Comment from: Wolfgang Cernoch [Visitor] Email

Halte Ihren Beitrag für einen der professionellsten! Teile die Auffassung, daß die Sophisten zum ersten Mal die Sprache selbst philosophisch untersucht haben, wie die Kritik an den Folgen bloßer sophistischer Rhetorik. Der ontologische Aspekt unserer Vorstellungen, selbst Nicht-seiend zu sein, zieht sich bis zur »Uneigentlichkeit« und »intensionaler Inexistenz« Franz Brentanos durch.

Vielleicht würden Sie auch die Auseinandersetzung um die Zeitbedingungen der megarischen Implikation zwischen Philo von Megara und Diodorus Kronos interessant finden, die ebenfalls über Sokrates die sophistische Lust an Paradoxien entdeckt haben.

mfG

Wolfgang Cernoch

P.S.: Nur eine einzige kleine Kritik. Schon anfangs wird Aporie und Antinomie nahezu gleich gesetzt. Ich denke, daß Antinomien von Aporien (Ausweglosigkeiten) unterschieden werden können, weil Antinomien insofern auflösbar sind, als daß erkannt werden kann, wie der Widerspruch entsteht. Entweder sind beide der einander widersprechenden Aussagen falsch, oder beide sind wahr. Die Aporie erscheint mir weniger gut analysierbar zu sein.

08/10/11 @ 20:37
Comment from: Pietro [Visitor]
einfach genial !
04/02/12 @ 22:20

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