohof nicht mehr schreibt und die akademische Arbeit von Dan Sisermann keinen Kommentar gefunden hat. Dabei ist es schade, dass das von Robert Dürhager mit vorstellbar großem Aufwand eingerichtete Forum nicht mehr von philosophisch Bewanderten und Interessierten für Diskussionen genutzt wird. Ich möchte deshalb einen Versuch unternehmen, hier etwas originäre Philosophie beizutragen in der verwegenen Hoffnung, vielleicht doch ein kommentierendes Echo zu finden.
Betrachten wir nun die Entwicklung der Welt, wie sie die Naturwissenschaften uns darstellen. Am Anfang unseres Universums gab es nur Wasserstoff, Helium und energetische Felder. Daraus sind in einer physikalisch-chemisch-biologischen Entwicklung die Sterne, die schwereren chemischen Elemente (zum Beispiel das Gold!), die Planeten, die Pflanzen, die Tiere und schließlich der Mensch entstanden. Dabei ist jeder Entwicklungsschritt, jeder neue Zustand der Dinge, aus einem früheren Zustand hervorgegangen, der diesen Schritt ermöglicht hat. Alles befindet sich im Fluss. Auch Sterne sterben, Berge werden abgetragen, Pflanzen, Tiere und Menschen sterben. Die Materie aber, aus der sie aufgebaut sind, bleibt erhalten und es entstehen aus ihr neue Gebilde. Der Körper jedes einzelnen Menschen ist so als lebender Organismus nur eine Durchgangsstation, eine momentane Sitation, dieser umfassenden materiellen Entwicklung. Auch seine Knochen, die möglicherweise länger überdauern, verschwinden spätestens, wenn die Sonne zum Roten Riesen wird und die Erde verschluckt.
Überlegt man nun, wie es um die geistigen Dinge steht, die in unserer Welt entstanden sind, und um die geistigen Vorgänge, die in ihr ablaufen, dann erkennt man, dass jeder neue geistige Zustand - ebenso wie das bei der materiellen Entwicklung der Welt der Fall ist - durch einen vorangehenden Zustand ermöglicht worden ist und sich letzlich alles aus einem geistigen Urgrund heraus entwickelt. Dass die geistigen jeweils zusammen mit materiellen Vorgängen einheitliche Vorgänge bilden, sei nur am Rande erwähnt. Im Rahmen der globalen geistigen Entwicklung ist das geistige (geistig-seelische) Werden und Verlöschen des einzelnen Menschen nur eine Durchgangsstation oder -phase. Das gibt uns Veranlassung, uns als Menschen ganz klein zu fühlen, dafür aber die geistig-materielle Entwicklung des Kosmos und unserer Lebenswelt aus einem elementaren Urgrund heraus umso mehr zu bewundern. Vielleicht stirbt man dann leichter.
Ich bin mir darüber im Klaren, dass die vorstehenden Ausführungen sehr komprimiert sind. Ich könnte auch noch viel dazu sagen. Wenn ich aber keine Kommentare bekomme, dann spare ich mir das.
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