Die Weichen sind gestellt...

von Sigrun Hopfensperger E-Mail

... alle Formalitäten sind erledigt: Gesuch um Annahme als Doktorandin beim Dekanat einreichen, mit der Zulassung zum Studierendensekretariat und Immatrikulation beantragen... jetzt kann es losgehen....

2 Kommentare

Kommentar von: heichele [Mitglied] E-Mail · http://heichele.philosophieblog.de
Gratuliere Dir! Was ist geplant?
10.03.11 @ 08:58
Kommentar von: Sigrun Hopfensperger [Mitglied] E-Mail
@heichele: Danke. Ich arbeite über die Philosophie Lou Andreas-Salomés, genauer gesagt zu ihrer Weiblichkeitskonstruktion. Zum kontrastiven Vergleich stelle ich ihr die Weiblichkeitskonstruktion bei Simone de Beauvoir gegenüber. LAS geht von einem naturgegebenen "Weiblichen", also einem biologistischen Aspekt aus, während SdB zwischen Geschlecht und Geschlechtsidentifikation unterscheidet und letztere für sozial geprägt hält. Diesem Ansatz folgen übrigens die meisten modernen Genderforschungsarbeiten.

Anschließend geht es darum, den biologistischen Ansatz von LAS unter rein philosophischen Aspekten kritisch-analytisch zu betrachten. In den Sozialwissenschaften wurde schon sehr viel zu sog. "Genderthemen" gearbeitet. Aber hier geht es um eine Arbeit nach dem Muster: "Ok, folgen wir LAS einmal gedanklich. Welche Konsequenzen in der Denklogik ergeben sich daraus? Und sind diese Konsequenzen durch irgend etwas gestützt, belegbar?" Dann bedarf es auf alle Fälle eines oder mehrerer (letzteres ist wahrscheinlicher)interdisziplinäre(n/r) Blick(s/e) in die Gehirnforschung, ob sich eine geschlechtlich-weibliche Komponente im Geist wiederfinden lässt (bildgebende Verfahren bieten ja nicht einmal eindeutig Aufschluss darüber, dass Frauen-Gehirne tatsächlich anders arbeiten als Männer-Gehirne; die Erkenntnis von dem ganzheitlich operierenden Gehirn bei Frauen vs. dem eher analytisch tätigen Männer-Gehirn ist laut der Neurobiologin Sigrid Schmitz absolut nicht gesichert, vgl. ihren Aufsatz "Wie kommt das Geschlecht ins Gehirn?" http://www.linksnet.de/de/artikel/19193), ebenfalls einen Blick in die neuesten Ergebnisse der Genforschung und in viele andere Disziplinen, die sich mit dem Thema auseinandersetzen.

Das, was dabei herauskommt, kann die These LAS' entweder stützen, restlos stürzen oder aber offen lassen, sie also nicht zweifelsfrei widerlegen.

Ein sehr spannendes Thema, weil es zwar sozialwissenschaftlich und politikwissenschaftlich bereits sehr facettenreich bearbeitet wurde, aber streng philosophisch noch nicht, wobei hier die Vorgehensweise der kritisch-analytischen Methode der modernen Philosophie des Geistes angewendet werden soll.
10.03.11 @ 13:43

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