<?xml version="1.0" encoding="iso-8859-1"?><!-- generator="Philosophieblog/2.4.7" -->
<rss version="2.0" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:admin="http://webns.net/mvcb/" xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/">
	<channel>
		<title>Die Fremde</title>
		<link>http://philosophieblog.de/xenia/</link>
		<description>This is the blog's description.</description>
		<language>de-DE</language>
		<docs>http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss</docs>
		<admin:generatorAgent rdf:resource="http://b2evolution.net/?v=2.4.7"/>
		<ttl>60</ttl>
				<item>
			<title>GAP: Essaypreis</title>
			<link>http://philosophieblog.de/xenia/gap-essaypreis</link>
			<pubDate>Sat, 29 Aug 2009 16:56:28 +0000</pubDate>			<dc:creator>Xenia</dc:creator>
			<category domain="main">xenia</category>			<guid isPermaLink="false">539@http://philosophieblog.de/</guid>
						<description>&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://www.gap-im-netz.de/preise/essaypreis.html&quot;&gt;http://www.gap-im-netz.de/preise/essaypreis.html&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Als ich neulich an der Uni war um einen Text f&amp;#252;r meine Hausarbeit zu kopieren habe ich einen Aushang bemerkt den hier einige Philosophen interessieren k&amp;#246;nnte:&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;    Die Gesellschaft f&amp;#252;r Analytische Philosophie e.V. und die Grazer Philosophischen Studien vergeben an Studierende den ESSAYPREIS 2009.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;    Die Preisfrage 2009 lautet:&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;    Von Fiktionen lernen? &amp;#220;ber den Erkenntniswert von Gedankenexperimenten oder Literatur&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;    &amp;#8222;Und der Dichtung gen&amp;#252;gt der Sinn, der Gedanke auch ohne Bedeutung, ohne Wahrheitswert, aber nicht der Wissenschaft.&amp;#8221;&lt;br /&gt;
    (Frege, Ausf&amp;#252;hrungen &amp;#252;ber Sinn und Bedeutung)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;    1. PREIS: 300 Euro&lt;br /&gt;
    2. PREIS: 200 Euro&lt;br /&gt;
    3. PREIS: 100 Euro&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;    Die preisgekr&amp;#246;nten Essays werden in den Grazer Philosophische Studien abgedruckt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;    Angesprochen sind Studierende der Philosophie, Wissenschaftstheorie, Logik oder Philosophie/Ethik aus Deutschland, &amp;#214;sterreich oder der Schweiz, die mindestens vier Semester absolviert oder ihr Studium vor nicht mehr als einem Jahr durch einen B.A.- oder M.A.-Abschluss oder ein anderes Examen beendet haben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Viel Spa&amp;#223; :-)&lt;/p&gt;&lt;div class=&quot;item_footer&quot;&gt;&lt;p&gt;&lt;small&gt;&lt;a href=&quot;http://philosophieblog.de/xenia/gap-essaypreis&quot;&gt;Original post&lt;/a&gt; blogged on &lt;a href=&quot;http://xenia.philosophieblog.de/&quot;&gt;Xenia&lt;/a&gt;.&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.gap-im-netz.de/preise/essaypreis.html">http://www.gap-im-netz.de/preise/essaypreis.html</a></p><p>Als ich neulich an der Uni war um einen Text f&#252;r meine Hausarbeit zu kopieren habe ich einen Aushang bemerkt den hier einige Philosophen interessieren k&#246;nnte:</p>

<p>    Die Gesellschaft f&#252;r Analytische Philosophie e.V. und die Grazer Philosophischen Studien vergeben an Studierende den ESSAYPREIS 2009.</p>

<p>    Die Preisfrage 2009 lautet:</p>

<p>    Von Fiktionen lernen? &#220;ber den Erkenntniswert von Gedankenexperimenten oder Literatur</p>

<p>    &#8222;Und der Dichtung gen&#252;gt der Sinn, der Gedanke auch ohne Bedeutung, ohne Wahrheitswert, aber nicht der Wissenschaft.&#8221;<br />
    (Frege, Ausf&#252;hrungen &#252;ber Sinn und Bedeutung)</p>

<p>    1. PREIS: 300 Euro<br />
    2. PREIS: 200 Euro<br />
    3. PREIS: 100 Euro</p>

<p>    Die preisgekr&#246;nten Essays werden in den Grazer Philosophische Studien abgedruckt.</p>

<p>    Angesprochen sind Studierende der Philosophie, Wissenschaftstheorie, Logik oder Philosophie/Ethik aus Deutschland, &#214;sterreich oder der Schweiz, die mindestens vier Semester absolviert oder ihr Studium vor nicht mehr als einem Jahr durch einen B.A.- oder M.A.-Abschluss oder ein anderes Examen beendet haben.</p>

<p>Viel Spa&#223; :-)</p><div class="item_footer"><p><small><a href="http://philosophieblog.de/xenia/gap-essaypreis">Original post</a> blogged on <a href="http://xenia.philosophieblog.de/">Xenia</a>.</small></p></div>]]></content:encoded>
								<comments>http://philosophieblog.de/xenia/gap-essaypreis#comments</comments>
		</item>
				<item>
			<title>Peer 2 Peer University: Neuroethics and International Biolaw</title>
			<link>http://philosophieblog.de/xenia/peer-2-peer-university-neuroethics-and-i</link>
			<pubDate>Wed, 26 Aug 2009 02:46:14 +0000</pubDate>			<dc:creator>Xenia</dc:creator>
			<category domain="main">xenia</category>			<guid isPermaLink="false">537@http://philosophieblog.de/</guid>
						<description>&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://randfigur.wordpress.com/2009/08/25/p2p/&quot;&gt;http://randfigur.wordpress.com/2009/08/25/p2p/&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich habe mich soeben f&amp;#252;r einen Onlinekurs an der ersten virtuellen Universit&amp;#228;t angemeldet, die s&amp;#228;mtliche Ressourcen aus im Internet kostenfrei zug&amp;#228;nglichen Informationen sch&amp;#246;pft. Die zu erbringenden Teilpr&amp;#252;fungsleistungen w&amp;#252;rden, sofern ich als Student angenommen werde, in meinen englischsprachigen Blog erscheinen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Bisher gibt es wenige Beitr&amp;#228;ge deutschsprachiger Blogger, die das 'Edupunk' ph&amp;#228;nomen im Rahmen der social networks und der open source Materialien aufgreifen. Leben deutsche Studenten und akademisch Interessierte nun g&amp;#228;nzlich in der englischen Blogosph&amp;#228;re? Oder geht dieses Ph&amp;#228;nomen g&amp;#228;nzlich an der deutschen 'Bildungselite' vorbei? W&amp;#228;re das &amp;#252;berhaupt schlimm?&lt;/p&gt;&lt;div class=&quot;item_footer&quot;&gt;&lt;p&gt;&lt;small&gt;&lt;a href=&quot;http://philosophieblog.de/xenia/peer-2-peer-university-neuroethics-and-i&quot;&gt;Original post&lt;/a&gt; blogged on &lt;a href=&quot;http://xenia.philosophieblog.de/&quot;&gt;Xenia&lt;/a&gt;.&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://randfigur.wordpress.com/2009/08/25/p2p/">http://randfigur.wordpress.com/2009/08/25/p2p/</a></p><p>Ich habe mich soeben f&#252;r einen Onlinekurs an der ersten virtuellen Universit&#228;t angemeldet, die s&#228;mtliche Ressourcen aus im Internet kostenfrei zug&#228;nglichen Informationen sch&#246;pft. Die zu erbringenden Teilpr&#252;fungsleistungen w&#252;rden, sofern ich als Student angenommen werde, in meinen englischsprachigen Blog erscheinen.</p>

