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Naturwissenschaften und Gottesfrage

Bei einer Vortragsveranstaltung zu dem genannten Thema gingen der Theologieprofessor und der Philosophieprofessor einmütig davon aus, dass die Naturwissenschaften letzlich die Entstehung des Kosmos, der Erde und der Lebewesen auf der Erde lückenlos erklären werden, sodass ein Eingreifen Gottes zur Überwindung von Lücken nicht angenommen werden müsse. Als „Lückenbüßer“ wird danach Gott nicht benötigt. Wenn allerdings das Universum mit dem Urknall aus dem Nichts entstanden sein sollte, könnten die Naturwissenschaften das nicht mehr erklären. Man müsste dann doch einen Schöpfer annehmen. Dass die Naturgesetze und -konstanten gerade so beschaffen sind, dass sie das Entstehen der Sterne und der Lebewesen auf der Erde ermöglicht haben (sog. „Feinabstimmung“), ist wegen der extremen Unwahrscheinlichkeit einer solchen Entwicklung wie ein Wunder zu betrachten ebenso wie man die Entwicklungsschritte der biologische Evolution miit der Entstehung des Lebens, der Pflanzen, der Tiere und des Menschen als Wunder ansehen muß. Der Naturwissenschaftler nimmt nun die Naturgesetze und -konstanten einfach als gegeben hin und die Evolution des Lebendigen erklärt er mit Mutation, Neukombination der Gene und Selektion sowie den unendlich großen Zeiträumen, in denen die Entwicklung stattgefunden hat. Wenn er aber dabei stehen bleibt, übersieht er etwas ganz Wesentliches, nämlich dass dieser ganze Prozess nicht nur ein materielles Geschehen, sondern auch eine Entfaltung des Geistes darstellt, in der man auch ein durchgehendes Wirken göttlichen Geistes sehen kann. Gott ist nicht darauf angewiesen, Naturgesetze zu durchbrechen, um Wunder zu wirken. Man kann das Ganze auch als Gottesbeweis (kosmologischerG.) nehmen. Jedenfalls schließt eine lückenlos durch Naturgesetze bestimmte Kausalität in der Welt die Existenz Gottes nicht aus.

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