Neueste Kommentare

Als Antwort auf: Pilot oder Passagier?

Kleine Philosophin [Besucher] · http://kleine-philosophin.de
Hallo,
ich bin durch zufall auf diesen Text gestoßen und fand ihn interessant, auch ich habe mir darüber bereits das ein oder andere mal denn Kopf zerstoßen. Was wäre denn wenn es sich tatsächlich so verhielte, wie ihn vielen Büchern als Phrase beschrieben: "aber im Grunde wusste ich die Antwort schon"? Was wäre wenn wir uns bewusst entscheiden, bis diese Erkentnis uns aber erreicht hat haben wir bereit weiter überlegt und so entsteht das Gefühl der "Passagier" zu sein? Was wenn wir in zwei ebenen denken? Wenn die vordere in Bildern in Worten und ihn Tönen denkt und die hintere nicht? Wenn sie deshalb schneller ist, aber denoch beides bewusst?
MfG Kleine Philosophin
PermalinkPermalink 02.11.13 @ 23:43

Als Antwort auf: Pilot oder Passagier?

antaeus [Mitglied]
Hallo Herr Westerkamp
Sehr erfrischend Ihr Beitrag und zwar in zweifacher Hinsicht. Erstens kommt Ihr "Egalsein" der Rolle gegenüber als echt "rüber", und zweitens scheint mir diese Ihre Ansicht für einen Philosophen bedeutungsschwer. Bedeutungsschwer positiv natürlich;
Ich nenne es für mich positiven Fatalismus. (Was bleibt uns auch anderes übrig, aber das natürlich nur am Rande).
Danke im übrigen für die Blumen, das Antike betreffend. Es ist die Freiheit der älteren Jahre sich naiv und unschuldig an den Worten anderer erfreuen zu dürfen.
PermalinkPermalink 25.02.09 @ 18:01

Als Antwort auf: Mit Hand & Kant

Westerkamp [Mitglied]
Oh, ich habe ja die Beantwortung meiner Kommentare sehr schleifen lassen, aber her jetzt etwas zu den obigen Kommentaren.

@ Kategorischer Imperativ: Als Nietzsche-Fan bin ich ohnehin Anhänger eines konsequenten Individualismus. Dieser muss natürlich moralisch bleiben, diese Moral wiederum sollte jedoch indivudalistisch definiert werden. Sich dabei dem Druck auszusetzen, eine allgemeingültige Moral zu verfassen, finde ich völlig widersinnig. Platt gesagt: Ich bin ich, die andern sind die andern, und was ich für richtig halte ist meine Sache.

@ Antaeus: Erstmal hallo hier, ich werde heute auch noch bei dir kommentieren! Ich finde Lyres Aufsatz auch super, und ich finde er ist gerade deswegen gut, weil er es ermöglicht, zur naturwissenschaftlichen Seite der Philosophie zugang zu finden, auch wenn man da recht unbeleckt ist.
PermalinkPermalink 25.02.09 @ 15:40

Als Antwort auf: Mit Hand & Kant

antaeus [Mitglied]
Der Aufsatz von Prof. Holger Lyre ist tatsächlich äusserst interessant und aufschlussreich, wiewohl ich gestehen muss, dass Physik bei mir einige Jahre her ist :-)
PermalinkPermalink 08.02.09 @ 20:02

Als Antwort auf: Mit Hand & Kant

2009 [Besucher]
Weil er eine subjektive Grundlage hat, an der Funktionsweise sozialer Systeme vorbeigeht und in der Vergangenheit missbraucht worden ist (und ohnehin zum Missbrauch einlädt).
PermalinkPermalink 14.01.09 @ 02:22

Als Antwort auf: Mit Hand & Kant

Da jedoch der Kategorische Imperativ einen für den Menschen unmöglichen Anspruch darstellt, ist er eigentlich nur eine harmlose Forderung. Also warum übel nehmen?
PermalinkPermalink 14.01.09 @ 00:40

Als Antwort auf: Mit Hand & Kant

Westerkamp [Mitglied]
Auch ich bin kein Fan des "Imperativs", aber seine nachkritische Philosophie ist sicherlich ein Meilenstein.
PermalinkPermalink 25.12.08 @ 22:32

Als Antwort auf: Mit Hand & Kant

Rudolph [Besucher]
Kant ist ein "vorevolutionärer" Philosoph, seinen Kategorischen Imperativ nehme ich ihm auch heute noch übel.
PermalinkPermalink 23.12.08 @ 23:39

Als Antwort auf: Das mentale Quartett und der Funktionalismus

Westerkamp [Mitglied]
Naja, das mit dem Versehen beim Voten hätte man als Weihnachtsgeschenk ja durchaus mal unaufgeklärt lassen können. Was das philsosphische Trauerspiel im Internet angeht, muss ich dir größtenteils zustimmen. Unter den Links am Rand finden sich jedoch einige ganz Gute - ich danke dafür mal den Verantwortlichen unter meinen Blog-Kollegen hier, insbesondere vermutlich Dürhäger.
Ich wünsche auch schon mal frohe Festtage!
PermalinkPermalink 22.12.08 @ 22:59