<p>Bisher gibt es wenige Beitr&#228;ge deutschsprachiger Blogger, die das 'Edupunk' ph&#228;nomen im Rahmen der social networks und der open source Materialien aufgreifen. Leben deutsche Studenten und akademisch Interessierte nun g&#228;nzlich in der englischen Blogosph&#228;re? Oder geht dieses Ph&#228;nomen g&#228;nzlich an der deutschen 'Bildungselite' vorbei? W&#228;re das &#252;berhaupt schlimm?</p><div class="item_footer"><p><small><a href="http://philosophieblog.de/xenia/peer-2-peer-university-neuroethics-and-i">Original post</a> blogged on <a href="http://xenia.philosophieblog.de/">Xenia</a>.</small></p></div>]]></content:encoded>
								<comments>http://philosophieblog.de/xenia/peer-2-peer-university-neuroethics-and-i#comments</comments>
		</item>
				<item>
			<title>DNA-Sequenzierung: Verantwortung gegen&#252;ber anderen und informationelle Selbstbetimmung</title>
			<link>http://philosophieblog.de/xenia/dna-sequenzierung-verantwortung-gegenueb</link>
			<pubDate>Fri, 20 Mar 2009 22:29:09 +0000</pubDate>			<dc:creator>Xenia</dc:creator>
			<category domain="main">xenia</category>			<guid isPermaLink="false">482@http://philosophieblog.de/</guid>
						<description>&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://www.scienceblogs.de/weitergen/2009/03/dna-sequenzierungsmethoden-und-ethische-implikationen.php&quot;&gt;http://www.scienceblogs.de/weitergen/2009/03/dna-sequenzierungsmethoden-und-ethische-implikationen.php&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Auf dem ScienceBlog WeiterGen habe ich einen interessanten Beitrag zu den Methoden und den ethischen Implikationen der DNA-Sequenzierung gelesen. Ich will hier nur kurz zitieren, was mich ins Gr&amp;#252;beln gebracht hat:&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;    &quot;Wir sind nicht mehr weit entfernt von der Sequenzierung eines kompletten Humangenoms f&amp;#252;r unter 1000 Euro und ich w&amp;#252;rde selbstverst&amp;#228;ndlich meine DNA sequenzieren lassen. Die Frage, die mich zur Zeit besch&amp;#228;ftigt ist: Was w&amp;#252;rde meine Krankenkasse machen, wenn sie Zugang zu den Daten h&amp;#228;tte? Oder anders gefragt: W&amp;#228;re es denkbar, dass Krankenkassen ihren Kunden besondere Konditionen anbieten, wenn die Versicherten den Kassen freiwillig ihre DNA-Sequenzen zur Verf&amp;#252;gung stellen w&amp;#252;rden?&quot;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich sehe das nicht so locker. Selbst wenn man die Gelegenheit h&amp;#228;tte kurzfristig zu sparen, wei&amp;#223; man nicht welche Konsequenzen weitere Forschung mit sich bringt. Beispielsweise w&amp;#228;re es doch denkbar, dass ein Paar, dem aufgrund seiner DNA-Sequenz keine Gesundheitsrisiken zugesprochen werden, ein Kind bekommt. Aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse und neuer statistischer Auswertungsverfahren ist es aber sp&amp;#228;ter m&amp;#246;glich, spezifische Krankheiten oder gesundheitliche Anf&amp;#228;lligkeit des Kindes mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit zu antizipieren. Da ja schon die urspr&amp;#252;ngliche GenCard (also die der Eltern) nur probabilistische Aussagen &amp;#252;ber die relative Gesundheit einer Person erlaubt, glaube ich nicht, dass man vor der Auswertung noch unsicherer Daten zur&amp;#252;ckschrecken w&amp;#252;rde. Dieses Kind m&amp;#252;sste als Erwachsener seine GenCard freigeben, da den Unternehmen ja eh Daten vorliegen, die sie, so unsicher sie auch sein m&amp;#246;gen, verwenden w&amp;#252;rden. Man gibt also nicht nur seine eigene DNA-Sequenz preis, sondern indirekt Einblick in die potentiellen Sequenzen von Familienangeh&amp;#246;rigen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich bin nicht konservativ, aber ich glaube, dass es noch zu fr&amp;#252;h ist um diese ethischen Fragen zu beantworten. Es ist nicht absehbar welche Information der DNA-Sequenz tats&amp;#228;chlich in den n&amp;#228;chsten Jahrzehnten verwertet werden kann. Au&amp;#223;erdem m&amp;#252;ssen wir einige Ver&amp;#228;nderungen im zwischenmenschlichen Verhalten ber&amp;#252;cksichtigen, die eine Einstellung zu diesem Thema beeinflussen k&amp;#246;nnten. In der post-web-2.0 &amp;#196;ra (Gott sei Dank lie&amp;#223;t niemand meinen Blog, sonst m&amp;#252;sste ich mich f&amp;#252;r diesen Ausdruck wirklich sch&amp;#228;men ;-) hat sich die Kommunikationskultur so stark ver&amp;#228;ndert, dass manche Umgangsformen noch nicht etabliert sind, die Menschen unter Umst&amp;#228;nden vor einander sch&amp;#252;tzen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das gerade junge Menschen nicht gelernt haben ihre Privatsph&amp;#228;re zu h&amp;#252;ten und dadurch sp&amp;#228;ter im Leben auf Probleme sto&amp;#223;en l&amp;#228;sst sich anhand dieses Zitats von einem Bewerbungsleitfaden auf der StudiVz-Seite illustrieren: &amp;#8220;Fotos, die Dich betrunken, leicht bekleidet oder in &amp;#228;hnlichen, f&amp;#252;r die Bewerbungsphase unangemessenen Situationen zeigen, solltest Du vermeiden.&amp;#8221; -Nein, echt? Das ist aber leider schwierig, wenn man &amp;#252;berhaupt mal als junger Mensch mal feiern will. Schlie&amp;#223;lich hat fast jeder eine Handy-Kamera und kann die peinlichsten Situationen fotografieren. Das diese Fotos im Netz landen l&amp;#228;sst sich oft nicht vermeiden, weil die meisten Menschen nicht dar&amp;#252;ber nachdenken, dass der Fotografierte selbst bestimmen sollte, ob sein Bild auf StudiVZ landet. Man kann nicht von der eigenen &amp;#8216;lockeren Einstellung&amp;#8217;  auf die des Gegen&amp;#252;bers schlie&amp;#223;en. Man wei&amp;#223; auch nie wer diese Informationen sp&amp;#228;ter nutzt und wozu. Es ist eine gemeinsame Aufgabe, der informationstechnologischen Revolution, die uns so viele neue Kulturtechniken gebracht hat, eine Evolution der Umgangsformen folgen zu lassen. Dazu sollte der Respekt vor der informationellen Selbstbetimmung eines Jeden Menschen geh&amp;#246;ren.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Erst wenn wir verstanden haben welche Implikationen neue Technologien haben, k&amp;#246;nnen wir das Ausma&amp;#223; unseres Verhaltens begreifen. Ich spreche mich daher f&amp;#252;r einen ethischen Konsequentialismus aus. Ich will, dass meine Handlungen gutes bewirken. Wenn ich nicht wei&amp;#223;, welche Folgen mein Handeln hat und ich mir zumindest denken kann, dass auch Schlechtes (nicht nur f&amp;#252;r mich, sondern auch f&amp;#252;r andere) durch mein Handeln geschehen k&amp;#246;nnte, mach ich einfach mal NIX.&lt;/p&gt;&lt;div class=&quot;item_footer&quot;&gt;&lt;p&gt;&lt;small&gt;&lt;a href=&quot;http://philosophieblog.de/xenia/dna-sequenzierung-verantwortung-gegenueb&quot;&gt;Original post&lt;/a&gt; blogged on &lt;a href=&quot;http://xenia.philosophieblog.de/&quot;&gt;Xenia&lt;/a&gt;.&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.scienceblogs.de/weitergen/2009/03/dna-sequenzierungsmethoden-und-ethische-implikationen.php">http://www.scienceblogs.de/weitergen/2009/03/dna-sequenzierungsmethoden-und-ethische-implikationen.php</a></p><p>Auf dem ScienceBlog WeiterGen habe ich einen interessanten Beitrag zu den Methoden und den ethischen Implikationen der DNA-Sequenzierung gelesen. Ich will hier nur kurz zitieren, was mich ins Gr&#252;beln gebracht hat:</p>

<p>    "Wir sind nicht mehr weit entfernt von der Sequenzierung eines kompletten Humangenoms f&#252;r unter 1000 Euro und ich w&#252;rde selbstverst&#228;ndlich meine DNA sequenzieren lassen. Die Frage, die mich zur Zeit besch&#228;ftigt ist: Was w&#252;rde meine Krankenkasse machen, wenn sie Zugang zu den Daten h&#228;tte? Oder anders gefragt: W&#228;re es denkbar, dass Krankenkassen ihren Kunden besondere Konditionen anbieten, wenn die Versicherten den Kassen freiwillig ihre DNA-Sequenzen zur Verf&#252;gung stellen w&#252;rden?"</p>

<p>Ich sehe das nicht so locker. Selbst wenn man die Gelegenheit h&#228;tte kurzfristig zu sparen, wei&#223; man nicht welche Konsequenzen weitere Forschung mit sich bringt. Beispielsweise w&#228;re es doch denkbar, dass ein Paar, dem aufgrund seiner DNA-Sequenz keine Gesundheitsrisiken zugesprochen werden, ein Kind bekommt. Aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse und neuer statistischer Auswertungsverfahren ist es aber sp&#228;ter m&#246;glich, spezifische Krankheiten oder gesundheitliche Anf&#228;lligkeit des Kindes mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit zu antizipieren. Da ja schon die urspr&#252;ngliche GenCard (also die der Eltern) nur probabilistische Aussagen &#252;ber die relative Gesundheit einer Person erlaubt, glaube ich nicht, dass man vor der Auswertung noch unsicherer Daten zur&#252;ckschrecken w&#252;rde. Dieses Kind m&#252;sste als Erwachsener seine GenCard freigeben, da den Unternehmen ja eh Daten vorliegen, die sie, so unsicher sie auch sein m&#246;gen, verwenden w&#252;rden. Man gibt also nicht nur seine eigene DNA-Sequenz preis, sondern indirekt Einblick in die potentiellen Sequenzen von Familienangeh&#246;rigen.</p>

