Kommentar von: Robert Duerhager [Mitglied] E-Mail · http://duerhager.philosophieblog.de
Vielen Dank für diesen netten Beitrag zum Versuch mit der modernen Automatentheorie das Leib-Seele-Problem monistisch zu lösen. Interessant wäre hier ein weiterer Versuch, die Kritiken am Funktionalismus von Searle, Putnam und Block auf das Quartett zu übertragen. Werde mir dazu mal ein paar Gedanken machen und ggf. hier niederscheiben.

PS: Bringt uns das oben dargestellte Beispiel vom Alien weiter? Ist dies wirklich eine vierte Position, oder nur eine Mischung aus Tier und Mensch? (Diese Kritik richtet sich auch an alle hier lesenden SiFi-Autoren. Philosophisch sind Tier-Mensch-Mixe ziemlich langweilig.)
20.12.08 @ 13:21
Kommentar von: Westerkamp [Mitglied] E-Mail
Danke für das erste nette Kommentar, ich muss ehrlich zugeben drauf gelauert zu haben. Und wenn du dieses Thema hier weiter ausbreiten willst, freue ich mich sehr darüber. Was das Alien angeht: hier in diesem Beispiel ist das Alien nicht so bedeutend, da es Tier & Mensch ziemlich ähnlich ist. Es kann aber als Platzhalter für jede theoretisch mögliche Lebensform gesehen werden (z.B. Energiewesen, Hologramme usw. - alles was im SciFi-Bereich rumkreucht und fleucht) und erweitert so die Theorie auf tatsächlich jede mögliche physiologische Realisierung mentaler Zustände.
20.12.08 @ 14:06
Kommentar von: Rudolph [Besucher]
*****
Man muss endlich weg von dem Glauben daran, dass der Mensch etwas Einzigartiges ist.
Das "Körper-Geist Problem" kann man zwar nicht "quasi wegdiskutieren", es genügt aber darauf hinzuweisen, dass es "herbeidiskutiert" worden ist.
Terry Pratchett beschäftigt sich mit diesem Thema gelegentlich in Form der Figur des Bibliothekaren beispielsweise.
Und, ja, das Alien ist eine vierte Position. ;--)

"Ist der Mensch das einzige Leben mit Geist?", "Was ist Bewusstsein?", "Gibt es einen freien Willen?", all das sind fragen die man mit einem funktionalen Ansatz lässig abhandeln kann.
Gerade zur Weichnachtszeit.
22.12.08 @ 11:54
Kommentar von: Westerkamp [Mitglied] E-Mail
Als erstes vielen Dank für die super Bewertung, da werde ich doch gleich in den mentalen Zustand des Stolzes versetzt, ist schließlich meine erste - die rahme ich mir ein ;-)
Ich bin auch fest der Überzeugung, dass es ein arroganter Irrtum ist, zu denken, der Mensch sei mit seinen mentalen Fähigkeiten zwingend einzigartig.
Terry Pratchett Bibliothekar war mir in diesem Sinne noch gar nicht eingefallen, finde ich aber ein tolles Beispiel - dass Terry Pratchett ein echter Philosoph ist, wusste ich natürlich schon immer!
Was die noch offenen Fragen angeht:Wenn man den funktionalistischen Ansatz durchzieht, sind diese Fragen sicherlich alle zu beantworten, aber ich finde es ist eine große Frage, ob man das wirklich möchte - irgendwie möchte ich doch mehr sein als eine mentale Maschine...
22.12.08 @ 15:45
Kommentar von: Rudolph [Besucher]
*****
Das Vote war ein Versehen, hat man erst einmal (versehentlich) ein Votelevel angeclickt, gibt es kein Entkommen und man _muss_ voten.
Dieses Blog hat aber meine Zuneigung, nur einmal, als ich davon las, dass das grundsätzliche Undenkbare möglich ist, wurde ich hellhörig, ansonsten alles verständlich, interessant und manchmal auch amüsant.
Pratchett ist m.E. eine der grössten heutigen Philosophen, u.a. sein konzeptionelles (philosophisches) Wissen macht seine Bücher zur Pflichtlektüre. Lustig ist der alte Bursche auch.
Sehr erfrischend hier, in anderen philosophischen Inhaltsangeboten finden sich dagegen leider oft Trauerspiele.
Und, ho ho ho, schöne Weihnachtstage!
22.12.08 @ 19:20
Kommentar von: Westerkamp [Mitglied] E-Mail
Naja, das mit dem Versehen beim Voten hätte man als Weihnachtsgeschenk ja durchaus mal unaufgeklärt lassen können. Was das philsosphische Trauerspiel im Internet angeht, muss ich dir größtenteils zustimmen. Unter den Links am Rand finden sich jedoch einige ganz Gute - ich danke dafür mal den Verantwortlichen unter meinen Blog-Kollegen hier, insbesondere vermutlich Dürhäger.
Ich wünsche auch schon mal frohe Festtage!
22.12.08 @ 22:59

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