Als Antwort auf: Das mentale Quartett und der Funktionalismus

Rudolph [Besucher]
Das Vote war ein Versehen, hat man erst einmal (versehentlich) ein Votelevel angeclickt, gibt es kein Entkommen und man _muss_ voten.
Dieses Blog hat aber meine Zuneigung, nur einmal, als ich davon las, dass das grundsätzliche Undenkbare möglich ist, wurde ich hellhörig, ansonsten alles verständlich, interessant und manchmal auch amüsant.
Pratchett ist m.E. eine der grössten heutigen Philosophen, u.a. sein konzeptionelles (philosophisches) Wissen macht seine Bücher zur Pflichtlektüre. Lustig ist der alte Bursche auch.
Sehr erfrischend hier, in anderen philosophischen Inhaltsangeboten finden sich dagegen leider oft Trauerspiele.
Und, ho ho ho, schöne Weihnachtstage!
PermalinkPermalink 22.12.08 @ 19:20

Als Antwort auf: Das mentale Quartett und der Funktionalismus

Westerkamp [Mitglied]
Als erstes vielen Dank für die super Bewertung, da werde ich doch gleich in den mentalen Zustand des Stolzes versetzt, ist schließlich meine erste - die rahme ich mir ein ;-)
Ich bin auch fest der Überzeugung, dass es ein arroganter Irrtum ist, zu denken, der Mensch sei mit seinen mentalen Fähigkeiten zwingend einzigartig.
Terry Pratchett Bibliothekar war mir in diesem Sinne noch gar nicht eingefallen, finde ich aber ein tolles Beispiel - dass Terry Pratchett ein echter Philosoph ist, wusste ich natürlich schon immer!
Was die noch offenen Fragen angeht:Wenn man den funktionalistischen Ansatz durchzieht, sind diese Fragen sicherlich alle zu beantworten, aber ich finde es ist eine große Frage, ob man das wirklich möchte - irgendwie möchte ich doch mehr sein als eine mentale Maschine...
PermalinkPermalink 22.12.08 @ 15:45

Als Antwort auf: Das mentale Quartett und der Funktionalismus

Rudolph [Besucher]
Man muss endlich weg von dem Glauben daran, dass der Mensch etwas Einzigartiges ist.
Das "Körper-Geist Problem" kann man zwar nicht "quasi wegdiskutieren", es genügt aber darauf hinzuweisen, dass es "herbeidiskutiert" worden ist.
Terry Pratchett beschäftigt sich mit diesem Thema gelegentlich in Form der Figur des Bibliothekaren beispielsweise.
Und, ja, das Alien ist eine vierte Position. ;--)

"Ist der Mensch das einzige Leben mit Geist?", "Was ist Bewusstsein?", "Gibt es einen freien Willen?", all das sind fragen die man mit einem funktionalen Ansatz lässig abhandeln kann.
Gerade zur Weichnachtszeit.
PermalinkPermalink 22.12.08 @ 11:54

Als Antwort auf: Das mentale Quartett und der Funktionalismus

Westerkamp [Mitglied]
Danke für das erste nette Kommentar, ich muss ehrlich zugeben drauf gelauert zu haben. Und wenn du dieses Thema hier weiter ausbreiten willst, freue ich mich sehr darüber. Was das Alien angeht: hier in diesem Beispiel ist das Alien nicht so bedeutend, da es Tier & Mensch ziemlich ähnlich ist. Es kann aber als Platzhalter für jede theoretisch mögliche Lebensform gesehen werden (z.B. Energiewesen, Hologramme usw. - alles was im SciFi-Bereich rumkreucht und fleucht) und erweitert so die Theorie auf tatsächlich jede mögliche physiologische Realisierung mentaler Zustände.
PermalinkPermalink 20.12.08 @ 14:06

Als Antwort auf: Das mentale Quartett und der Funktionalismus

Robert Duerhager [Mitglied] · http://duerhager.philosophieblog.de
Vielen Dank für diesen netten Beitrag zum Versuch mit der modernen Automatentheorie das Leib-Seele-Problem monistisch zu lösen. Interessant wäre hier ein weiterer Versuch, die Kritiken am Funktionalismus von Searle, Putnam und Block auf das Quartett zu übertragen. Werde mir dazu mal ein paar Gedanken machen und ggf. hier niederscheiben.

PS: Bringt uns das oben dargestellte Beispiel vom Alien weiter? Ist dies wirklich eine vierte Position, oder nur eine Mischung aus Tier und Mensch? (Diese Kritik richtet sich auch an alle hier lesenden SiFi-Autoren. Philosophisch sind Tier-Mensch-Mixe ziemlich langweilig.)
PermalinkPermalink 20.12.08 @ 13:21