<p>Ich bin nicht konservativ, aber ich glaube, dass es noch zu fr&#252;h ist um diese ethischen Fragen zu beantworten. Es ist nicht absehbar welche Information der DNA-Sequenz tats&#228;chlich in den n&#228;chsten Jahrzehnten verwertet werden kann. Au&#223;erdem m&#252;ssen wir einige Ver&#228;nderungen im zwischenmenschlichen Verhalten ber&#252;cksichtigen, die eine Einstellung zu diesem Thema beeinflussen k&#246;nnten. In der post-web-2.0 &#196;ra (Gott sei Dank lie&#223;t niemand meinen Blog, sonst m&#252;sste ich mich f&#252;r diesen Ausdruck wirklich sch&#228;men ;-) hat sich die Kommunikationskultur so stark ver&#228;ndert, dass manche Umgangsformen noch nicht etabliert sind, die Menschen unter Umst&#228;nden vor einander sch&#252;tzen.</p>

<p>Das gerade junge Menschen nicht gelernt haben ihre Privatsph&#228;re zu h&#252;ten und dadurch sp&#228;ter im Leben auf Probleme sto&#223;en l&#228;sst sich anhand dieses Zitats von einem Bewerbungsleitfaden auf der StudiVz-Seite illustrieren: &#8220;Fotos, die Dich betrunken, leicht bekleidet oder in &#228;hnlichen, f&#252;r die Bewerbungsphase unangemessenen Situationen zeigen, solltest Du vermeiden.&#8221; -Nein, echt? Das ist aber leider schwierig, wenn man &#252;berhaupt mal als junger Mensch mal feiern will. Schlie&#223;lich hat fast jeder eine Handy-Kamera und kann die peinlichsten Situationen fotografieren. Das diese Fotos im Netz landen l&#228;sst sich oft nicht vermeiden, weil die meisten Menschen nicht dar&#252;ber nachdenken, dass der Fotografierte selbst bestimmen sollte, ob sein Bild auf StudiVZ landet. Man kann nicht von der eigenen &#8216;lockeren Einstellung&#8217;  auf die des Gegen&#252;bers schlie&#223;en. Man wei&#223; auch nie wer diese Informationen sp&#228;ter nutzt und wozu. Es ist eine gemeinsame Aufgabe, der informationstechnologischen Revolution, die uns so viele neue Kulturtechniken gebracht hat, eine Evolution der Umgangsformen folgen zu lassen. Dazu sollte der Respekt vor der informationellen Selbstbetimmung eines Jeden Menschen geh&#246;ren.</p>

<p>Erst wenn wir verstanden haben welche Implikationen neue Technologien haben, k&#246;nnen wir das Ausma&#223; unseres Verhaltens begreifen. Ich spreche mich daher f&#252;r einen ethischen Konsequentialismus aus. Ich will, dass meine Handlungen gutes bewirken. Wenn ich nicht wei&#223;, welche Folgen mein Handeln hat und ich mir zumindest denken kann, dass auch Schlechtes (nicht nur f&#252;r mich, sondern auch f&#252;r andere) durch mein Handeln geschehen k&#246;nnte, mach ich einfach mal NIX.</p><div class="item_footer"><p><small><a href="http://philosophieblog.de/xenia/dna-sequenzierung-verantwortung-gegenueb">Original post</a> blogged on <a href="http://xenia.philosophieblog.de/">Xenia</a>.</small></p></div>]]></content:encoded>
								<comments>http://philosophieblog.de/xenia/dna-sequenzierung-verantwortung-gegenueb#comments</comments>
		</item>
				<item>
			<title>Stille Wasser sind tief:  Wor&#252;ber man nicht spricht</title>
			<link>http://philosophieblog.de/xenia/stille-wasser-sind-tief-worueber-man-nic</link>
			<pubDate>Tue, 17 Mar 2009 01:01:37 +0000</pubDate>			<dc:creator>Xenia</dc:creator>
			<category domain="main">xenia</category>			<guid isPermaLink="false">471@http://philosophieblog.de/</guid>
						<description>&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://www.springerlink.com/content/515wg76276q18115/&quot;&gt;http://www.springerlink.com/content/515wg76276q18115/&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;In einer &amp;#246;kotoxikologischen Studie der Universit&amp;#228;t Frankfurt (am 10. M&amp;#228;rz ver&amp;#246;ffentlicht) wurde erneut auf weibliche Sexualhormone im Trinkwasser hingewiesen. Diese k&amp;#246;rperfremden Stoffe (Xenohormone oder Endokrine Disruptoren) entsammen haupts&amp;#228;chlich Kunststoffverpackungen, die auch andere Lebensmittel verunreinigen k&amp;#246;nnen. In der Vergangenheit wurde h&amp;#228;ufig auf Kontamination des Trinkwassers mit Medikamentenr&amp;#252;ckst&amp;#228;nden und Hormonen hingewiesen. Neu an der vorgestellten Studie ist die direkte Verbindung zwischen Plastikverpackungen und Reproduktionsaktivit&amp;#228;t primitiver, asexueller Organismen. Man verwendete den Modellorganismus Potamopyrgus antipodarum: Eine kleine 'weibliche' Schnecken die sich &amp;#252;ber Jungfernzeugung vermehrt (Pathenogenese). Unabh&amp;#228;ngig von der Verschmutzung des Trinkwassers durch Medikamente und andere Stoffe die mit dem menschlichen K&amp;#246;rper interagieren, konnte man hier auch in vitro (also nicht im Organismus sondern unter kontrollierteren Bedingungen im k&amp;#252;nstlichen System) &amp;#214;strogenderivate nachweisen die man auf Plastikverpackunen zur&amp;#252;ckf&amp;#252;hren konnte. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Am 22.M&amp;#228;rz ist Weltwassertag. Sollten wir ignorieren, dass wir die Wasserqualit&amp;#228;t nachhaltig verschlechtern? Wenn uns schon nichts an der Umwelt und den folgenden Generationen liegt, dann sollten wir zumindest zur Aufrechterhaltung unseres Geschlechterrollenverst&amp;#228;ndnises umdenken. (Falls das jetzt zynisch klingt: War es auch!)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Funde der Frankfurter Forscher sollten zu einem Umdenken f&amp;#252;hren. Abgesehen von Fragen der praktischen Philosophie, &amp;#252;ber die Verantwortung des Menschen anderen Lebewesen gegen&amp;#252;ber, stellt sich hier die Frage der Thematisierung dieser Problematik in den Medien. Wie k&amp;#246;nnen komplexe wissenschaftliche Sachverhalte in der Weise vermittelt werden, dass Menschen ihr Verhalten entsprechend regulieren k&amp;#246;nnen. Wie wir mit unserem Trinkwasser umgehen ist letztlich nicht nur eine Frage der Ethik, sondern im weitesten Sinne des freien Willens. Nur wenn ich die Konsequenzen meines Verhaltens, bzw. in diesem Fall meines Konsums, verstehen und zu einem gewissen Grade die Folgen meines Handelns antizipiern kann, kann ich daf&amp;#252;r Verantwortung &amp;#252;bernehmen. Nur wenn ich zwischen unterschiedlichen Handlungsalternalternativen w&amp;#228;hlen kann, kann ich &amp;#252;berhaupt entscheiden und bin dadurch frei in meinem Willen. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Letztlich ist eine solche Vermittlungsaufgabe gerade dann schwierig, wenn selbst Experten nicht alle Konsequenzen menschlichen Verhaltens nachvollziehen k&amp;#246;nnen. Diese Problematik wurde in der Klimadebatte sehr deutlich und zeigt sich auch in der medialen Vermittlung der Wirkungszusammenh&amp;#228;nge die zur Wirtschaftskrise f&amp;#252;hrten. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es w&amp;#228;re W&amp;#252;nschenswert wenn, neben der Sensibilisierung f&amp;#252;r Menschenrechtsfragen, der Weltwassertag auch ein Verantwortungsgef&amp;#252;hl bei den Konsumenten der westlichen Welt anregen w&amp;#252;rde. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich kann nur sagen, dass ich in Zukunft nur aus dem Hahn trinke oder aus Glasflaschen. Darin befinden sich 'nur' die R&amp;#252;ckst&amp;#228;nde aus Medikamenten und Hormonen (Antibaby-Pille) die unsere Mitmenschen in ihrem Urin an die Umwelt abgeben.&lt;/p&gt;&lt;div class=&quot;item_footer&quot;&gt;&lt;p&gt;&lt;small&gt;&lt;a href=&quot;http://philosophieblog.de/xenia/stille-wasser-sind-tief-worueber-man-nic&quot;&gt;Original post&lt;/a&gt; blogged on &lt;a href=&quot;http://xenia.philosophieblog.de/&quot;&gt;Xenia&lt;/a&gt;.&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.springerlink.com/content/515wg76276q18115/">http://www.springerlink.com/content/515wg76276q18115/</a></p><p>In einer &#246;kotoxikologischen Studie der Universit&#228;t Frankfurt (am 10. M&#228;rz ver&#246;ffentlicht) wurde erneut auf weibliche Sexualhormone im Trinkwasser hingewiesen. Diese k&#246;rperfremden Stoffe (Xenohormone oder Endokrine Disruptoren) entsammen haupts&#228;chlich Kunststoffverpackungen, die auch andere Lebensmittel verunreinigen k&#246;nnen. In der Vergangenheit wurde h&#228;ufig auf Kontamination des Trinkwassers mit Medikamentenr&#252;ckst&#228;nden und Hormonen hingewiesen. Neu an der vorgestellten Studie ist die direkte Verbindung zwischen Plastikverpackungen und Reproduktionsaktivit&#228;t primitiver, asexueller Organismen. Man verwendete den Modellorganismus Potamopyrgus antipodarum: Eine kleine 'weibliche' Schnecken die sich &#252;ber Jungfernzeugung vermehrt (Pathenogenese). Unabh&#228;ngig von der Verschmutzung des Trinkwassers durch Medikamente und andere Stoffe die mit dem menschlichen K&#246;rper interagieren, konnte man hier auch in vitro (also nicht im Organismus sondern unter kontrollierteren Bedingungen im k&#252;nstlichen System) &#214;strogenderivate nachweisen die man auf Plastikverpackunen zur&#252;ckf&#252;hren konnte. </p>

<p>Am 22.M&#228;rz ist Weltwassertag. Sollten wir ignorieren, dass wir die Wasserqualit&#228;t nachhaltig verschlechtern? Wenn uns schon nichts an der Umwelt und den folgenden Generationen liegt, dann sollten wir zumindest zur Aufrechterhaltung unseres Geschlechterrollenverst&#228;ndnises umdenken. (Falls das jetzt zynisch klingt: War es auch!)</p>

<p>Die Funde der Frankfurter Forscher sollten zu einem Umdenken f&#252;hren. Abgesehen von Fragen der praktischen Philosophie, &#252;ber die Verantwortung des Menschen anderen Lebewesen gegen&#252;ber, stellt sich hier die Frage der Thematisierung dieser Problematik in den Medien. Wie k&#246;nnen komplexe wissenschaftliche Sachverhalte in der Weise vermittelt werden, dass Menschen ihr Verhalten entsprechend regulieren k&#246;nnen. Wie wir mit unserem Trinkwasser umgehen ist letztlich nicht nur eine Frage der Ethik, sondern im weitesten Sinne des freien Willens. Nur wenn ich die Konsequenzen meines Verhaltens, bzw. in diesem Fall meines Konsums, verstehen und zu einem gewissen Grade die Folgen meines Handelns antizipiern kann, kann ich daf&#252;r Verantwortung &#252;bernehmen. Nur wenn ich zwischen unterschiedlichen Handlungsalternalternativen w&#228;hlen kann, kann ich &#252;berhaupt entscheiden und bin dadurch frei in meinem Willen. </p>

<p>Letztlich ist eine solche Vermittlungsaufgabe gerade dann schwierig, wenn selbst Experten nicht alle Konsequenzen menschlichen Verhaltens nachvollziehen k&#246;nnen. Diese Problematik wurde in der Klimadebatte sehr deutlich und zeigt sich auch in der medialen Vermittlung der Wirkungszusammenh&#228;nge die zur Wirtschaftskrise f&#252;hrten. </p>

<p>Es w&#228;re W&#252;nschenswert wenn, neben der Sensibilisierung f&#252;r Menschenrechtsfragen, der Weltwassertag auch ein Verantwortungsgef&#252;hl bei den Konsumenten der westlichen Welt anregen w&#252;rde. </p>

<p>Ich kann nur sagen, dass ich in Zukunft nur aus dem Hahn trinke oder aus Glasflaschen. Darin befinden sich 'nur' die R&#252;ckst&#228;nde aus Medikamenten und Hormonen (Antibaby-Pille) die unsere Mitmenschen in ihrem Urin an die Umwelt abgeben.</p><div class="item_footer"><p><small><a href="http://philosophieblog.de/xenia/stille-wasser-sind-tief-worueber-man-nic">Original post</a> blogged on <a href="http://xenia.philosophieblog.de/">Xenia</a>.</small></p></div>]]></content:encoded>
								<comments>http://philosophieblog.de/xenia/stille-wasser-sind-tief-worueber-man-nic#comments</comments>
		</item>
				<item>
			<title>Blog-Parade: Was ist der Mensch?</title>
			<link>http://philosophieblog.de/xenia/blog-parade-was-ist-der-mensch</link>
			<pubDate>Sun, 08 Mar 2009 21:17:16 +0000</pubDate>			<dc:creator>Xenia</dc:creator>
			<category domain="main">xenia</category>			<guid isPermaLink="false">469@http://philosophieblog.de/</guid>
						<description>&lt;p&gt;Was ist der Mensch?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In der Jugend fragt man: Wer bin ich? Woher komme ich? Was mach' ich hier?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Aus diesen Fragen erw&amp;#228;chst ein tief verwurzeltes Bed&amp;#252;rfnis den Menschen zu verstehen. Sind wir Gottes Kinder oder Nachfahren von Urschlammfiechern? Diese und &amp;#228;hnliche philosophische Fragen sind wohl die einzigen, die jeden interessieren... sollten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich w&amp;#252;rde mich freuen, wenn sich m&amp;#246;glichst viele Blogger in ihren Bloggs zu diesem Thema &amp;#228;u&amp;#223;ern und einen Trackback senden.  Ihr k&amp;#246;nnt auch &amp;#252;ber die Kommentarfunktion einen Link setzten. Am 2. April werde ich einen &amp;#220;berblick &amp;#252;ber die verschiedenen Positionen der Teilnehmer ver&amp;#246;ffentlichen. Hoffentlich kann so ein wenig Aufmerksamkeit des world wide web auf diese tiefgreifende Frage und durch die Verlinkungen auf eure Blogs gelenkt werden ;-)&lt;/p&gt;&lt;div class=&quot;item_footer&quot;&gt;&lt;p&gt;&lt;small&gt;&lt;a href=&quot;http://philosophieblog.de/xenia/blog-parade-was-ist-der-mensch&quot;&gt;Original post&lt;/a&gt; blogged on &lt;a href=&quot;http://xenia.philosophieblog.de/&quot;&gt;Xenia&lt;/a&gt;.&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was ist der Mensch?</p>

<p>In der Jugend fragt man: Wer bin ich? Woher komme ich? Was mach' ich hier?</p>

<p>Aus diesen Fragen erw&#228;chst ein tief verwurzeltes Bed&#252;rfnis den Menschen zu verstehen. Sind wir Gottes Kinder oder Nachfahren von Urschlammfiechern? Diese und &#228;hnliche philosophische Fragen sind wohl die einzigen, die jeden interessieren... sollten.</p>

<p>Ich w&#252;rde mich freuen, wenn sich m&#246;glichst viele Blogger in ihren Bloggs zu diesem Thema &#228;u&#223;ern und einen Trackback senden.  Ihr k&#246;nnt auch &#252;ber die Kommentarfunktion einen Link setzten. Am 2. April werde ich einen &#220;berblick &#252;ber die verschiedenen Positionen der Teilnehmer ver&#246;ffentlichen. Hoffentlich kann so ein wenig Aufmerksamkeit des world wide web auf diese tiefgreifende Frage und durch die Verlinkungen auf eure Blogs gelenkt werden ;-)</p><div class="item_footer"><p><small><a href="http://philosophieblog.de/xenia/blog-parade-was-ist-der-mensch">Original post</a> blogged on <a href="http://xenia.philosophieblog.de/">Xenia</a>.</small></p></div>]]></content:encoded>
								<comments>http://philosophieblog.de/xenia/blog-parade-was-ist-der-mensch#comments</comments>
		</item>
				<item>
			<title>Schreiben auf Deutsch: Geburtsst&#228;tte guter Ideen</title>
			<link>http://philosophieblog.de/xenia/schreiben-auf-deutsch-geburtsstaette-gut</link>
			<pubDate>Sun, 08 Mar 2009 02:07:12 +0000</pubDate>			<dc:creator>Xenia</dc:creator>
			<category domain="main">xenia</category>			<guid isPermaLink="false">468@http://philosophieblog.de/</guid>
						<description>&lt;p&gt;Deutsch: Die Sprache der Dichter und Denker. War einmal? Irgentwie schon. Heute kommuniziert der moderne Mensch, in der Informationsgesellschaft angekommen, auf Englisch. Nicht nur der Alltag gibt einiges her an Pseudoanglizismen wie &amp;#8222;Handy&amp;#8220; oder &amp;#8222;abchecken&amp;#8220;. Auch im akademischen Diskurs finden viele Ausdr&amp;#252;cke keine Entsprechung im Deutschen: Sogar hier spricht man Denglisch. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und will man als Wissenschaftler wirklich ernst genommen werden muss man seine Forschungsergebnisse in Nature oder Science ver&amp;#246;ffentlichen- wegen des Journal Impact Factors. Dieser Wert gibt an, wie h&amp;#228;ufig die Artikel einer Zeitschrift in Publikationen desselben Themenbereichs zitiert werden und ist damit Indikator f&amp;#252;r den Einfluss den die Artikel auf k&amp;#252;nftige Forschung haben. Eine Entsprechung in der Blogosph&amp;#228;re w&amp;#228;re das Ranking einer Seite in der Googlesuchmaschine. Die Verlinkungen zeigen den Bezug zwischen Texten an, und werden &amp;#252;ber Trackbacks dokumentiert. Entsprechend stellen Literaturangaben der Zeitschriftenbeitr&amp;#228;ge den Zitationsverweis her.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Hier werden aber unterschiedliche Asymmetrieverh&amp;#228;ltnisse in der Kommunikation deutlich. Deutsche Forscher lesen Nature, Science, viele andere englischsprachige Magazine UND einige deutschsprachige Magazine. Sie lesen aber sicher nicht Beitr&amp;#228;ge ihrer rum&amp;#228;nischen oder finnischen Forscherkollegen in der Originalsprache. Hier dient Englisch als nahezu unumg&amp;#228;ngliche Modalit&amp;#228;t der Vermittlung. Entsprechend verl&amp;#228;uft der Informationsfluss zwischen Bloggern im world wide web. Dadurch ist der &quot;Blog Impact Factor&quot; notwendig durch die Sprache, in der ein Blog geschrieben wird, begrenzt. Da Englischmuttersprachler in der Regel nur englischsprachige Texte lesen, k&amp;#246;nnen Sie aus einem viel begrenzteren Informationspool sch&amp;#246;pfen. Ausserdem, wird alles was Sie schreiben global zug&amp;#228;nglich. Schreibt man auf Deutsch, schreibt man in erster Linie f&amp;#252;r Deutsche, also f&amp;#252;r Menschen, die die eigene Kultur teilen. Dies l&amp;#228;sst sich recht plakativ am Beispiel der Bildzeitung illustrieren. Diese versucht in Schlagworten manchmal recht komplexe Zusammenh&amp;#228;nge einfach darzustellen. Dabei &amp;#8222;bildet sie deine Meinung&amp;#8220;, weil man beim Lesen im Vorbeigehen schon wei&amp;#223;, was gemeint ist. Entsprechende Bl&amp;#228;tter gibt es auch in anderen L&amp;#228;ndern, aber die &amp;#220;berschriften &amp;#252;ben in ihrer &amp;#220;bersetzung keinen gro&amp;#223;en Reiz aus. Eine Schlagzeile aus der britischen Sun: &amp;#8222;Jade zu krank zum sprechen, wird aber getauft&amp;#8220; macht f&amp;#252;r mich einfach keinen Sinn. Das hei&amp;#223;t, das die Texte der Bild schon sehr vorraussetztungsvoll sind- auch wenn das jetzt komisch klingt. Sie setzten vorraus, dass man teilhat an der deutschen Kultur. Der Leser versteht mehr als der Text explizit hergibt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Was bedeutet das f&amp;#252;r deutsche Blogger? Ihre Texte werden zwar von weniger Menschen gelesen, werden aber auch tiefer verstanden. Sie haben mehr impact, weil sie in dem Rahmen in dem sie verstanden werden auch konstitutiv sind f&amp;#252;r weitere Entwicklungen der Kultur. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Hier will ich mich einer Analogie bedienen. Damit sich neue Spezies entwickeln, m&amp;#252;ssen laut der Evolutionstheorie, Tiere einer Spezies in der Weise von einander getrennt werden, dass sie keine Nachkommen miteinander haben k&amp;#246;nnen, man nennt das Separation. (Das war der Teil der Theorie, den Darwin noch nicht richtig ausgearbeitet hatte und der daher Probleme aufwarf.) Dies geschieht oft r&amp;#228;umlich, kann aber auch durch Mutationen geschehen, die dazu f&amp;#252;hren, dass der Nachwuchs der Tiere, die zu den sich trennenden Populationen geh&amp;#246;ren, nicht mehr lebensf&amp;#228;hig ist. Es entstehen zwei Genpools- Die Vererbung von Eigenschaften geschieht getrennt und die Tiere werden immer unterschiedlicher. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich finde einen &amp;#228;hnlichen Prozess kann man auch f&amp;#252;r Blogosph&amp;#228;ren unterschiedlicher Sprachen annehmen. Im deutschen Sprach- und Kulturraum sind andere Dinge von Interesse als im globalen Informationsnetzwerk. Hier k&amp;#246;nnen neue Ideen geboren werden, weil sie nicht gleich im Strom des weltweiten Informationsgepl&amp;#228;tschers verw&amp;#228;ssert werden. Hier k&amp;#246;nnen weniger Menschen mehr bewirken. Die Sprachbarriere dient dann dazu kleine Unterschiede im Denken anzureichern bis sie eine kritische Schwelle erreichen: Eine neue Idee ist geboren. Im gewissen Sinne kann man hier von einem kreativen Mechanismus sprechen. Das bedeutet, dass die geistige Isolation eine wertstiftende Eigenschaft der deutschen Blogosph&amp;#228;re ist, sowie in jeder Kommunikationsgemeinschaft.&lt;/p&gt;&lt;div class=&quot;item_footer&quot;&gt;&lt;p&gt;&lt;small&gt;&lt;a href=&quot;http://philosophieblog.de/xenia/schreiben-auf-deutsch-geburtsstaette-gut&quot;&gt;Original post&lt;/a&gt; blogged on &lt;a href=&quot;http://xenia.philosophieblog.de/&quot;&gt;Xenia&lt;/a&gt;.&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Deutsch: Die Sprache der Dichter und Denker. War einmal? Irgentwie schon. Heute kommuniziert der moderne Mensch, in der Informationsgesellschaft angekommen, auf Englisch. Nicht nur der Alltag gibt einiges her an Pseudoanglizismen wie &#8222;Handy&#8220; oder &#8222;abchecken&#8220;. Auch im akademischen Diskurs finden viele Ausdr&#252;cke keine Entsprechung im Deutschen: Sogar hier spricht man Denglisch. </p>

<p>Und will man als Wissenschaftler wirklich ernst genommen werden muss man seine Forschungsergebnisse in Nature oder Science ver&#246;ffentlichen- wegen des Journal Impact Factors. Dieser Wert gibt an, wie h&#228;ufig die Artikel einer Zeitschrift in Publikationen desselben Themenbereichs zitiert werden und ist damit Indikator f&#252;r den Einfluss den die Artikel auf k&#252;nftige Forschung haben. Eine Entsprechung in der Blogosph&#228;re w&#228;re das Ranking einer Seite in der Googlesuchmaschine. Die Verlinkungen zeigen den Bezug zwischen Texten an, und werden &#252;ber Trackbacks dokumentiert. Entsprechend stellen Literaturangaben der Zeitschriftenbeitr&#228;ge den Zitationsverweis her.</p>

<p>Hier werden aber unterschiedliche Asymmetrieverh&#228;ltnisse in der Kommunikation deutlich. Deutsche Forscher lesen Nature, Science, viele andere englischsprachige Magazine UND einige deutschsprachige Magazine. Sie lesen aber sicher nicht Beitr&#228;ge ihrer rum&#228;nischen oder finnischen Forscherkollegen in der Originalsprache. Hier dient Englisch als nahezu unumg&#228;ngliche Modalit&#228;t der Vermittlung. Entsprechend verl&#228;uft der Informationsfluss zwischen Bloggern im world wide web. Dadurch ist der "Blog Impact Factor" notwendig durch die Sprache, in der ein Blog geschrieben wird, begrenzt. Da Englischmuttersprachler in der Regel nur englischsprachige Texte lesen, k&#246;nnen Sie aus einem viel begrenzteren Informationspool sch&#246;pfen. Ausserdem, wird alles was Sie schreiben global zug&#228;nglich. Schreibt man auf Deutsch, schreibt man in erster Linie f&#252;r Deutsche, also f&#252;r Menschen, die die eigene Kultur teilen. Dies l&#228;sst sich recht plakativ am Beispiel der Bildzeitung illustrieren. Diese versucht in Schlagworten manchmal recht komplexe Zusammenh&#228;nge einfach darzustellen. Dabei &#8222;bildet sie deine Meinung&#8220;, weil man beim Lesen im Vorbeigehen schon wei&#223;, was gemeint ist. Entsprechende Bl&#228;tter gibt es auch in anderen L&#228;ndern, aber die &#220;berschriften &#252;ben in ihrer &#220;bersetzung keinen gro&#223;en Reiz aus. Eine Schlagzeile aus der britischen Sun: &#8222;Jade zu krank zum sprechen, wird aber getauft&#8220; macht f&#252;r mich einfach keinen Sinn. Das hei&#223;t, das die Texte der Bild schon sehr vorraussetztungsvoll sind- auch wenn das jetzt komisch klingt. Sie setzten vorraus, dass man teilhat an der deutschen Kultur. Der Leser versteht mehr als der Text explizit hergibt.</p>

<p>Was bedeutet das f&#252;r deutsche Blogger? Ihre Texte werden zwar von weniger Menschen gelesen, werden aber auch tiefer verstanden. Sie haben mehr impact, weil sie in dem Rahmen in dem sie verstanden werden auch konstitutiv sind f&#252;r weitere Entwicklungen der Kultur. </p>

<p>Hier will ich mich einer Analogie bedienen. Damit sich neue Spezies entwickeln, m&#252;ssen laut der Evolutionstheorie, Tiere einer Spezies in der Weise von einander getrennt werden, dass sie keine Nachkommen miteinander haben k&#246;nnen, man nennt das Separation. (Das war der Teil der Theorie, den Darwin noch nicht richtig ausgearbeitet hatte und der daher Probleme aufwarf.) Dies geschieht oft r&#228;umlich, kann aber auch durch Mutationen geschehen, die dazu f&#252;hren, dass der Nachwuchs der Tiere, die zu den sich trennenden Populationen geh&#246;ren, nicht mehr lebensf&#228;hig ist. Es entstehen zwei Genpools- Die Vererbung von Eigenschaften geschieht getrennt und die Tiere werden immer unterschiedlicher. </p>

<p>Ich finde einen &#228;hnlichen Prozess kann man auch f&#252;r Blogosph&#228;ren unterschiedlicher Sprachen annehmen. Im deutschen Sprach- und Kulturraum sind andere Dinge von Interesse als im globalen Informationsnetzwerk. Hier k&#246;nnen neue Ideen geboren werden, weil sie nicht gleich im Strom des weltweiten Informationsgepl&#228;tschers verw&#228;ssert werden. Hier k&#246;nnen weniger Menschen mehr bewirken. Die Sprachbarriere dient dann dazu kleine Unterschiede im Denken anzureichern bis sie eine kritische Schwelle erreichen: Eine neue Idee ist geboren. Im gewissen Sinne kann man hier von einem kreativen Mechanismus sprechen. Das bedeutet, dass die geistige Isolation eine wertstiftende Eigenschaft der deutschen Blogosph&#228;re ist, sowie in jeder Kommunikationsgemeinschaft.</p><div class="item_footer"><p><small><a href="http://philosophieblog.de/xenia/schreiben-auf-deutsch-geburtsstaette-gut">Original post</a> blogged on <a href="http://xenia.philosophieblog.de/">Xenia</a>.</small></p></div>]]></content:encoded>
								<comments>http://philosophieblog.de/xenia/schreiben-auf-deutsch-geburtsstaette-gut#comments</comments>
		</item>
				<item>
			<title>Nature vs. Nurture: Wissenschaftstheoretische &#220;berlegungen</title>
			<link>http://philosophieblog.de/xenia/nature-vs-nurture-wissenschaftstheoretis</link>
			<pubDate>Fri, 06 Mar 2009 02:58:43 +0000</pubDate>			<dc:creator>Xenia</dc:creator>
			<category domain="main">xenia</category>			<guid isPermaLink="false">465@http://philosophieblog.de/</guid>
						<description>&lt;p&gt;Obwohl die Nature-Nurturte Debatte immer wieder im akademischen Kontext diskutiert wird, scheint das Thema an deutschen Universit&amp;#228;ten eher einer Rhetorik-&amp;#220;bung gleichzukommen. Welche Eigenschaften einer Person sind intrinsisch oder biologisch vorgegeben? Welche werden extrinsisch durch kulturelle Einfl&amp;#252;sse bestimmt? Der Kerl in der Ecke mit den fettigen blonden Dreadlocks meldet sich und macht eindeutig klar: Anstelle des propagierten Meinungs-Pluralismus gibt es in den Sozialwissenschaften unterschiedliche Tendenzen einer dogmatischen Position: Alles was nach Sozial-Darwinismus aussieht ist Sozial-Darwinismus und der ist bekanntlich nicht nur falsch, sondern auch gemein und b&amp;#246;se. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wir stellen also fest: Der Mensch macht den Menschen. Leider scheint diese wissenschaftliche Erkenntnis, sofern sie denn eine ist, keinen Eingang in die Bildungspraxis gefunden zu haben. Der UN-Sonderberichterstatter Vernor Mu&amp;#241;oz Villalobos hielt uns bereits den Spiegel vor: Chancenungleichheit im Bildungssystem. Es gibt eine systematische Benachteiligung sozial Schwacher: Wir kippen alle humanistischen Bildungsideale &amp;#252;ber Bord und die Ausl&amp;#228;nder-Kinder mit dem Badewasser noch dazu. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Gleichzeitig stellen amerikanische Universit&amp;#228;ten ihre Lehrmittel kostenfrei online zur Verf&amp;#252;gung. Allen voran die Massachusetts Institute of Technology (MIT). Der Gedanke: Wenn du verstehst was du hier siehst, hast du das Recht diese Informationen zu erhalten. Diese Universit&amp;#228;ten f&amp;#252;hlen eine Verpflichtung den Menschen gegen&amp;#252;ber, die die intellektuellen Kapazit&amp;#228;ten haben sich mit dem Stoff auf MIT-Niveau auseinander zu setzten. Vielleicht zeigt sich hier meine romantische Seite aber &amp;#8211; klingt das nicht viel mehr nach Bildung im Humboldschen Sinne?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;W&amp;#228;hrend hier gestritten wird ob man Kinder nun mit mehr Strenge begegnen soll, weil sie angeblich immer undisziplinierter werden, erkl&amp;#228;rt Harvard Professor Stephen Pinker, dass Erziehung eigentlich sinnlos ist. Dabei wird er nicht einmal mit faulem Obst beworfen. W&amp;#228;re seine Meinung die Position der hiesigen Sozialwissenschaftler, k&amp;#246;nnte ich verstehen, weshalb wir einen Gro&amp;#223;teil der deutschen Bev&amp;#246;lkerung intellektuell verwahrlosen lassen. So allerdings, ist das alles irgendwie absurd.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wem meine bisherige Beschreibung der Situation nicht schon polemisch genug daherkommt, den muss ich nun leider entt&amp;#228;uschen. Ich werde nun nicht erkl&amp;#228;ren wieso der liebe Herr Professor auf seinem Harvard-Thron recht hat, w&amp;#228;hrend wir in Ignoranz dahin d&amp;#252;mpeln. Ich will viel lieber eines seiner sch&amp;#246;nsten Argumente zerpfl&amp;#252;cken.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Pinker bezieht sich in seinen Ausf&amp;#252;hrungen zu dieser Position gerne auf Magnetresonanztomographische Zwillingsstudien (von Paul Thomson).  Im Prinzip, werden hier lediglich bildgebende Verfahren verwendet um bestimmte Anatomische Strukturen des Gehirns, genauer die dicke der grauen Substanz der Hirnrinde, zwischen Menschen zu vergleichen.  Es werden also &amp;#8222;Korrelationskarten&amp;#8220; angelegt, bei der eine Farbskala die relative &amp;#196;hnlichkeit der kortikalen Struktur zwischen zwei Personen angibt. Die Gehirne zweier Menschen, die nicht miteinander verwand sind haben keine signifikante &amp;#196;hnlichkeit, also an keiner Stelle der Hirnrinde haben diese beiden Menschen eine gleich dicke graue Substanz. Beide Gehirne werden lila wiedergegeben (Die Farbskala wird arbitr&amp;#228;r festgelegt). Bei  Geschwistern gibt es Regionen, die sich &amp;#228;hneln und daher einen entsprechenden Farbwert zugeordnet bekommen. Maximale &amp;#196;hnlichkeit, also absolute &amp;#220;bereinstimmung der Rindendicke an einer bestimmten Stelle wird durch eine rote Farbe angegeben. Bei Zwillingen, also Menschen die ihre Gesamte DNA gemeinsam haben, stimmen sehr gro&amp;#223;e Bereiche des Cortex &amp;#252;berein, man sieht also viel rot. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Pinker argumentiert, dass diese Korrelationen notwendige &amp;#196;hnlichkeiten im Wahrnehmen und Handeln der Menschen signifizieren. &amp;#196;hnlichkeiten in der kortikalen Anatomie bedeuten &amp;#196;hnlichkeiten im Denken. Daraus lie&amp;#223;e sich ableiten, dass nicht die Erziehung urs&amp;#228;chlich f&amp;#252;r die Entwicklung einer Pers&amp;#246;nlichkeit ist, sondern haupts&amp;#228;chlich die Gene. Jeder, der sich der naturwissenschaftlichen Methode verpflichtet f&amp;#252;hlt mag nun denken: Nun ja, gegen empirische Daten l&amp;#228;sst sich nicht antheoretisieren. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Pinker hat hier aber eine Bringschuld. Er kann den Zusammenhang zwischen Dicke der grauen Substanz und mentalen Eigenschaften nicht nachweisen. Es w&amp;#228;re m&amp;#246;glich, dass die verglichenen Werte g&amp;#228;nzlich uninteressant sind f&amp;#252;r die Erkl&amp;#228;rung von Wahrnehmung und Verhalten. Vielleicht ist diese anatomische Eigenschaft genauso relevant wie das Muster auf den Fingerkuppen f&amp;#252;r die Greifleistung der Hand. Es ist schon gut, dass es ein Muster gibt, aber welches ist egal. Die versteckte Pr&amp;#228;misse, dass makroskopische Hirnanatomische Eigenschaften mit mentalen Eigenschaften einer Person korrelieren, l&amp;#228;sst sich durch diese Daten nicht st&amp;#252;tzen. Das hei&amp;#223;t, Pinkers Argument steht ungest&amp;#252;tzt im Raum. Er h&amp;#228;tte auch die sch&amp;#246;nen bunten Bildchen weglassen k&amp;#246;nnen.  &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und was ist die Moral von der Geschichte? Zum einen, haben wir keine gemeinsame Basis f&amp;#252;r eine sinnvolle Nature-Nurture Diskussion. Die Dichotomie ist so komplett, dass Nature-Leute  den Menschen von Anfang an nur als biologisches Produkt sehen. Auf der anderen Seite f&amp;#252;hlen sich Nurture-Leute nur bei der kleinsten Andeutung, dass beispielsweise Intelligenz biologisch bestimmt sein k&amp;#246;nnte beleidigt. Was noch viel schlimmer ist, Sie werfen hier Sozial-Darwinismus, Rassismus oder Sexismus vor. das hei&amp;#223;t, Wissenschaft wird zum politischen Schlachtfeld. Au&amp;#223;erdem ist es wissenschaftstheoretisch &amp;#252;berlegenswert, dass die Bildungspraxis von jedem wissenschaftlichen Erkenntnisverm&amp;#246;gen entkoppelt scheint. Welchen Sinn hat es dann &amp;#252;berhaupt diese Diskussion zu f&amp;#252;hren?&lt;/p&gt;&lt;div class=&quot;item_footer&quot;&gt;&lt;p&gt;&lt;small&gt;&lt;a href=&quot;http://philosophieblog.de/xenia/nature-vs-nurture-wissenschaftstheoretis&quot;&gt;Original post&lt;/a&gt; blogged on &lt;a href=&quot;http://xenia.philosophieblog.de/&quot;&gt;Xenia&lt;/a&gt;.&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Obwohl die Nature-Nurturte Debatte immer wieder im akademischen Kontext diskutiert wird, scheint das Thema an deutschen Universit&#228;ten eher einer Rhetorik-&#220;bung gleichzukommen. Welche Eigenschaften einer Person sind intrinsisch oder biologisch vorgegeben? Welche werden extrinsisch durch kulturelle Einfl&#252;sse bestimmt? Der Kerl in der Ecke mit den fettigen blonden Dreadlocks meldet sich und macht eindeutig klar: Anstelle des propagierten Meinungs-Pluralismus gibt es in den Sozialwissenschaften unterschiedliche Tendenzen einer dogmatischen Position: Alles was nach Sozial-Darwinismus aussieht ist Sozial-Darwinismus und der ist bekanntlich nicht nur falsch, sondern auch gemein und b&#246;se. </p>

<p>Wir stellen also fest: Der Mensch macht den Menschen. Leider scheint diese wissenschaftliche Erkenntnis, sofern sie denn eine ist, keinen Eingang in die Bildungspraxis gefunden zu haben. Der UN-Sonderberichterstatter Vernor Mu&#241;oz Villalobos hielt uns bereits den Spiegel vor: Chancenungleichheit im Bildungssystem. Es gibt eine systematische Benachteiligung sozial Schwacher: Wir kippen alle humanistischen Bildungsideale &#252;ber Bord und die Ausl&#228;nder-Kinder mit dem Badewasser noch dazu. </p>

<p>Gleichzeitig stellen amerikanische Universit&#228;ten ihre Lehrmittel kostenfrei online zur Verf&#252;gung. Allen voran die Massachusetts Institute of Technology (MIT). Der Gedanke: Wenn du verstehst was du hier siehst, hast du das Recht diese Informationen zu erhalten. Diese Universit&#228;ten f&#252;hlen eine Verpflichtung den Menschen gegen&#252;ber, die die intellektuellen Kapazit&#228;ten haben sich mit dem Stoff auf MIT-Niveau auseinander zu setzten. Vielleicht zeigt sich hier meine romantische Seite aber &#8211; klingt das nicht viel mehr nach Bildung im Humboldschen Sinne?</p>

<p>W&#228;hrend hier gestritten wird ob man Kinder nun mit mehr Strenge begegnen soll, weil sie angeblich immer undisziplinierter werden, erkl&#228;rt Harvard Professor Stephen Pinker, dass Erziehung eigentlich sinnlos ist. Dabei wird er nicht einmal mit faulem Obst beworfen. W&#228;re seine Meinung die Position der hiesigen Sozialwissenschaftler, k&#246;nnte ich verstehen, weshalb wir einen Gro&#223;teil der deutschen Bev&#246;lkerung intellektuell verwahrlosen lassen. So allerdings, ist das alles irgendwie absurd.</p>

<p>Wem meine bisherige Beschreibung der Situation nicht schon polemisch genug daherkommt, den muss ich nun leider entt&#228;uschen. Ich werde nun nicht erkl&#228;ren wieso der liebe Herr Professor auf seinem Harvard-Thron recht hat, w&#228;hrend wir in Ignoranz dahin d&#252;mpeln. Ich will viel lieber eines seiner sch&#246;nsten Argumente zerpfl&#252;cken.</p>

<p>Pinker bezieht sich in seinen Ausf&#252;hrungen zu dieser Position gerne auf Magnetresonanztomographische Zwillingsstudien (von Paul Thomson).  Im Prinzip, werden hier lediglich bildgebende Verfahren verwendet um bestimmte Anatomische Strukturen des Gehirns, genauer die dicke der grauen Substanz der Hirnrinde, zwischen Menschen zu vergleichen.  Es werden also &#8222;Korrelationskarten&#8220; angelegt, bei der eine Farbskala die relative &#196;hnlichkeit der kortikalen Struktur zwischen zwei Personen angibt. Die Gehirne zweier Menschen, die nicht miteinander verwand sind haben keine signifikante &#196;hnlichkeit, also an keiner Stelle der Hirnrinde haben diese beiden Menschen eine gleich dicke graue Substanz. Beide Gehirne werden lila wiedergegeben (Die Farbskala wird arbitr&#228;r festgelegt). Bei  Geschwistern gibt es Regionen, die sich &#228;hneln und daher einen entsprechenden Farbwert zugeordnet bekommen. Maximale &#196;hnlichkeit, also absolute &#220;bereinstimmung der Rindendicke an einer bestimmten Stelle wird durch eine rote Farbe angegeben. Bei Zwillingen, also Menschen die ihre Gesamte DNA gemeinsam haben, stimmen sehr gro&#223;e Bereiche des Cortex &#252;berein, man sieht also viel rot. </p>

<p>Pinker argumentiert, dass diese Korrelationen notwendige &#196;hnlichkeiten im Wahrnehmen und Handeln der Menschen signifizieren. &#196;hnlichkeiten in der kortikalen Anatomie bedeuten &#196;hnlichkeiten im Denken. Daraus lie&#223;e sich ableiten, dass nicht die Erziehung urs&#228;chlich f&#252;r die Entwicklung einer Pers&#246;nlichkeit ist, sondern haupts&#228;chlich die Gene. Jeder, der sich der naturwissenschaftlichen Methode verpflichtet f&#252;hlt mag nun denken: Nun ja, gegen empirische Daten l&#228;sst sich nicht antheoretisieren. </p>

<p>Pinker hat hier aber eine Bringschuld. Er kann den Zusammenhang zwischen Dicke der grauen Substanz und mentalen Eigenschaften nicht nachweisen. Es w&#228;re m&#246;glich, dass die verglichenen Werte g&#228;nzlich uninteressant sind f&#252;r die Erkl&#228;rung von Wahrnehmung und Verhalten. Vielleicht ist diese anatomische Eigenschaft genauso relevant wie das Muster auf den Fingerkuppen f&#252;r die Greifleistung der Hand. Es ist schon gut, dass es ein Muster gibt, aber welches ist egal. Die versteckte Pr&#228;misse, dass makroskopische Hirnanatomische Eigenschaften mit mentalen Eigenschaften einer Person korrelieren, l&#228;sst sich durch diese Daten nicht st&#252;tzen. Das hei&#223;t, Pinkers Argument steht ungest&#252;tzt im Raum. Er h&#228;tte auch die sch&#246;nen bunten Bildchen weglassen k&#246;nnen.  </p>

<p>Und was ist die Moral von der Geschichte? Zum einen, haben wir keine gemeinsame Basis f&#252;r eine sinnvolle Nature-Nurture Diskussion. Die Dichotomie ist so komplett, dass Nature-Leute  den Menschen von Anfang an nur als biologisches Produkt sehen. Auf der anderen Seite f&#252;hlen sich Nurture-Leute nur bei der kleinsten Andeutung, dass beispielsweise Intelligenz biologisch bestimmt sein k&#246;nnte beleidigt. Was noch viel schlimmer ist, Sie werfen hier Sozial-Darwinismus, Rassismus oder Sexismus vor. das hei&#223;t, Wissenschaft wird zum politischen Schlachtfeld. Au&#223;erdem ist es wissenschaftstheoretisch &#252;berlegenswert, dass die Bildungspraxis von jedem wissenschaftlichen Erkenntnisverm&#246;gen entkoppelt scheint. Welchen Sinn hat es dann &#252;berhaupt diese Diskussion zu f&#252;hren?</p><div class="item_footer"><p><small><a href="http://philosophieblog.de/xenia/nature-vs-nurture-wissenschaftstheoretis">Original post</a> blogged on <a href="http://xenia.philosophieblog.de/">Xenia</a>.</small></p></div>]]></content:encoded>
								<comments>http://philosophieblog.de/xenia/nature-vs-nurture-wissenschaftstheoretis#comments</comments>
		</item>
				<item>
			<title>Wie ein Baby entsteht.     DNA oder die neue Entelechie?</title>
			<link>http://philosophieblog.de/xenia/wie-ein-baby-entsteht-dna-oder-die-neue-</link>
			<pubDate>Sat, 03 Jan 2009 23:12:14 +0000</pubDate>			<dc:creator>Xenia</dc:creator>
			<category domain="main">xenia</category>			<guid isPermaLink="false">454@http://philosophieblog.de/</guid>
						<description>&lt;p&gt;Wie wird aus einer einzigen kleinen Zelle ein richtiger kleiner Mensch, ein Baby mit kleinen H&amp;#228;nden und F&amp;#252;&amp;#223;en, mit winzigen Zehen und richtig ausgeformten Finger- und Fu&amp;#223;n&amp;#228;geln? Es schreit und hat Hunger. Und wenn man die Mutter fragt, wird sie attestieren, dass Sie eine richtige Pers&amp;#246;nlichkeit in Armen h&amp;#228;lt. Erkl&amp;#228;rt man einem Kind, dass sein Geschwisterchen vorher noch kleiner war als eine Erbse und sich im Bauch &quot;entwickelt&quot; hat, dann reicht das meist als Erkl&amp;#228;rung. Wir Menschen sind daran gew&amp;#246;hnt, dass sich Dinge entwickeln. B&amp;#228;ume wachsen ja auch einfach so aus dem Boden. Mit der selben Sicherheit, dass ein Apfel herunter und nicht herauf f&amp;#228;llt, nehmen wir an, dass sich ein Organismus entwickelt. Warum ist es dann so schwer anzunehmen, dass beide Prozesse (Apfel f&amp;#228;llt vom Baum und Baby entsteht im Bauch) auf den selben Gesetzten beruhen? &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In der Molekularbiologie spricht man von &quot;Selbstassemblierung&quot; wenn Molek&amp;#252;le sich so zusammenfinden, dass sie eine Funktionseinheit bilden. Hier geht nat&amp;#252;rlich keiner davon aus, dass diese Molek&amp;#252;le ein 'Ziel' haben oder sich assemblieren 'wollen'. Fr&amp;#252;her glaubte man allerdings schon, dass in lebenden Systemen Organisation stattfindet, die zielgerichtet ist. Man nannte das Entelechie. Ein Baby entsteht also, weil es eine Entit&amp;#228;t gibt die bestimmt, dass ein Kind mit allen dienen Eigenschaften entstehen soll. Ich bezeichne diese vitalistische Theorie mal als Top-Down-Vorstellung. Heute kennt man viele Mechanismen, die wesentlich sind f&amp;#252;r die Embryonalentwicklung. Diese Mechanismen lassen sich nur in einer Bottom-Up-Theorie verstehen. Sie macht Vorraussagen &amp;#252;ber Entwicklungsverl&amp;#228;ufe, die durch die Top-Down-Vorstellung nicht zu antizipieren w&amp;#228;ren. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Babys entstehen durch die Wechselwirkungen zwischen Molek&amp;#252;len in der Zygote (Eizelle + Spermium), die man physikalisch beschreiben kann. Diese Wechselwirkungen sind allein duch die Eigenschaften der Molek&amp;#252;le bedingt und werden nicht von au&amp;#223;en orchestriert. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich glaube, dass wir den intuitiven Vitalismus durch eine Konzeption ersetzt haben, die der DNA die Rolle der Entelechie zuschreibt. Man glaubt, dass die spezifische Entwicklung eines Babys darauf zur&amp;#252;ckzuf&amp;#252;hren ist, dass die DNA ein Ziel vorgibt: Blaue Augen, H&amp;#228;nde, F&amp;#252;&amp;#223;e, Kopf, etc. Dabei ist die DNA selbst kein wirklicher Bauplan. Sie ist ein Molek&amp;#252;l unter vielen, sie ist ein  Reaktionspartner. Sie wei&amp;#223; nicht was sie da macht oder wo das ganze hinf&amp;#252;hren soll. Sie kodiert nicht f&amp;#252;r das fertige Produkt. Lediglich aus der Interaktion zwischen den dummen kleinen Bausteinen entsteht ein komplexes System, dessen Entstehung sich r&amp;#252;ckblickend &amp;#252;ber die jeweiligen Reaktionswege beschreiben l&amp;#228;sst. Wie in der Evolution, ist Design eine emergente Eigenschaft.&lt;/p&gt;&lt;div class=&quot;item_footer&quot;&gt;&lt;p&gt;&lt;small&gt;&lt;a href=&quot;http://philosophieblog.de/xenia/wie-ein-baby-entsteht-dna-oder-die-neue-&quot;&gt;Original post&lt;/a&gt; blogged on &lt;a href=&quot;http://xenia.philosophieblog.de/&quot;&gt;Xenia&lt;/a&gt;.&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie wird aus einer einzigen kleinen Zelle ein richtiger kleiner Mensch, ein Baby mit kleinen H&#228;nden und F&#252;&#223;en, mit winzigen Zehen und richtig ausgeformten Finger- und Fu&#223;n&#228;geln? Es schreit und hat Hunger. Und wenn man die Mutter fragt, wird sie attestieren, dass Sie eine richtige Pers&#246;nlichkeit in Armen h&#228;lt. Erkl&#228;rt man einem Kind, dass sein Geschwisterchen vorher noch kleiner war als eine Erbse und sich im Bauch "entwickelt" hat, dann reicht das meist als Erkl&#228;rung. Wir Menschen sind daran gew&#246;hnt, dass sich Dinge entwickeln. B&#228;ume wachsen ja auch einfach so aus dem Boden. Mit der selben Sicherheit, dass ein Apfel herunter und nicht herauf f&#228;llt, nehmen wir an, dass sich ein Organismus entwickelt. Warum ist es dann so schwer anzunehmen, dass beide Prozesse (Apfel f&#228;llt vom Baum und Baby entsteht im Bauch) auf den selben Gesetzten beruhen? </p>

<p>In der Molekularbiologie spricht man von "Selbstassemblierung" wenn Molek&#252;le sich so zusammenfinden, dass sie eine Funktionseinheit bilden. Hier geht nat&#252;rlich keiner davon aus, dass diese Molek&#252;le ein 'Ziel' haben oder sich assemblieren 'wollen'. Fr&#252;her glaubte man allerdings schon, dass in lebenden Systemen Organisation stattfindet, die zielgerichtet ist. Man nannte das Entelechie. Ein Baby entsteht also, weil es eine Entit&#228;t gibt die bestimmt, dass ein Kind mit allen dienen Eigenschaften entstehen soll. Ich bezeichne diese vitalistische Theorie mal als Top-Down-Vorstellung. Heute kennt man viele Mechanismen, die wesentlich sind f&#252;r die Embryonalentwicklung. Diese Mechanismen lassen sich nur in einer Bottom-Up-Theorie verstehen. Sie macht Vorraussagen &#252;ber Entwicklungsverl&#228;ufe, die durch die Top-Down-Vorstellung nicht zu antizipieren w&#228;ren. </p>

<p>Babys entstehen durch die Wechselwirkungen zwischen Molek&#252;len in der Zygote (Eizelle + Spermium), die man physikalisch beschreiben kann. Diese Wechselwirkungen sind allein duch die Eigenschaften der Molek&#252;le bedingt und werden nicht von au&#223;en orchestriert. </p>

<p>Ich glaube, dass wir den intuitiven Vitalismus durch eine Konzeption ersetzt haben, die der DNA die Rolle der Entelechie zuschreibt. Man glaubt, dass die spezifische Entwicklung eines Babys darauf zur&#252;ckzuf&#252;hren ist, dass die DNA ein Ziel vorgibt: Blaue Augen, H&#228;nde, F&#252;&#223;e, Kopf, etc. Dabei ist die DNA selbst kein wirklicher Bauplan. Sie ist ein Molek&#252;l unter vielen, sie ist ein  Reaktionspartner. Sie wei&#223; nicht was sie da macht oder wo das ganze hinf&#252;hren soll. Sie kodiert nicht f&#252;r das fertige Produkt. Lediglich aus der Interaktion zwischen den dummen kleinen Bausteinen entsteht ein komplexes System, dessen Entstehung sich r&#252;ckblickend &#252;ber die jeweiligen Reaktionswege beschreiben l&#228;sst. Wie in der Evolution, ist Design eine emergente Eigenschaft.</p><div class="item_footer"><p><small><a href="http://philosophieblog.de/xenia/wie-ein-baby-entsteht-dna-oder-die-neue-">Original post</a> blogged on <a href="http://xenia.philosophieblog.de/">Xenia</a>.</small></p></div>]]></content:encoded>
								<comments>http://philosophieblog.de/xenia/wie-ein-baby-entsteht-dna-oder-die-neue-#comments</comments>
		</item>
			</channel>
</rss>
